Gebärmutterschleimhaut

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. November 2016
Gesundpedia.deAnatomie Gebärmutterschleimhaut

Jede geschlechtsreife Frau besitzt eine Gebärmutterschleimhaut, die sich etwa alle 28 Tage in Form der Regelblutung selbst erneuert. Sie reinigt die Gebärmutter und bietet befruchteten Eizellen eine Grundlage zur Einnistung.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Die Gebärmutterschleimhaut entwickelt sich bei der Frau zum ersten Mal kurz vor der ersten Regelblutung als Folge des ersten Eisprungs. Es entsteht nun ein Zyklus, bei dem sie etwa alle 28 Tage abgestoßen wird: die Frau bekommt eine Regelblutung. Danach bildet sich eine neue Gebärmutterschleimhaut.

Sie ist dazu gedacht, einer befruchteten Eizelle einen Platz zur Einnistung zu geben. Später im Laufe der Schwangerschaft wandelt sich die Gebärmutterschleimhaut zur Plazenta um, einem Versorgungsorgan für den Fötus, das nur während einer Schwangerschaft im Körper der Frau existiert.

Anatomie

Die Gebärmutterschleimhaut sitzt an der Innenseite der Gebärmutter und überzieht diese vollständig. Bei Krankheitsbildern wie der Endometriose weitet sich die Gebärmutterschleimhaut auch auf Eierstöcke, Eileiter und umliegende Organe aus, was jedoch ein krankhaftes Bild ist. Am Anfang des Zyklus ist die Gebärmutterschleimhaut noch sehr dünn, aber bereits von feinen Blutgefäßen zu ihrer Versorgung durchzogen. Je weiter der weibliche Zyklus voranschreitet, desto dicker wird die Gebärmutterschleimhaut. Mit ihr wachsen auch die Blutgefäße weiter, um sie zu versorgen.

Funktion

Die Gebärmutterschleimhaut hat zur Hauptaufgabe, einer befruchteten Eizelle einen Platz zur Einnistung zu geben. Die Eizelle hat gerade einmal genug Energie, um es in die Gebärmutter zu schaffen und die Verschmelzung mit dem Zellkern des Spermiums vorzunehmen. Danach braucht sie eine Fremdversorgung, denn sie muss sich viele Male hintereinander teilen.

Diese Versorgung übernimmt die Gebärmutterschleimhaut sofort nach der Einnistung. Sie wird in dieser Folge nicht abgestoßen, die Regelblutung bleibt aus - oft das erste Anzeichen einer Schwangerschaft. Stattdessen bahnen sich die schon vorhandenen Blutgefäße den Weg zur Eizelle und die Gebärmutterschleimhaut wandelt sich zur Plazenta, dem Versorgungsorgan für das ungeborene Baby.

Ist keine Befruchtung der Eizelle geschehen, so wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und die Gebärmutter reinigt sich damit von innen. Abgestoßen wird die Schleimhaut selbst zusammen mit den Blutgefäßen, die sich in ihr gebildet haben, weshalb überhaupt Blut zu sehen ist. Es handelt sich jedoch nur um sehr geringe Mengen, auch wenn es nach viel aussieht. Danach bildet sich die Gebärmutterschleimhaut in Erwartung einer Schwangerschaft zum nächsten Eisprung bereits wieder neu.



Erkrankungen der Gebärmutterschleimhaut

Die Gebärmutterschleimhaut selbst kennt als Erkrankung die Endometriose. Dabei weitet sich die Gebärmutterschleimhaut auf Organe aus, in denen sie beim gesunden Menschen nicht vorkommt. Am häufigsten betrifft das die Eileiter, weshalb eine Eizelle nicht mehr durch sie hindurch kommt und es in der Folge nicht zur Schwangerschaft kommen kann.

Durch hormonelle Auslöser kann die Gebärmutterschleimhaut zu dünn aufgebaut werden, sodass eine Befruchtung zwar stattfindet, aber keine Einnistung. Die Eizelle stirbt ab und die Gebärmutterschleimhaut wird ebenfalls abgestoßen. Hormonelle Auslöser können auch die zu frühe Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut im Laufe des Zyklus bedingen, sodass die Schwangerschaft allein dadurch erschwert oder unmöglich gemacht wird.

Möglich ist auch eine Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut, die meistens bei Frauen nach der Menopause auftritt. Gebärmutterschleimhautkrebs ist heutzutage bereits gut behandelbar, meist in Form einer OP und darauf folgender Chemo- oder Strahlentherapie.

Bei unregelmäßigen Blutungen aus der Scheide kommen darüber hinaus noch Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut in Frage. Selten kommt es vor, dass sie nicht vollständig abgestoßen wurde, häufiger jedoch nach der Geburt. In diesen Fällen entzündet sich die Gebärmutterschleimhaut und verursacht neben starken Schmerzen außerplanmäßige Blutungen.

Bücher zum Thema Gebärmutterschleimhaut und Regelschmerzen

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Gebärmutterschleimhaut?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?