Gänseblümchen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. März 2016
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Das Gänseblümchen (Bellis perennis) zählt zur Familie der Korbblütler und ist vor allem in Mitteleuropa zu finden. In der Volksheilkunde werden die Blüten des Gänseblümchens unter anderem bei Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Hauterkrankungen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Definition und Vorkommen

Das Gänseblümchen ist eine krautige Pflanze, die etwa 4 bis 15cm hoch wird. Am Rhizom sind faserige Wurzeln zu finden, die Laubblätter stehen in einer Blattrosette zusammen. Der Blütenstand ist körbchenförmig und enthält Heilblätter, die Blüten sind weiß und erreichen eine Länge von 4 bis 8mm. Sie sind zweireihig angeordnet und im Zentrum befinden sich gelbe, trichterförmige Röhrenblüten. Seine Blüten richtet das Gänseblümchen immer der Sonne nach, bei Regen und in der Nacht wird das Köpfchen gesenkt.

Das Gänseblümchen wird als Heilpflanze u.a. bei Menstruationsbeschwerden oder Hautkrankheiten eingesetzt.

Gänseblümchen gedeihen im Mittelmeerraum bzw. in Nordeuropa. Sie werden auch als Archäophyten bezeichnet, die sich auf Grund der Schaffung von Weiden und Wiesen nach Norden ausbreiteten.

Die Pflanze bevorzugt Standorte wie Gärten, Parkrasen oder Weiden, die über einen nährstoffreichen Untergrund verfügen. Gänseblümchen blühen zwischen April und Oktober. Dann können die Blüten gesammelt und getrocknet werden. Zum Trocknen sollten sie an einem schattigen und kühlen Ort gelagert werden. Wichtig dabei ist, dass sich die Pflanzenteile nicht schwarz färben. Anschließend sollten sie vor Feuchtigkeit und Licht geschützt aufbewahrt werden.

Da Gänseblümchen Speicherpflanzen sind, können sie auch im Winter überleben. Der Name des Gänseblümchens leitet sich von den lateinischen Begriffen "bellus" (schön) bzw. "perennis" (ausdauernd) ab. Ursprünglich galt das Gänseblümchen als eine germanische Kultpflanze und war der Göttin Freya geweiht. Darüber hinaus ist sie sehr eng mit dem Osterbrauchtum verbunden. Volkstümlich wird diese Pflanzenart auch sehr häufig als Tausendschön, Mondscheinblume oder Osterblume bezeichnet.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Dosierung

In den Röhrenblüten des Gänseblümchens sind ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe sowie Bayogenin zu finden. Des Weiteren konnte in den Blüten auch das Glucosid Cosmosiin nachgewiesen werden. Gänseblümchen haben eine antihyperlipidämische und antimikrobielle Wirkung und werden bei Schlaflosigkeit, Schwindelanfällen, Kopfschmerzen, schmerzhaften Regelblutungen bzw. Hauterkrankungen eingesetzt. Außerdem kann es auch zur Hustenlösung verwendet werden. Heute wird die Pflanze aber auch bei Kinderbeschwerden verwendet. Ein Tee soll beispielsweise Kindern helfen, die schlecht wachsen oder nach der Geburt geschwächt sind.

Wogegen helfen Gänseblümchen?

Bedeutung für die Gesundheit

Gänseblümchen finden entweder als Frischpflanze, Tinktur oder Tee Anwendung. Für einen Tee werden etwa zwei Teelöffel Gänseblümchen mit kochendem Wasser übergossen. Anschließend muss die Mischung zehn Minuten lang ziehen, bevor sie abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken wird. Bei einer Daueranwendung sollte nach sechs Wochen eine Pause eingelegt und ein Tee getrunken werden, der über eine ähnliche Wirkung verfügt. Danach kann der Tee wieder sechs Wochen lang getrunken werden. Durch die eingelegte Pause bleibt die Wirksamkeit erhalten und unerwünschte Langzeitwirkungen werden verhindert.

Wer eine Tinktur herstellen möchte, übergießt Gänseblümchen mit Weingeist oder Doppelkorn und lässt die Mischung dann in einem Glas mit Schraubdeckel zwei bis sechs Wochen lang ziehen. Im Anschluss daran wird die Tinktur abgeseiht und in eine dunkle Flasche abgefüllt. Von der Tinktur können täglich etwa 10 bis 50 Tropfen eingenommen werden. Außerdem hilft sie äußerlich bei Verrenkungen oder Quetschungen. Dafür kann die verdünnte Tinktur als Waschung, Bad oder in Form eines Umschlags angewendet werden, wodurch die Wundheilung gefördert wird.

Äußerlich eingesetzt helfen Gänseblümchen aber auch bei Gliederschmerzen. In Form eines Gesichtswassers lindert es Hautunreinheiten oder Ausschläge und kann sogar bei Lippenherpes wirksam sein. Innerlich werden Gänseblümchen sehr häufig bei Erkältungen eingesetzt. Des Weiteren lindern sie Frühjahrsmüdigkeit und Magen-Darm-Beschwerden. Zudem regt ein Gänseblümchen-Tee auch den Stoffwechsel bzw. den Appetit an. Wenn man sich auf einer Wanderung eine Verletzung zuzieht, so kann das Gänseblümchen auch als Wundpflaster dienen. Dafür werden die Blätter der Pflanze auf die verletzten Stellen gegeben. Da das Gänseblümchen eine entzündungshemmende Wirkung hat, wird der Schmerz unterdrückt und die Beschwerden bessern sich sehr schnell.

Darüber hinaus können die Blätter auch zerrieben und als Mittel gegen Juckreiz nach einem Insektenstich verwendet werden. Anwendung finden Gänseblümchen aber auch in der Küche, wo die Blüten sehr gerne für Kräuterquarks oder als Salatbeigabe verwendet werden. Die Knospen können auch als so genannte "falsche Kapern" eingelegt werden, die Blüten schmecken leicht scharf und sind ein leckerer Belag für ein Butterbrot. Außerdem ist es möglich, aus Gänseblümchen einen Honig herzustellen. Dafür werden die Blüten mit kochendem Wasser übergossen und klein geschnittene Orangen bzw. Zitronen hinzugefügt. Nach 24 Stunden kann die Mischung abgeseiht und Zucker beigefügt werden. Unter ständigem Rühren wird die Masse aufgekocht und dann in Gläser abgefüllt.

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