Flunder

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. Dezember 2015
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Bei der Flunder handelt es sich um einen beliebten Speisefisch. Sie zählt zu den Plattfischen.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Flunder wissen

Als Flunder (Platichthys flesus) wird eine Fischart bezeichnet, die den Plattfischen angehört. Der Name Flunder entstammt dem dänischen Begriff Flynder. Angler nennen die Flunder auch Butt. Allerdings sollte sie nicht mit den Butten verwechselt werden.

Ein typisches Merkmal der Flunder bildet ihr sehr flacher Körper. Dessen Form ist oval und asymmetrisch. So fällt die Körperbreite des Fisches niedriger aus als seine halbe Körperlänge. Die Augen der Flunder befinden sich zumeist auf der rechten Hälfte des Körpers. Bei einem Drittel aller Flundern sind die Augen jedoch auf der linken Seite untergebracht. Das Maul des Fisches erscheint seltsam schief.

Die Länge der Flunder schwankt nach etwa 5 Jahren zwischen 25 und 30 Zentimetern. Ihr Gewicht liegt zwischen 1 und 3 Kilogramm. Der Fisch kann ein maximales Alter von rund 30 Jahren erreichen. Ähnlich wie zahlreiche andere Plattfischarten ernährt sich auch die Flunder in erster Linie von kleinen Fischen, Würmern, Muscheln, Schnecken und Krebsen.

Die Flunder wird das ganze Jahr über im Handel angeboten. Als beste Zeit für ihren Fang gelten jedoch die Monate April bis Oktober, da der Fisch dann bis zum frühen Morgen aktiv ist und sich gut angeln lässt. Am Tage ist die Flunder dagegen kaum zu fangen, weil sie sich dann im Sand vergräbt. Dabei ist sie imstande, sich an die Umgebung farblich anzupassen. Professionelle Fischer verwenden Reusen, Schleppnetze oder Stellnetze zum Fang des Plattfisches.

Die Flunder wird zu den Grundfischen gerechnet. Das bedeutet, dass der Fisch die meiste Zeit seines Lebens auf dem Meeresgrund verbringt. Beheimatet ist die Flunder in den europäischen Küstengewässern. Dazu gehören die Nordsee, die Ostsee, die Britischen Inseln, die Biskaya, die Mittelmeerküste von Spanien bis in die Ägäis sowie das Schwarze Meer und das Weiße Meer. Am liebsten tummelt sich der Plattfisch in Buchten, Fjorden und Flussmündungen. Die Flunder fühlt sich nicht nur im Salzwasser und Brackwasser wohl, sondern auch in Süßwasser. So ziehen manche Exemplare die Flüsse hinauf.

Eine weitere Eigenschaft der Flunder ist ihr weißes festes Fleisch, das sich zugleich als sehr zart erweist. Dabei verfügt der Fisch über einen milden würzigen Geschmack.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Flunder gilt als Fischart, deren Verzehr gesundheitlich sehr zu empfehlen ist. So kommt der Plattfisch auf 100 Gramm lediglich auf 3,83 Gramm Fett, was ein großer Vorteil für figurbewusste Genießer ist. Darüber hinaus verfügt die Flunder über verschiedene wertvolle Inhaltsstoffe wie leicht verdauliche Eiweiße, Mineralien und Spurenelemente. Weiterhin ist die Flunder reich an gesunden Omega-3-Fettsäuren. Diese haben die Eigenschaft, sich schützend auf das Herz auszuwirken und den Kreislauf des Stoffwechsels anzuregen. Dies wirkt sich günstig auf Probleme mit dem Blutdruck und Harnbeschwerden aus.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Zu den wertvollsten Inhaltsstoffen der Flunder gehört Phosphor. Dieser ist in dem Plattfisch reichlich vertreten.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 112 kcal/ 468 kj
Eiweiß 19,18 g
Kohlenhydrate 0 g
Fett 3,83 g
Wasser g
Ballaststoffe 0 g
Vitamin B3 2852 µg

Unverträglichkeiten

Obwohl die Flunder grundsätzlich ein gesundes Nahrungsmittel darstellt, kann ihr Verzehr problematisch für Menschen sein, die unter einer Fischallergie leiden. Diese zählt hinter der Eiallergie und der Gemüseallergie zu den drei am häufigsten vorkommenden Lebensmittelallergien. Da die allergischen Reaktionen recht stark ausfallen können, sollte bei einer Allergie der Genuss der Flunder vermieden werden.

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Einkaufs- und Küchentipps

Wer frische Flunder konsumieren möchte, erhält diese beim Fischhändler. Je Portion ist mit 150 bis 200 Gramm bzw. einer großen oder zwei kleinen Flundern zu rechnen. Nur selten werden Flunderfilets angeboten. Auf Wunsch nimmt der Fischhändler allerdings zumeist eine Filetierung vor.

Schon kurz nach dem Einkauf empfiehlt sich eine rasche Zubereitung der Flunder. So ist es ratsam, sie nicht länger als einen Tag lang im Kühlschrank aufzubewahren. Handelt es sich um eine küchenfertige Flunder, braucht diese nicht mehr ausgenommen zu werden. Stattdessen wird sie lediglich kurz abgespült und mit einem Tuch abgetupft.

Zubereitungstipps

Die Zubereitung einer großen Flunder erfolgt am Besten im Backofen. Kleinere Exemplare lassen sich ausgezeichnet in der Pfanne dünsten oder braten. Als Delikatesse auf Rügen wird geräucherte Flunder angesehen. Dabei kommt der Plattfisch fangfrisch aus der Ostsee. Der Verkauf findet aufgrund von zeitweiligen Fangverboten aber nur zwischen August und Dezember statt.

Mitunter landet die Flunder auch im Kochtopf oder wird gegrillt, wozu sie eine Marinade erhält. Das Servieren des Fisches findet immer mit der hellen Seite in die obere Richtung statt, da die dunkle Seite als unansehnlich gilt.

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