Granatapfel (Punica granatum)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. April 2016
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Als Granatapfel wird eine delikate und zugleich sehr gesunde Frucht bezeichnet. Er stammt aus dem Orient und dem Mittelmeerraum.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Granatäpfel wissen

Der Saft des Granatapfels ist wirksam gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wertvoll für Nerven und Muskeln.

Der Granatapfel (Punica granatum) ist eine Pflanzenart, die der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) angehört. Die Früchte des Granatapfels bilden ein beliebtes Obst. Die Bezeichnung Punica entstammt dem lateinischem „Punisch“. Mit diesem Begriff bezeichneten die Römer die Phönizier. Der Begriff Granatum dient dagegen zur Benennung der vielen kleinen Samenkörner, die in den Früchten enthalten sind. Ein weiterer Name für den Granatapfel lautet Grenadine.

Bei dem Granatapfel handelt es sich um einen kleinen Baum, der oftmals als Strauch kultiviert wird. Er kann Wuchshöhen von bis zu 5 Metern erreichen. Die Blütezeit des Granatapfels findet im Frühling und den Sommermonaten statt. Aus dem Strauch gehen schließlich die 5 bis 12 Zentimeter großen Früchte hervor, die zunächst eine grüne Färbung aufweisen. Später nehmen sie dann eine rote oder rot-braune Farbe an. Nach der Ernte können die Früchte nicht nachreifen, weswegen sie zu den nichtklimakterischen Früchten gerechnet werden.

Der Granatapfel wurde schon vor Jahrtausenden von den Menschen geschätzt. So fand zum Beispiel sein Saft sogar in der Bibel Erwähnung. Aber auch von anderen Kulturen wurde die Frucht als göttlich verehrt. Die leuchtenden roten Blüten des Granatapfels galten als Sinnbild für Liebe und Fruchtbarkeit.

Der Anbau des Granatapfels fand schon vor rund 2000 Jahren im alten Persien statt. In der heutigen Zeit kommt die rote Frucht vorwiegend in Westasien und Mittelasien vor. Zu seinen Anbaugebieten gehören die Kaukasusregion, die Türkei, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, der Iran, Pakistan, Afghanistan und China. Aber auch in den Mittelmeerstaaten wird der Grantapfel schon seit langer Zeit kultiviert. Dazu gehören Länder wie Israel, Ägypten, Tunesien, Marokko, Spanien und Syrien.

Die Saison des Granatapfels verläuft von September bis Anfang Februar. In diesem Zeitraum werden die Früchte auch aus der Türkei und Spanien nach Deutschland eingeführt. Die Grenadine weist einen frischen süß-säuerlichen Geschmack auf und ist überaus saftig. Die Bitterstoffe in dem Granatapfel sorgen außerdem für einen leicht herben Geschmack.

Bedeutung für die Gesundheit

Der Granatapfel zählt zu den gesündesten Früchten. So gilt er als wirksam gegen Entzündungen und wirkt sich schützend auf die Blutgefäße aus. Sogar gegen Wechseljahresbeschwerden und Prostatakrebs wird er als hilfreich angesehen.

Allerdings sind verschiedene positive Effekte, die man ihm zuschreibt, wissenschaftlich nicht bewiesen. Trotzdem ist der Granapfel auf jeden Fall eine gesunde Nahrung, da er eine Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamine und Mineralien aufweist. Dazu gehören beispielsweise die B-Vitamine, Eisen, Kalzium und Kalium.

Sein Gehalt an Vitamin C ist dagegen geringer ausgeprägt als angenommen wurde. So sind in 100 Gramm der Frucht lediglich 7 Milligramm Vitamin C enthalten. Im Orient kommt der Saft des Granatapfels zur Unterstützung bei grippalen Infekten oder Magenschmerzen zur Anwendung.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Der Granatapfel ist mit verschiedenen gesunden Inhaltsstoffen ausgestattet. Dazu gehören in erster Linie die Polyphenole, die reichlich in ihm vorkommen. Dabei handelt es sich um Tannine und Flavonoide. Diesen bioaktiven Stoffen werden antioxidative Effekte zugeschrieben, wodurch sie die Zellen des Organismus vor gesundheitsschädlichen Auswirkungen schützen. Außerdem gelten sie als entzündungshemmend und verlangsamen das Altern.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 78 kcal/ 326 kj
Eiweiß 0,70 g
Kohlenhydrate 16,70 g
Fett 0,60 g
Wasser 78,46 g
Ballaststoffe 2,24 g
Beta-Carotin 40 µg
Vitamin B5 600 µg

Unverträglichkeiten

In seltenen Fällen können auch Allergien gegen den Granatapfel auftreten. Die allergischen Reaktionen fallen ähnlich aus wie bei einer Nahrungsmittelallergie. Die Beschwerden treten oft schon nach wenigen Minuten oder nach einer Stunde auf und machen sich zumeist in Form von starkem Juckreiz, Schwellungen, Benommenheit und Schwindelgefühlen bemerkbar. Mitunter ist sogar ein Bronchospasmus möglich, der das Atmen erschwert. In solchen Fällen gilt es, den Granatapfel zu meiden.

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Einkaufs- und Küchentipps

Der Verkauf eines Granatapfels erfolgt normalerweise zum Stückpreis. Ob er im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt oder beim Gemüsehändler gekauft wird, macht normalerweise keinen Qualitätsunterschied. Je umfangreicher ein Granatapfel ausfällt, desto tiefer muss der Kunde für ihn in die Tasche greifen.

Bei Zimmertemperatur hält die Frische des Granatapfels ungefähr zwei bis drei Wochen an. Wird er im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert, kann er sich sogar einige Monate halten. Soll lediglich der Saft der Grenadine zum Einsatz gelangen, wird die Frucht mit einem Messer geteilt und anschließend ausgepresst. Sollen auch die Kerne verwendet werden, ist allerdings mehr Aufwand nötig.

Zubereitungstipps

Die Samen des Granatapfels eignen sich vorzüglich für Obstsalate. In orientalischen Ländern wird die Frucht zu Fleischgerichten gereicht. Darüber hinaus passt das Fruchtfleisch zu Salattellern, Wildschwein-Medaillons, türkischer Lammpizza, algerischem Thunfischfilet und Rindfleischspießen.

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