Gicht im Fuß

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. September 2017
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Gicht im Fuß ist eine besonders schmerzhafte Erkrankung. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die bei Menschen jeden Geschlechts und Alters auftreten kann. Gicht hat einen progressiven Krankheitsverlauf. Sie führt außerdem zu einer starken Beeinträchtigung der Bewegungsabläufe. Die Beschwerden können plötzlich auftreten und sich am ganzen Körper ausbreiten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Gicht im Fuß?

Gicht im Fuß ist eine chronische Erkrankung, die ein Anfallsleiden erzeugt. Vorrangig werden Gelenke von Schmerzen befallen. Diese können plötzlich und unerwartet in einer starken Intensität auftreten. Die Fortbewegungen sind erschwert und auch im Ruhezustand leidet der Betroffene unter den Beschwerden.

Auslöser für einen Gichtanfall ist ein Überschuss der im Körper produzierten Harnsäure. Wird der Körper regelmäßig entsäuert, kann eine Linderung der Beschwerden erreicht werden. Eine gesunde Lebensführung wirkt ebenfalls unterstützend und heilsam. In akuten Fällen helfen Medikamente, um die Schmerzen im Fuß zu behandeln.

Der Fuß (Fußgrundgelenk) gehört zu den am häufigsten von Gicht betroffenen Gelenk.

Ursachen

  Die Ursache von Gicht ist ein erhöhter Harnsäurespiegel im Organismus. Dies kann sich aufgrund zwei verschieden wirkender Mechanismen ergeben. Der Körper kann kontinuierlich zu viel Harnsäure produzieren oder über einen längeren Zeitraum zu wenig Harnsäure ausscheiden. In der Vielzahl der Fälle findet eine Überproduktion der körpereigenen Säure statt. Dadurch bilden sich allmählich Harnsäurekristalle, die sich an den Schleimbeuteln, Gelenken oder Sehnen schrittweise im Körper ablagern. Die meisten Ablagerungen befinden sich an den Gelenken und führen zu den ersten und sehr immensen Beschwerden.

Als Ursache für die Überproduktion der Harnsäure können verschiedene Grunderkrankungen vorliegen. Eine Nierenerkrankung, ein genetischer Defekt oder Diabetes Typ 2 sind die Hauptauslöser. Sie verursachen eine Gicht auf dem sogenannten primären Weg. Über den sekundären Weg kann es ebenfalls zu einer Gichterkrankung kommen. Bildet der Körper durch einen defekten Zellstoffwechsel zu viele Purine, steigt der Harnsäureanteil im Organismus. Bei einer Krebserkrankung sterben körpereigene Zellen, sodass es ebenfalls zu einer Erkrankung kommen kann.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome bei Gicht im Fuß:

Die Gichterkrankung äußert sich durch ein starkes und plötzlich auftretendes Schmerzerleben. Die Intensität kann von leichten Beschwerden bis hin zu intensiven Schmerzattacken reichen. Mit entzündungshemmenden Medikamenten und Schmerzmitteln kommt es zu einer schnellen Linderung der Beschwerden. In den meisten Fällen breitet sich die Erkrankung kontinuierlich im Körper aus. Besonders anfällig sind die verschiedenen Gelenke. Stechende Schmerzen treten auf, die eine sofortige Beeinträchtigung des Lebens bewirken. Das gewohnte körperliche Leistungsniveau ist herabgesetzt. Bewegungen können nicht mehr beschwerdefrei ausgeführt werden. Es kommt zu Stimmungsschwankungen, aggressivem Verhalten oder depressiven Gemütszuständen.

Wann zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist notwendig, wenn der Betroffene im Fuß ohne einen nachvollziehbaren Grund eine Schmerzattacke erleidet. Kann er seinen Fuß nicht mehr wie gewohnt bewegen oder belasten, sollte ein Arzt eine eingehende Untersuchung durchführen. Vor der Einnahme eines schmerzlindernden Medikamentes ist aufgrund der starken Risiken und Nebenwirkungen grundsätzlich die Rücksprache mit einem Arzt notwendig. Breiten sich die Beschwerden aus oder nehmen sie an Intensität zu, wird ebenfalls ein Arzt benötigt. Kommt es zu Veränderungen der Haut, treten Schwellungen auf oder sinkt die allgemeine Leistungs- und Belastungsgrenze, ist ein Arztbesuch zu empfehlen.

Diagnose

Die Diagnose wird nach einer eingehenden und umfassenden Untersuchung gestellt. Hierfür wird ein Blutbild erstellt, der Fuß geröntgt und eine umfangreiche Anamnese durchgeführt. Der Betroffene beantwortet zahlreiche Fragen zu einer Lebensführung, körperlichen Verfassung und familiären Vorbelastung. Die Harnsäurewerte im Blut geben letztlich Auskunft über den Gesundheitszustand. Sie bilden die Basis für die Stellung einer Diagnose. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Harnsäurekristalle an den im Fuß befindlichen Gelenken nachzuweisen. Eine Analyse der Gelenkflüssigkeit gibt Aufschluss über die dort vorhandenen Kristalle. Je höher der Harnsäurespiegel im Blut und je mehr Harnsäurekristalle vorhanden sind, desto klarer ist die Diagnose und desto wahrscheinlicher wird das Auftreten eines kommenden Gichtanfalls.

