Forellen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. Dezember 2015
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Forellen zählen wohl zu den bekanntesten Fischen. Doch wo und wie häufig kommen sie vor, zu welcher Zeit kann man sie am besten kaufen und wie steht es mit ihrem Beitrag zu einer gesunden Ernährung?

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Forellen wissen

Die Forelle (Salmo trutta) zählt zu der Familie Lachsfische (Salmonidae) und kommt in den drei Unterarten Lachs-, Regenbogen- und Bachforelle sowohl in Meeren als Salzwasserfisch als auch in Seen, Bächen und Flüssen als Süßwasserfisch vor. Forellen bevorzugen dabei eher kalte Gewässer und kommen sehr häufig im Atlantik sowie der Nord- und Ostsee aber insgesamt auf nahezu der ganzen Welt vor.

Alle Forellen wachsen zunächst in Binnengewässern heran. Während manche (stationäre) Arten jedoch ihr gesamtes Leben dort verweilen ziehen andere (wandernde) Arten nach etwa ein bis fünf Jahren ins Meer, wo sie weitere 6 Monate bis fünf Jahre in Küstennähe leben, um schließlich in der Laichzeit zwischen Juli und November flussaufwärts zu schwimmen und dort zu laichen. Nach dem Ablaichen kehrt ein Großteil der Forellen dann wieder ins Meer zurück.

Forellen können eine Länge zwischen 20 und 70 cm erreichen, bis zu 7 kg schwer werden und haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 4 bis 6 Jahren. In Deutschland macht die Forelle bei der Binnenfischerei mit einer Jahresproduktion von knapp 25.000 Tonnen den mit Abstand größten Anteil aus. Zusätzlich wird noch einmal die etwa gleiche Menge importiert, um den jährlichen Bedarf zu decken.

Das Fleisch der Forelle ist aufgrund seiner hellen Farbe sowie seines zarten und feinen Geschmacks äußerst beliebt. Da sich die Gräten zudem besonders leicht ablösen lassen, ist die Forelle einer der beliebtesten Speisefische der Deutschen. Die Hauptfangzeit der Forelle ist in Deutschland der Frühling. In dieser Zeit gibt es auf jeden Fall ausreichend viele frische Forellen. Außerhalb der Saison werden Forellen dagegen häufig in Aquakulturen gezüchtet.

Bedeutung für die Gesundheit

Wie eigentlich alle Fischarten sind auch Forellen sehr gesund. Ernährungsexperten raten dazu, mindestens einmal die Woche Fisch zu essen. Forellen enthalten relativ große Mengen an wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die unter anderem für den Zellstoffwechsel, die Eiweißsynthese, die Bildung von körpereigenen Abwehrzellen sowie die Produktion von Hormonen wichtig sind.

Daneben wirken sie entzündungshemmend und stärken das Immunsystem. Ihre positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System ergibt sich dagegen aus ihren Blutdruck- und blutfettsenkenden Eigenschaften.

Forellen sind auch reich an dem essenziellen Spurenelement Jod, welches an der Bildung von Schilddrüsenhormonen beteiligt ist. Nicht zuletzt sind Forellen auch ein hervorragender Lieferant von hochwertigem und leicht verdaulichem Eiweiß, welches einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung leistet.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Neben Jod und Omega-3-Fettsäuren enthalten Forellen auch reichlich Vitamine, darunter fast alle B-Vitamine sowie die Vitamine A, C, D und E. Auch Mineralien und Spurenelemente wie Kalium, Magnesium, Zink, Natrium, Eisen, Fluor und Kupfer sind in Forellen enthalten. Insgesamt besteht 100 Gramm Forelle bei einem Nährwert von knapp 120 Kalorien zu etwa drei Vierteln aus Wasser und zu knapp einem Fünftel aus Eiweiß. Den Rest machen größtenteils ungesättigte Fettsäuren aus.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 123 kcal/ 513 kj
Eiweiß 23,84 g
Kohlenhydrate 0 g
Fett 2,90 g
Wasser 71,98 g
Ballaststoffe 0 g
Vitamin E 1854 µg
Vitamin b3 2946 µg

Unverträglichkeiten

Im Falle einer Histaminintoleranz sollte auf den Verzehr von Forellen verzichtet werden, da diese einen relativ hohen Gehalt an Histaminen aufweisen. Daneben dürfen auch Menschen, die unter einer Fischallergie leiden, keine Forellen essen.

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Einkaufs- und Küchentipps

Wie fast alle Fische sollten auch Forellen möglichst unmittelbar nach dem Kauf verarbeitet werden, da sie sehr schnell verderblich sind. Auch im Kühlschrank sollten Forellen nicht länger als maximal drei Tage gelagert werden.

Es empfiehlt sich darüber hinaus, die Forellen sofort nach dem Kauf in eine Kühlbox oder Ähnlichem zwischenzulagern und Zuhause direkt zu kühlen. Deutlich länger haltbar sind Forellen, die ohne eine Unterbrechung der Kühlkette in der Tiefkühltruhe eingefroren werden. Dort halten sie sich mehrere Monate lang.

Beim Kauf einer Forelle gilt grundsätzlich: je früher in der Verarbeitungskette der Fisch gekauft wird, desto besser. Denn auf seinem Weg vom Netz des Fischers über den Großhandel bis zum Supermarkt verliert er mehr und mehr an Frische.

Zubereitungstipps

Forellen können z. B. filetiert und dann mit etwas Salz und Pfeffer in der Pfanne angebraten werden. Daneben ist auch die Zubereitung im Backofen sehr beliebt. Dazu können die Forellen z. B. gesalzen und gepfeffert, mit Butter eingestrichen und dann in Alufolie eingewickelt bei 180 Grad Ober/Unterhitze ca. eine halbe bis drei viertel Stunde gebacken werden.

Forellen sind nicht nur äußerst schmackhaft, sondern durch ihre zahlreichen gesunden Inhaltsstoffe bei wenig Kalorien auch noch sehr nahrhaft und gesund.

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