Fruchtblase

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. November 2016
Gesundpedia.deAnatomie Fruchtblase

Die Fruchtblase ist eine schützende, flüssigkeitsgefüllte Hülle, die ungeborene Babys im Mutterleib umgibt. Neben dem Schutz dient sie der Verwahrung von Stoffwechselendprodukten des ungeborenen Kindes.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Als Fruchtblase wird im medizinischen Sinne nur die dünne Hülle bezeichnet, die das Fruchtwasser, die Plazenta und den ungeborenen Fötus umgibt. Umgangssprachlich ist damit aber auch das darin enthaltene Fruchtwasser gemeint. Die Fruchtblase dient zunächst dem Schutz des ungeborenen Kindes.

Es bewahrt es vor Stößen gegen den Bauch und dämmt gegen Geräusche von außen ab. Das Baby gibt ins Fruchtwasser erste Abfallprodukte seines Stoffwechsels ab, für die es vor seiner Geburt keinen anderen Weg der Entsorgung gibt. Auch schützt die Fruchtblase vor Keimen, die durch die Scheide in die Gebärmutter gelangen könnten.

Anatomie

Bei manchen Säugetieren ist die Fruchtblase ein komplexes Gebilde aus mehreren Eihäuten. Beim Menschen ist sie vergleichsweise einfach und besteht aus nur einer einzigen dünnen Eihaut. Diese soll bei der Geburt durch die Wirkung der ersten Wehen platzen und die Geburt des Kindes ermöglichen.

Im Inneren der Fruchtblase befinden sich das Fruchtwasser und natürlich das ungeborene Baby selbst. Die Plazenta sitzt außerhalb der Fruchtblase und durchdringt diese an der Stelle, an der die Nabelschnur zur Versorgung mit dem ungeborenen Kind verbunden sein muss. Während die Plazenta sowohl aus mütterlichem als aus kindlichem Gewebe besteht, ist die Fruchtblase rein embryonales Gewebe.

Funktion

Die wichtigste Aufgabe der Fruchtblase ist die Abschirmung des ungeborenen Kindes vor der Außenwelt. Da sie mit Fruchtwasser gefüllt ist, bietet sie als Konstrukt einen gewissen Schutz vor Schlägen oder Stößen gegen den Bauch, auch wenn sie keine völlige Unempfindlichkeit der schwangeren Frau gewährleisten kann und Vorsicht nach wie vor geboten ist.

Die Fruchtblase schirmt das ungeborene Baby auch gegen die Keime der Scheide ab, die normalerweise direkt durch den Muttermund in die Gebärmutter gelangen könnten. Neben normalen Keimen in der Scheidenflora sind schwangere Frauen aufgrund ihres schwächeren Immunsystems anfällig für Pilzinfektionen, auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr gelangen Keime in die Scheide und Gebärmutter. Dank der Fruchtblase gelangen diese niemals zum Kind.

Außerdem dient die Fruchtblase als Auffangbehälter für Stoffwechselendprodukte des Babys, die ins Fruchtwasser abgegeben werden. Die Fruchtblase ist dazu gedacht, nur 9 Monate zu halten und danach durch den Druck der Wehen zu platzen und mit der Nachgeburt und dem Wochenbett vollständig ausgeschieden zu werden.

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Erkrankungen der Fruchtblase

Die Fruchtblase muss 9 Monate während der Schwangerschaft stabil bleiben. Der Aufbau der Eihaut kann durch schädliche Einflüsse wie Alkohol oder Nikotin gestört werden, was die Stabilität der Fruchtblase beeinträchtigt. Meistens geht das mit Störungen der gesunden Plazentafunktion im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft einher.

Problematisch wird es auch, wenn die Fruchtblase platzt, bevor das Baby geboren werden kann. Durch zu starke Vorwehen oder Verletzungen kann die Fruchtblase einreißen und das Fruchtwasser geht ab. Normalerweise muss das Baby dann innerhalb kurzer Zeit geboren werden.

Infektionen können ebenfalls dazu führen, dass die Fruchtblase der Frau vorzeitig platzt. In diesen Fällen muss das Baby häufig vorzeitig geholt werden, da es ohne das Fruchtwasser darauf angewiesen ist, seine Lungenfunktion zu entfalten.

Eine wesentlich zu hohe Menge an Fruchtwasser in der Fruchtblase kann ebenfalls zum vorzeitigen Riss in der Fruchtblase führen. In diesen Fällen muss sich die Schwangere sofort hinlegen und auf Hilfe warten, um einen Nabelschnurvorfall zu verhindern, der für das ungeborene Kind tödlich enden könnte.

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