Gemüse trinken statt essen - Smoothie aus Blattgemüse

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
Gesundpedia.deRatgeber Gemüse trinken statt essen - Smoothie aus Blattgemüse

Smoothies aus Erdbeeren oder Orange sind schon seit längerem ein beliebter und gesunder Getränke-Trend. Nun mixt man auch schon Blattgemüse zusammen und trinkt sie als Smoothie. Ist das wirklich gesund und wie schmeckt der grüne Smoothie?

Inhaltsverzeichnis

Smoothies - lecker und gesund

Für eine gesunde Ernährung sollten mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse auf den Tisch. Das sind etwa 250 Gramm Obst und 400 Gramm Gemüse. Neuesten Trends zufolge sollen sogar sieben Portionen die optimale Dosis sein um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Viele schaffen es jedoch nicht einmal den Richtwert von fünf Portionen zu erreichen. Gesund und Gemüsereich zu essen ist meist mit mehr Aufwand in der Küche verbunden. Im stressigen Alltag nimmt man sich meist wenig Zeit für eine ausgewogene Ernährung. Der neue Trend der grünen Smoothies kann hier Abhilfe schaffen. Einfach das Gemüse in den Mixer geben, Knöpfchen drücken, fertig.

Wundermittel Chlorophyll?

Grüne Smoothies - lecker und gesund.

Während die Obst-Smoothies schon vor einigen Jahren die Supermärkte erobert haben, kommt der Gemüse-Smoothie erst jetzt zum Zuge. Internet-Foren, Gesundheitsratgeber und Rezeptebücher schwören auf das grüne Wunder. Das grüne Gemüse hat einen hohen Anteil an Chlorophyll, das für ein langes und gesundes Leben sorgen soll.

Fragt man Experten, sind diese nicht ganz so euphorisch. Sie bestätigen aber trotzdem einen positiven Nutzen des Chlorophylls. So schützt es die Zellen unseres Körpers vor gefährlichen Sauerstoffradikalen und soll so gar eine tumorhemmende Wirkung haben. Für ein langes und vitales Leben ist es dennoch nicht das Non-plus-Ultra. Es ist vielmehr einer von vielen Bausteinen, die für eine gesunde Lebensweise wichtig sind.

Wildkräuter und Gemüseblätter für mehr Vitamine und Mineralstoffe

Schaden kann der grüne Smoothie also nicht. Stellt sich nun die Frage: Was kommt alles rein? Dies ist recht leicht zu beantworten, nämlich alle Arten von grünem Gemüse. Dazu zählen Spinat, Grünkohl, Virsing oder Mangold ebenso wie grüne Blätter, die man normalerweise in den Abfall wirft. Die Reste von Radieschen, Sellerie, Roter Bete, Karotten oder verschiedener Kohlsorten sind voller Mineralstoffe und Vitamine, sie haben häufig sogar mehr davon als das eigentliche Gemüse.

Die Geheimzutat ist allerdings nicht im gemeinen Supermarkt zu finden, sondern am Wegesrand und im Wald. Die Rede ist von heimischen Wildkräutern. Brennnessel, Löwenzahn, Klee, Spitzwegerich, Vogelmiere oder Giersch enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe als das Gemüse aus dem Supermarkt und ist daher besonders zu empfehlen. Ihr Geschmack ist jedoch sehr intensiv, weshalb man sie sparsam verwenden sollte. Verwenden Sie für Ihren selbstgemachten grünen Smoothie nicht mehr als einen drittel frischer Kräuter.

Gemüse, Gewürze oder Obst für einen besseren Geschmack

Neben dem Chlorophyll, enthalten die grünen Zutaten jede Menge Bitter- und Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen. Wer jedoch eh schon einen empfindichen Magen hat, sollte hier vorsichtig sein. Zudem muss man sich erst einmal an den herb-bitteren Geschmack gewöhnen.

Um das grüne Wunder geschmacklich etwas aufzupeppeln, bedarf es noch einiger weiterer Zutaten. Fruchtgemüse wie Paprika, Gurke oder Tomate eignen sich hierfür gut. Für eine leichte Schärfe werden Zimt, Ingwer oder Kardamom empfohlen.

Für fruchtige Süße sorgt eine kleine Menge Obst im grünen Smoothie. Dieses sollte man jedoch nur sparsam verwenden. Obstsorten wie Ananas, Trauben oder Bananen enthalten viel Zucker und Kalorien und erhöhen damit den Blutzuckerspiegel schnell.

Im Gegensatz zum Obstsmoothie, gibt es den grünen Verwandten nicht fertig gemixt im Supermarkt. Er sollte aus frischen Zutaten schnell verzehrt werden. Die Zutaten sollten eine hohe Qualität haben und nicht gespritzt sein. Wildkräuter sollte man nur sammeln, wenn man sich damit auch auskennt.

Ansonsten benötigt man nur einen bisschen Wasser und einen Mixer um aus den Zutaten eine weiche Masse zu zaubern. Je feiner alles mit dem Mixer zerkleinert werden kann, desto besser werden die Nährstoffe und Vitamine vom Körper aufgenommen.

Kein Ersatz für eine Mahlzeit

Allerdings ist der grüne Smoothie, trotz seiner hohen Menge an Vitaminen und Nährstoffen, kein Ersatz für eine komplette Mahlzeit. Da wir ihn trinken, nimmt der Körper ihn auch nur als Getränk wahr. Verdauungsenzyme, die sonst beim Kauen entstehen, fehlen. Die Folge: wir sind nicht sehr lange satt davon. Der grüne Smoothie eignet sich daher gut als Ergänzung zum Frühstück. Er ist jedoch keine Ausrede dafür den Rest des Tages ungesund zu essen.

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