Giftpilz oder Speisepilz - Hinweise für Pilzsammler

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 6. April 2014
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Giftpilz oder Speisepilz? Besonders im Herbst sterben sehr viele Menschen an Pilzvergiftungen und das in einer aufgeklärten Zeit. Welche Ursachen gibt es für diese gefährlichen Vergiftungen? Wie kann man eine Pilzvergiftung vermeiden? Wir informieren sie über die wichtigsten Regeln beim Sammeln von Pilzen.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines über Pilze (Kleine Pilzkunde)

In den meisten Fällen verwechseln Pilzsammler entweder aus Unkenntnis oder aus Unachtsamkeit essbare mit giftigen Pilzen, z.B. den Wiesenchampignon mit dem Knollenblätterpilz. Diese beiden Arten sind jedoch im reifen Zustand leicht zu unterscheiden.

Die Lamellen des Wiesenchampignons sind anfangs rosa und verfärben sich später dunkelbraun bis schwarz. Beim Knollenblätterpilz hingegen bleiben sie weiß. Außerdem sind die Stiele dieses Pilzes unten an der Basis knollig verdickt und stecken in einer hohen, häutigen Hülle. Diese Verdickung gibt es bei den Wiesenchampignons nicht.

Auch Perlpilze und Pantherpilze werden häufig miteinander verwechselt. Der Verzehr des Pantherpilzes führt zu schweren Vergiftungserscheinungen. Aber auch hier gibt es eindeutige Unterscheidungsmerkmale. Bei dem Pantherpilz ist das „Fleisch“ des Stiels weiß und sein Ring ist schmal, schlaff und ohne Längsstreifen.

Beim Perlpilz hingegen ist der Stiel rosa und sein Ring erscheint breit, abstehend und mit deutlich erkennbaren Längsfurchen. Weitere Verwechslungen gibt es zwischen dem Steinpilz und seinem giftigen Doppelgänger dem Satanspilz (beides Röhrenpilze). Dieser unterscheidet sich vom Steinpilz durch den rötlichen Stiel und die roten Röhrenmündungen.

Giftpilz oder Speisepilz - Hinweise und Tipps zum Pilze sammeln

Es gibt keine allgemeingültigen, sicheren Erkennungszeichen zur Unterscheidung von Gift- und Speisepilzen. Sammler sollten sich demzufolge nur auf Arten beschränken, die sie sicher kennen. Es ist ebenfalls völliger Unsinn zu glauben, dass Silberlöffel nur in giftigen Pilzgerichten dunkel anlaufen. Dieses kann nämlich bei allen Pilzgerichten auftreten. Hinweise zum Sammeln und die anschließende Verwendung von Pilzen (Fruchtkörpern).

Giftpilze und Speisepilze erkennen und bestimmen.
  • Es sollten nur Pilze gesammelt werden, die man auch wirklich kennt!
  • Es sollten nur junge Pilze gesammelt werden, die noch nicht von Maden zerfressen wurden! Alte und unbekannte Pilze nicht umstoßen oder zertreten – einfach stehen lassen!
  • Auf gar keinen Fall Pilze sammeln, deren Stiel, Ring und Knolle weiß sind und die außerdem weiße Lamellen haben!
  • Keine Pilze mit rötlichem Stiel und roten Röhren auf der Hutunterseite sammeln!
  • Gesammelte Pilze stets in luftdurchlässigen Behältern (Korb oder Karton) transportieren, da sie sonst leicht verderben (niemals Plastiktüten oder Taschen verwenden)!
  • Pilze sollten noch am selben Tag geputzt und spätestens am darauf folgenden Tag verarbeitet werden. In diesem Zeitraum müssen sie trocken, kühl und offen lagern.
  • Den Pilz vorsichtig herausdrehen, damit alle Merkmale erhalten bleiben und auch das Myzel nicht zerstört wird!
  • Sollten sich nach dem Verzehr des Pilzgerichtes Anzeichen von Übelkeit oder Schmerzen einstellen- sofort den Magen durch Erbrechen entleeren und dann einen Arzt möglichst gleich im Krankenhaus aufsuchen!
  • Nacktschnecken ernähren sich häufig von Giftpilzen. Es ist aber ein Trugschluss zu glauben, dass dieser Pilz dann auch für Menschen genießbar ist. Schnecken vertragen eine höhere Giftdosis als Menschen. Für uns hätte der Verzehr verheerende Folgen.

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