Fettsucht

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. August 2014

Fettsucht, medizinisch auch als Adipositas bezeichnet, ist eine ernstzunehmende Gesundheitsstörung, die insbesondere in den westlichen Industrienationen aber auch in den Vereinigten Staaten als wichtiger Faktor für die Gefährdung der Volksgesundheit gilt. Extremes Übergewicht ist tatsächlich viel mehr als nur ein ästhetisches Problem, die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Fettsucht?

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Die Weltgesundheitsorganisation hat den Begriff der Fettleibigkeit anhand des so genannten Bodymaßindex klar definiert. Denn nicht jeder, der ein paar Kilo zu viel auf den Hüften mitbringt, leidet gleich an Fettsucht. Der Begriff bezieht sich auch nicht ausschließlich auf exotische Beispiele, die mit einem Körpergewicht von 300 bis zu über 400 Kilogramm noch nicht einmal mehr ihre eigenen vier Wände verlassen können. Auch von diesen extrem übergewichtigen Patienten gibt es jedoch leider immer mehr.

Fettsucht ist eine schleichende Erkrankung und das krankhafte Übergewicht entsteht nicht von heute auf morgen. Bei einem Bodymaßindex von 25 bis 30 sprechen Experten von so genanntem leichten oder moderatem Übergewicht, das jedoch nach neuesten Untersuchungen nicht unbedingt eine Gefahr für die Gesundheit darstellen muss. Im Gegenteil gehen namhafte Wissenschaftler sogar davon aus, dass leichtes Übergewicht eher lebensverlängernd wirkt.

Problematisch wird es hingegen immer dann, wenn der Bodymaßindex die Marke von 30 erreicht oder gar überschreitet. Dann liegt bezogen auf die Körpergröße massives Übergewicht, also Fettsucht vor. Diese wäre in jedem Falle behandlungsbedürftig.

Ursachen von Fettsucht

Die Gründe für die zahlenmäßige Zunahme von Fettsucht bei Menschen liegt begründet in unserer modernen zivilisatorischen Lebensweise, die vor allem durch Überernährung, Fehlernährung und Bewegungsmangel gekennzeichnet ist.

Schon wer es versäumt, außerhalb seines normalen Büroalltags, sich ein wenig sportlich zu betätigen, kann schnell in die Adipositasfalle geraten. Nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen scheint es aber auch ein gewisser Hormoncocktail im Organismus zu sein, der das Auftreten von Fettsucht begünstigt. Der moderne Mensch leidet permanent unter Stress in seinen verschiedensten Ausprägungen, sei es im persönlichen, im privaten oder auch im geschäftlichen Bereich.

Stresshormone wie beispielsweise Kortison oder Adrenalin werden normalerweise durch vermehrte sportliche Betätigung wieder abgebaut. Die gestressten Zeitgenossen von heute weisen jedoch sogar im Ruhezustand erhöhte Werte dieser Stresshormone auf. Und es gibt den begründeten Verdacht, dass ein anhaltend hoher Stresshormonspiegel die Einlagerung von Fettzellen in die Körpergewebe zu begünstigen scheint.

Leider wird die Fettsucht selbst in Deutschland noch nicht als eigenständige Krankheit wahrgenommen und es dauert manchmal Jahre bis Jahrzehnte, bis die Folgeerscheinungen von massivem Übergewicht in Erscheinung treten. Alleine für die Überwindung von Folgerkrankungen und Symptomen, die direkt oder indirekt mit der Fettsucht im Zusammenhang stehen, müssen jährlich Milliardenbeträge ausgegeben werden.

Symptome und Verlauf von Fettsucht

Typische Symptome der Fettsucht:

Übergewicht ist eine Vorstufe der Fettsucht und muss noch nicht zwangsläufig zu irgendwelchen Symptomen führen. So leiden beispielsweise viele übergewichtige an einer so genannten Fettleber, Steatosis hepatis, dadurch kann die reibungslose Stoffwechselfunktion dieses empfindlichen Organs bereits erheblich gestört sein. Der Patient bemerkt dies durch einen vermehrten Druck im rechten Oberbauch, vielleicht auch durch Übelkeit und Erbrechen.

Geht das Übergewicht im Laufe der Zeit eine manifeste Fettsucht über, so kommt es zu einer massiven Überlastung des gesamten Stoffwechsels mit all seinen negativen Folgeerscheinungen und Begleiterkrankungen. Als typische Symptome der Fettsucht gelten beispielsweise Bluthochdruck, die koronare Herzerkrankung, darunter wird eine Verkalkung der Herzkranzgefäße verstanden oder die Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus.

Außerdem werden auch die Entstehung von verschiedenen Tumorerkrankungen, sowie psychische und orthopädische Leiden, beispielsweise Rückenschmerzen oder Knieprobleme, direkt mit der Fettsucht in Zusammenhang gebracht.

Diagnose von Fettsucht

Die Diagnose Fettsucht kann anhand der vom Arzt erhobenen Krankheitsgeschichte, Anamnese, in Verbindung mit den dazugehörigen klinischen Befunden recht einfach und sicher gestellt werden. Neben dem Bodymaßindex spiegelt auch die Körperfettverteilung bei der Diagnose eine wichtige Rolle, die von Patient zu Patient recht unterschiedlich sein kann.

Behandlung von Fettsucht

Die Behandlung der Fettsucht richtet sich stets nach den zu Grunde liegenden Ursachen und sollte immer eingebettet sein in ein multimodales Konzept, das nicht nur körperliche, sondern auch psychisch-seelische Aspekte in die Therapie mit einbezieht. Krankhaftes Übergewicht kann nur schwer in eigener Regie erfolgreich behandelt werden, bei Patienten mit Fettsucht ist daher oftmals eine stationäre Behandlung angezeigt.

Neben einer Ernährungsumstellung sollte eingehend eruiert werden, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Anschließend wird ein individuelles Konzept zur Therapie erstellt, welches die Bereiche Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung umfasst. Bei besonders stark ausgeprägter Fettsucht mit einem Bodymaßindex über 35 kommen auch verschiedene operative Verfahren zum Einsatz, beispielsweise die Implantation eines Magenballons oder eines Magenbandes.

Bei massiver Fettsucht werden diese chirurgischen Eingriffe sogar von der Krankenkasse bezahlt und führen meist innerhalb relativ kurzer Zeit zu einer signifikanten Gewichtsabnahme. Ohne zusätzliche unterstützende therapeutische Intervention kann es allerdings im Nachhinein wieder zu einem Anstieg des Körpergewichtes kommen.

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Vorbeugung von Fettsucht

Die Vorbeugung, Prävention, spielt bei Übergewicht und Fettsucht eigentlich die entscheidende Rolle. Denn schon im Kleinkind- und Jugendalter sollte durch Verhaltensschulung alles dafür getan werden, damit es gar nicht erst zum Auftreten von Fettsucht im Erwachsenenalter kommt.

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