Flöhe beim Hund

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. September 2016
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Flöhe sind kleine Insekten, die als Parasiten auf verschiedenen Säugetierarten leben und sehr häufig beim Hund auftreten. Die Übertragung von Flöhen erfolgt in der Regel durch den Kontakt mit anderen befallenen Hunden. Mit unterschiedlichen medizinischen Präparaten können Flöhe beim Hund erfolgreich bekämpft werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Flöhe beim Hund?

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Medikamente gegen: Tierkrankheiten

Bei Flöhen beim Hund handelt es sich um flügellose parasitierende Insekten, die sich in mehreren Unterarten an ihre jeweiligen Wirte angepasst haben. Beim Hund kommt neben dem eigentlichen Hundefloh insbesondere in Städten auch der Katzenfloh vor. Beide Floharten sind etwa stecknadelkopfgroß, wobei der Hundefloh etwas größer ist als der Katzenfloh.

Gemeinsam ist beiden Arten, dass sie sich vom Blut des Hundes ernähren. Dazu stechen sie mit ihren Beißwerkzeugen in die Haut des Hundes ein und saugen das Blut heraus. Anders als die ausgewachsenen Tiere findet man die Eier und die Larven der Flöhe nicht am Hund selbst, sondern in dessen häuslicher Umgebung.

Ursachen

Flöhe beim Hund sind kein Anzeichen für eine mangelnde Pflege oder einen schlechten körperlichen Zustand des Tieres. Die Hauptursache bei Hundeflöhen ist der Kontakt mit Artgenossen.

Da die Parasiten über sehr kräftige Sprungbeine verfügen und damit leicht von Hund zu Hund springen können, genügt bereits der flüchtige Kontaktmit Artgenossen, damit es zu einem Flohbefall kommen kann.

Auch an bevorzugten Aufenthaltsorten von Hunden können frisch geschlüpfte Flöhe auf das Haustier wechseln. Es wird geschätzt, dass im Durchschnitt jeweils 20 Prozent aller Hunde einen Befall mit Flöhen aufweisen.

In diesem Zusammenhang kommt es insbesondere in den Sommermonaten bei Hunden zu einem vermehren Auftreten sowie einer Verbreitung von Flöhen bei den geliebten Vierbeinern.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome beim Hundefloh:

  • Flohkot

Flöhe machen sich meist dadurch bemerkbar, dass der Hund sich häufiger und ausgiebiger kratzt als zuvor. Außerdem kann es an den Bissstellen zu Rötungen beim Hund und kleineren Entzündungen kommen. Die Flöhe selbst sind im Normalfall im Fell mit bloßem Auge kaum zu sehen. Gelegentlich kann man schnell von einer Stelle zur anderen hüpfende schwarze Punkte wahrnehmen.

Um einen Befall mit Flöhen zu bestätigen, kann das Fell des Hundes mit einem feinzinkigen Flohkamm ausgekämmt werden. Dabei lassen sich nicht nur die schwarz erscheinenden Flöhe finden, sondern auch der meist bräunliche Flohkot. Diesen kann man von anderen Verschmutzungen des Hundefells leicht dadurch unterscheiden, dass er sich in Wasser lösen lässt und dieses dann rötlich färbt.

Diagnose

Selbst bei einem leichten Befall des Hundes mit Flöhen ist eine Behandlung unabdingbar. Zwar sind Flöhe beim Hund meist nur lästig, aber sie können in einigen Fällen auch eine Allergie auslösen, die neben starkem Juckreiz auch Haarausfall zur Folge haben kann.

Vor allem aber können Flöhe Bandwürmer auf den Hund übertragen, was sich nachhaltig negativ auf seine Gesundheit auswirken kann. Bleibt der Flohbefall unbehandelt, wechseln einzelne Flöhe auch auf anwesende Menschen als Wirte über. Im Extremfall kann sogar die Wohnung durch massives Auftreten von Flöhen zeitweise unbewohnbar werden.

Flöhe beim Hund - Wann zum Tierarzt?

Um den Hund bei einem Befall mit Flöhen richtig behandeln zu können, empfiehlt es sich sich die korrekte Anwendung des Spot-ons von einem Tierarzt zeigen zu lassen. Auch eine regelmäßige Entwurmung ist sinnvoll. Beides kann aber der Besitzer grundsätzlich mit etwas Geschick auch selbst durchführen.

Bei sehr ängstlichen oder unkooperativen Hunden kann die Flohbehandlung aber natürlich auch beim Tierarzt erfolgen. Ein Besuch beim Tierarzt ist auch dann anzuraten, wenn bei dem Hund zusätzlich zu den Flöhen Haarausfall und Entzündungen der Haut auftreten oder wenn sich der Befall nicht unter Kontrolle bringen lässt.

Behandlung

Zur Behandlung von Flöhen beim Hund sind im Handel unterschiedliche Produkte erhältlich. Dazu zählen insbesondere Flohhalsbänder, die über einen gewissen Zeitraum kontinuierlich stark riechende oder auf Flöhe giftig wirkende Stoffe abgeben, und Flohshampoos und – sprays mit verschiedenen natürlichen oder chemischen Inhaltsstoffen.

Am sichersten und effektivsten sind Spot-on-Präparate, die nur in der Apotheke oder beim Tierarzt erhältlich sind. Diese werden zwischen den Schulterblättern des Hundes auf die Haut aufgetragen, bei größeren Hunden auch an mehreren Körperstellen. Neben der Behandlung des Hundes ist es bei einem Befall mit Flöhen wichtig, dass auch seine bevorzugten Ruheplätze gereinigt werden, um mögliche Floheier und – larven zu entfernen und einen erneuten Befall zu verhindern.



Vorbeugung – Was kann der Halter tun?

Auch um einem Befall durch Flöhe beim Hund vorzubeugen eignen sich die Spot-on-Präparate, da ihre Wirkung in der Regel zwischen vier und sechs Wochen anhält. Zusätzlich sollte man darauf achten, dass die Schlaf- und Liegeplätze des Hundes regelmäßig gereinigt werden, damit sich dort keine Flohlarven entwickeln können.

Verschiedene Hausmittel können ebenfalls dazu beitragen, dass Flöhe dem Hund fernbleiben. Dazu gehört vor allem die Behandlung des Fells mit unterschiedlichen stark riechenden Substanzen wie Teebaumöl oder Eukalyptusöl. Auch Spülungen mit Essigwasser oder Zitronensaft sollen Flöhe abschrecken können. Ins Futter gemischter Knoblauch soll dafür sorgen, dass die körpereigenen Ausdünstungen des Hundes die Flöhe fernhalten. Alle diese Hausmittel sind aber deutlich weniger wirksam als Spot-ons und Flohhalsbänder, die eine erwiesene Wirkung gegen Flöhe beim Hund haben.

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