Komplikationen

Zu den Komplikationen von Gicht im Fuß gehört in erster Linie die Bewegungseinschränkung. Durch die Schmerzen im Fuß kommt es zu einer stärkeren Belastung der beschwerdefreien Körperregionen. Diese zeigen häufig Überlastungsreaktionen und müssen ebenfalls medizinisch versorgt werden. Darüber hinaus verursachen die Schmerzen Veränderungen des Wohlbefindens, des Verhaltens und der Emotionen. Die Aufgaben des allgemeinen Lebens können nicht mehr wie gewohnt bewältigt werden. Unzufriedenheit tritt ein und das Risiko für das Auftreten von zwischenmenschlichen Konflikten steigt an. Die Erkrankung kann ich in alle Körperregionen ausbreiten. Die Gelenke an den Zehen, den Knöcheln, den Fingern und den Handgelenken gelten als besonders gefährdet.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung einer Gicht erfolgt in den meisten Fällen medikamentös. Bei einem Gichtanfall werden entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Darüber hinaus kommt es zu einer Gabe von Schmerzmitteln, um möglichst schnell eine Linderung des Schmerzerlebens zu erreichen. Die Medikamente bewirken eine Reduzierung der Beschwerden innerhalb weniger Minuten oder Stunden. Meist in bereits ist die Lebensqualität bereits innerhalb eines Tages wiederhergestellt.

Die Gelenke werden gekühlt und geschont. Eine ruhige Körperhaltung wird unterstützend empfohlen. Zu den therapeutischen Maßnahmen gehört die Anamnese und Optimierung des Lebenswandels. Die aufgenommenen Lebensmittel werden erfasst und der Ernährungsplan umgestellt. Durch die Anpassung an die Bedürfnisse des Körpers kommt es zu einer Änderung des Harnsäurespiegels im Organismus. Giftstoffe wie Alkohol müssen vermieden werden, da dieser den Harnsäureanteil besonders stark ansteigen lässt. Der Purinstoffwechsel wird überwacht und nach Möglichkeit optimiert. Die Aufnahme von Flüssigkeiten wird kontrolliert und angepasst. Um dauerhafte Schäden zu vermeiden ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung besonders wichtig.



Aussicht und Prognose

Die Gichterkrankung zählt zu den chronischen Erkrankungen. Es kommt daher bei den meisten Betroffenen im Laufe des Lebens wiederholt zu Beschwerden und dem Auftreten von Gichtanfällen. Außerdem breiten sich die Harnsäurekristalle im Organismus weiter aus und befallen weitere Gelenke. Ohne eine ärztliche Unterstützung oder regelmäßige Kontrolle der körpereigenen Werte des Harnsäureanteils, ist mit einer stetigen Zunahme der Beschwerden zu rechnen. Bei einer gesunden Lebensweise und kontinuierlichen Überwachung des Harnsäurespiegels können Gichtanfälle vermieden werden. Der Betroffene kann unter diesen Voraussetzungen für lange Zeit beschwerdefrei leben. Dennoch ist es jederzeit möglich, dass ein erneuter Gichtanfall auftritt.

Vorbeugung

Es gibt eine Vielzahl an Medikamenten, die eine entzündungshemmende Wirkung auf den Organismus haben. Dennoch gibt es kein Medikament, das zur Vorbeugung eines kommenden Gichtanfalls eingenommen werden kann. Das tägliche Trinken von basischem Wasser ist unterstützend bei der Vorsorge. Darüber hinaus sollte auf den Genuss von Alkohol vollständig verzichtet werden. Lebensmittel, die Purin enthalten, sind ebenfalls zu meiden. Dadurch werden die Abfallstoffe des Organismus schneller abtransportiert und einem Gichtanfall vorgebeugt. Hilfreich ist ebenfalls eine regelmäßige Entsäuerung des Körpers. In diesem Prozess wird die Harnsäure kontinuierlich abgeführt.

Bücher über Gicht

Quellen

  • Rüther, W. & Lohmann, C.H.: Orthopädie und Unfallchirurgie, Urban & Fischer, 20. Auflage, 2014
  • Heisel, J.: Physikalische Medizin - Praxiswissen Halte- und Bewegungsorgane, Georg Thieme Verlag, 1.Auflage, 2005
  • Wülker N. Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme Verlag. 2. Auflage 2010.
  • Mayer, C. et Siems, W.: 100 Krankheitsbilder in der Physiotherapie, Springer Medizin Verlag, 1.Auflage, 2011
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2012
  • Imhoff, A.B. et al.: Checkliste Orthopädie, Georg Thieme Verlag, 3. Auflage, 2014

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