Gesichtsmuskeln

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. November 2016
Gesundpedia.deAnatomie Gesichtsmuskeln

An allen Gefühlsregungen, die wir haben, sind eine Reihe Gesichtsmuskeln beteiligt. Sie werden auch als mimische Muskulatur bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Als Gesichtsmuskeln werden die 26 Muskeln des menschlichen Gesichts bezeichnet. Sie steuern in ihrem Zusammenspiel die Mimik des Gesichts. Weil sie nicht wie andere Muskeln Gelenke bewegen müssen, sind sie nicht mit Knochen verbunden, sondern befinden sich direkt unter der Haut.

Die Gesichtsmuskeln sorgen u. a. dafür dass sich Mund und Augen schließen und sich die Haut bewegt. Sie sind in 5 verschiedene Muskelgruppen aufgeteilt: Nasen-, Ohr-, Mundmuskeln, der Muskulatur der Lidspalte und des Schädeldachs. Alle Gesichtsmuskeln werden vom 7. Hirnnerv (Nervus facialis) gesteuert. Damit das Gesicht symmetrisch ausgerichtet ist, sind alle Muskelgruppen doppelt.

Anatomie

Die Gesichtsmuskulatur wird über 5 wichtige Muskelgruppen im Bereich Nase, Ohr, Mund, Lidspalte und Schädeldach gesteuert. Eine zentrale Bedeutung haben die Muskeln im Bereich von Augen, Mund und Nase.

Das Auge ist umgeben von drei Muskeln, die dafür sorgen, dass die Augen sich öffnen und schließen können, das Oberlid angehoben werden kann und sich die Augenbrauen zusammenziehen können.

Im Bereich der Ohren sorgt das Zusammenspiel von drei Muskeln dafür, dass sich die Ohren nach allen Seiten bewegen können. Trotzdem können Menschen nicht unbedingt bewusst mit den Ohren wackeln.

Die Gesichtsmuskeln um den Mund herum ermöglichen es, den Mund zu öffnen und zu schließen und die Lippen z. B. zu einem Kussmund zu kräuseln und zu lachen. Weitere Muskeln heben die Oberlippe und senken die Unterlippe. Die Koordination der Wangenmuskeln sorgt dafür, dass wir pusten, ein Instrument spielen, kauen, saugen oder pfeifen können.

Der Skalpmuskel oberhalb der Schädeldecke ermöglicht das Hin- und Herschieben der Kopfhaut und ist teilweise beteiligt, wenn wir die Augenbrauen nach oben ziehen und die Stirn in Falten legen.

Funktion

Neben elementaren körperlichen Vorgängen wie der Nahrungsaufnahme und das Sehen sind sie Gesichtsmuskeln auch für die Mimik zuständig und werden deshalb auch als mimische Muskulatur bezeichnet. Egal ob wir Freude, Trauer, Wut, Hass etc. ausdrücken, immer ist die Gesichtsmuskulatur beteiligt.

Ohne sie könnten wir grundlegende körperliche Vorgänge wie Essen und Sehen nicht bewerkstelligen. Sie reguliert auch das Öffnen und Schließen des Auges zum Schutz vor Fremdkörpern. Die Gesichtsmuskeln spielen eine wichtige Rolle in der nonverbalen Kommunikation, die zusammen mit der Gestik ein wichtiger Teil der Körpersprache ist.

Durch nonverbale Kommunikation drückt ein Mensch mehr aus, als er es mit Worten jemals sagen könnte. Die Emotionsforschung hat herausgefunden, dass jedem Gefühl ein Code zugrundeliegt, der aus der Kombination bestimmter Gesichtsmuskeln entsteht.



Erkrankungen der Gesichtsmuskeln

Verschiedene Erkrankungen können Beschwerden an der Gesichtsmuskulatur verursachen, z. B. Erkrankungen des Zentralen Nervensystems. Bei der ALS-Erkrankung wird im ganzen Körper die Muskulatur geschwächt und der mit fortschreitender Erkrankung voranschreitende Muskelschwund lähmt auch die Gesichtsmuskulatur.

Bei einer Myotonen Dystrophie wird ebenfalls die Gesichtsmuskulatur geschwächt. Die Augenlider hängen dann schlaff herunter, Betroffene können nicht mehr richtig lachen und wegen der Schwächung der Mundmuskulatur können sich auch Probleme beim Sprechen entwickeln.

Bei einem Schlaganfall ist meistens eine Körperhälfte gelähmt und damit auch eine Gesichtshälfte, wenn der zuständige Bereich im Gehirn durch den Schlaganfall geschädigt wurde.

Aber auch ohne einen Schlaganfall kann es aus heiterem Himmel zu einer meist halbseitigen Gesichtslähmung (Fazialisparese) kommen und Betroffene verlieren vorübergehend die Kontrolle über die Mimik der betroffenen Gesichtshälfte, die auf einer Seite schlaff herunterhängt.

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