Glutamin

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. November 2014
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Glutamin gilt als eine der wichtigsten Aminosäuren des menschlichen Körpers – Aminosäuren sind unter anderem Bausteine von körpereigenen Proteinen (Eiweißen). Und damit ist Glutamin ein wichtiger Bestandteil von Körperzellen und insbesondere von Muskelzellen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Glutamin?

Glutamin ist eine sogenannte nicht essentielle Aminosäure - das bedeutet, dass Glutamin vom menschlichen Organismus selbst gebildet werden kann. Teilweise findet sich auch die Bezeichnung 'semi-essentielle' Aminosäure; das bedeutet, dass Glutamin zwar gebildet werden kann, diese Menge in Stresssituationen aber eventuell nicht ausreicht.

Entsprechende Stresssituationen sind beispielsweise hohe körperliche Anstrengungen. Produziert wird Glutamin im menschlichen Körper vor allem in Gehirn, Lunge und Niere. Glutaminhaltige Lebensmittel sind Milchprodukte oder Weizen.

Anwendung in der Medizin

In Tierexperimenten zeigte sich, dass Glutamin durch das Anregen des Immunsystems eine positive Auswirkung hat auf entzündliche Prozesse (in diesem Zusammenhang auf Entzündungen an der Magenwand bei der Behandlung von Geschwüren im Magen- und Darmtrakt).

Jüngste humanmedizinische Untersuchungen belegen, dass Patienten, denen Teile des Magens entfernt wurden und denen Glutamin verabreicht wurde, nach der Operation eine bessere Aktivität des Zwölffingerdarms und somit auch der Verdauungsfunktion zeigten. Auch kann es nach Stresssituationen wie Operationen im Allgemeinen zu einem Abfall an körpereigenem Glutamin kommen, der durch die Gabe von Glutamin gepuffert werden kann.

Während des Abbaus von Muskelgewebe (oder auch durch verschiedene Bakterien) kann Zellgift freigesetzt werden - so beispielsweise Ammoniak. Glutamin bindet Ammoniak und kann so dazu beitragen, neurologische und muskuläre Schäden zu verhindern, die durch das Zellgift entstehen können.

Diskutiert wird auch ein positiver Einfluss von Glutamin auf das Nervensystem: So soll Glutamin die Konzentrationsfähigkeit und die Gehirnleistungen fördern können.

Glutamin als Nahrungsergänzungsmittel

Im Sport wird Glutamin häufig als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt, um den Muskelaufbau zu fördern (Glutamin hat eine sogenannte anabole Wirkung). Glutamin findet daher vor allem im Kraftsport und im Bodybuilding seinen Einsatz.

Gefördert werden sollen durch Glutamin sowohl der Umfang als auch die Kraft von Muskelpartien. Außerdem bewirkt Glutamin auch die Hemmung von Muskelabbau, der durch starke körperliche Betätigung entstehen kann.

Im Zusammenhang mit der Gabe von Glutamin ist es ein Ziel im Sport, die Eiweißproduktion und damit die Rate des Muskelaufbaus so zu fördern, dass sie die Rate des Muskelabbaus durch die körperliche Betätigung übersteigt.

Den Muskelaufbau bewirkt Glutamin unter anderem auch dadurch, dass es - in den Muskel gelangt - zu einem Zellwachstum beiträgt: Muskelzellen lagern mehr Wasser ein, eine ausreichende Hydration der Muskelzellen wird erreicht und die Muskelzellen nehmen an Zellvolumen zu.

Glutamin als Nahrungsergänzungsmittel ist unter anderem ohne Rezept, in flüssiger oder fester Form, bei großen und seriösen Online-Fachgeschäften frei verkäuflich.

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Risiken und Nebenwirkungen

Eine mögliche Nebenwirkung der Aufnahme einer chemisch veränderten Form des Glutamin, das Glutamat, ist das sogenannte China-Restaurant-Syndrom: Seinen Namen verdankt das Syndrom der Tatsache, dass in der chinesischen Küche häufig Glutamat als Geschmacksverstärker eingesetzt wird und das Auftreten des Syndroms beispielsweise nach dem Genuss von Speisen auftreten kann, die mit Glutamat versehen sind.

Mögliche Symptome des Syndroms sind ein Hitze- oder Engegefühl, Magenschmerzen in Verbindung mit Übelkeit oder Kopf- und Halsschmerzen.

Expertentipps hinsichtlich negativer Wirkungen oder Risiken von Glutamin lassen sich kaum finden: Ratschläge beziehen sich vornehmlich auf eine langsame Dosensteigerung zur effektiven Wirkung von Glutamin im Körper.

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