Gehirnjogging

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. März 2015
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Gehirnjogging, Gehirntraining oder auch Gedächtnistraining ist das bewusste Training des Gehirns und des Gedächtnisses mit gezielten Übungen sowie verschiedenen Techniken. Durchschnittlich nutzt der Mensch nur vier Prozent des Gehirns. Mit dem Gehirnjogging wird versucht, größere Anteile des Gehirns zu nutzen. Das Gehirn ist mit einem Muskel vergleichbar, dass regelmäßig trainiert werden muss, damit die Nervenzellen (Neuronen) nicht verkümmern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Gedächtniss?

Unterschieden wird das Gedächtnis in Ultrakurzzeitgedächtnis, Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis. Negativ beeinflusst werden die Gedächtnisprozesse durch Stress, Zeitdruck oder Müdigkeit.

  • Das Ultrakurzzeitgedächtnis (UKZ) nimmt alle Informationen auf, bearbeitet diese und leitet die Informationen gefiltert nach der Wichtung an das Kurzzeitgedächtnis weiter. Die Informationen bleiben im UKZ etwa zwei Stunden gespeichert.
  • Im Kurzzeitgedächtnis (KZG), auch Arbeitsgedächtnis genannt, bleiben die Informationen der jüngsten Vergangenheit erhalten. Aufgrund der begrenzten Kapazität des KZG werden die Informationen je nach Wichtung nach einigen Sekunden bis Tagen gelöscht oder im Langzeitgedächtnis gespeichert.
  • Das Langzeitgedächtnis (LZG) ist ein Speicher für Emotionen, Informationen, Erfahrungen Fertigkeiten, Regeln und vieles mehr. Es zeichnet sich durch eine unbegrenzte Speicherdauer, unbegrenzte Kapazität sowie kurze Abrufzeit aus. Insbesondere die Kapazität des LZG kann durch gezieltes Gehirnjogging verbessert werden.

Wie funktioniert das Gehirn?

Das menschliche Gehirn besteht aus 5 Teilen mit diversen Aufgaben:

  • Großhirn, visuelle Reize, Sprache sowie Intelligenz.
  • Zwischenhirn, Gefühle (Wut, Freude, Angst) und Temperatur
  • Mittelhirn, Augenbewegung
  • Stammhirn, einfache Grundfunktionen

Das Gehirn des Menschen besitzt ein unermessliches Netzwerk von bis zu 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen). Pro Tag strömen etwa 80 Liter Sauerstoff sowie 1200 Liter Blut durch das Gehirn. Geistige Leistung zeichnet sich vor allem durch die Verbindung der Neuronen mit den Synapsen aus. Diese werden allerdings erst im Laufe des Lebens aufgebaut.

Allerdings nutzt der Mensch lediglich 4 Prozent dieser Kapazität. Durch soziale, geistige sowie körperliche Herausforderungen sowie besonders durch gezieltes Gehirnjogging kann diese Kapazität gezielt erweitert werden.

Was ist Gehirnjogging?

Durch gezieltes Gehirnjogging kann die geistige Effizienz durch eine Verbesserung der Aufnahmefähigkeit, Konzentration, Koordination und Lernfähigkeit erhöht werden. Zudem erhöht sich das logische Denkvermögen sowie die Urteilsfähigkeit

Eine bessere Gedächtnisleistung führt darüber hinaus zu einer Erhöhung der Merkfähigkeit, zu einer Minderung von Stress durch die gesteigerte geistige Flexibilität und verbessert zugleich die Ausdrucksfähigkeit im schnelleren Finden der Worte.

Techniken des Gehirnjoggings

  • Visualisierung: Das Gehirn ist fähig, unzählige Bilder zu speichern. Mit einer Verknüpfung des Lernstoffes mit mentalen Bildern lassen sich die Informationen viel besser einprägen.
  • Lokalisation: Mit der bildlichen Vorstellungskraft können verschiedene Lerninhalte in eine vertraute Umgebung (z.B. eigene Wohnung) gedanklich eingebaut werden. Um sich gewisse Dinge zu merken, können diese mit dem vertrauten Wohnungsinventar kombiniert werden.
  • Emotion: Emotionen sind sehr wichtig beim Lernen und Erinnern von gelernten Informationen. Mit Zorn, Freude oder Leidenschaft können verschiedene Vokabeln oder Namen verbunden werden und lassen sich somit geistig schnell wieder abrufen.

  • Transformation: Mit dem transformieren gewisser Inhalte auf eigene Erinnerungen oder Erfahrungen, können abstrakte und schwere Inhalte gut erlernt werden, indem z.B. zu erlernende Zahlen auf persönliche Zahlen übertragen werden.
  • Eselsbrücken: Informationen können in Reimformen sowie verschiedenen Rhythmen und Merksprüchen verbunden werden. Somit lassen sich diese schnell lernen und ebenso schnell wieder abrufen.
  • Geschichten: Informationen lassen sich in Verbindung mit einer Geschichte schnell, sicher und logisch verknüpfen. Durch das abrufen einer fiktiven Geschichte, können die Information sehr gut abgerufen werden.

Übungen für das Gehirnjogging

Mit verschiedenen und kleinen Übungen zum Gehirnjogging im Alltag lässt sich auf einfache Weise das Gehirn trainieren.

  • Kreuzworträtsel oder Sudoku
  • körperliche Aktivität mit Joggen oder Gymnastik im Verbund mit kleinen Merkspielen des Laufweges oder der Landschaft
  • Lernen von kleinen Gedichten und dem Abruf während des Autofahrens
  • Zählen von Brücken, LKW`s oder Straßenkreuzungen im Auto oder beim Radfahren
  • Dem zusammenzählen des Einkaufswertes und dem Abgleich an der Kasse
  • Lernen von Straßennamen oder Namen

Bücher über Gedächtnistraining und Gehirnjogging

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