Fettleibigkeit

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. Oktober 2016
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Die Fettleibigkeit oder Adipositas bezeichnet einen Zustand von Übergewicht, bei dem der BMI über 30 kg/m2 liegt. Als Krankheitsbild kann Adipositas zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen und sozialen Problemen führen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Fettleibigkeit?

Von Fettleibigkeit ist die Rede, wenn der BMI prinzipiell über 30 kg/m2 liegt. Die Erkrankung tritt in drei Stufen auf, die Einschätzung wird anhand des BMI vorgenommen.

Man unterscheidet zwischen dem Apfel- und dem Birnentyp; bei Ersterem ist der Bauch besonders von der Fettanlagerung betroffen, beim Birnentyp sind es eher Beine und Po. Fettleibigkeit führt zu einer Beeinträchtigung der Beweglichkeit und das Erscheinungsbild kann auch zu sozialer Isolation führen.

Ursachen

Die Ursachen der Fettleibigkeit sind noch nicht abschließend geklärt und es erfolgen immer wieder neue Studien, die weitere Erkenntnisse bringen. Fest steht allerdings, dass Fettleibigkeit das Ergebnis einer ungünstigen Ernährung ist, bei der dem Körper mehr Energie zugeführt wird, als er braucht.

Ein Lebensstil mit nur wenig Bewegung, dafür aber viel reichhaltige Nahrung sind die beiden Faktoren, die Fettleibigkeit in ihrer Entstehung ermöglichen.

Tiefgreifendere Ursachen können eine genetische Prädisposition zu der Erkrankung sein, aber auch Erkrankungen wie Diabetes.

Trotz dieser Ursachen ist es aber jedem Patienten möglich, die Fettleibigkeit in den Griff zu bekommen, niemand ist von vornherein zur Adipositas verurteilt.

Symptome und Verlauf

Meist entwickelt sich die Fettleibigkeit über viele Monate und Jahre hinweg. Zunächst entwickelt der Betroffene lediglich ein leichtes Übergewicht, ändert jedoch das Essverhalten nicht und die Gewichtszunahme setzt sich immer weiter fort. Manchmal ist eine Veränderung des eigentlich gesunden Lebensstils zu beobachten, oder aber es ergibt sich im Leben eine nachhaltige Veränderung und der Betroffene beginnt, aus Frust und zum Trost immer mehr zu essen.

Bei vielen Kindern fettleibiger Familien beginnt die Fettleibigkeit bereits in sehr jungen Jahren, was an einer Kombination von genetischer Disposition und ungesunder Ernährung der Eltern liegt. Die Fettleibigkeit erreicht dann entweder einen konstanten Wert, um den sie schwankt, oder sie setzt sich immer weiter fort, was natürlich ein sehr gefährlicher Verlauf ist.

Diagnose

Die Diagnose von Fettleibigkeit ergibt sich aus einer Berechnung des BMI heraus. Anhand dieses Wertes kann ermittelt werden, welchen Grad von insgesamt drei die Fettleibigkeit bereits angenommen hat - denn daraus ergibt sich, worin das Ziel einer Behandlung besteht. Häufig forschen Ärzte nach dieser Erstdiagnose noch weiter und nutzen die Gelegenheit, um eine Grunderkrankung auszuschließen, die zur Fettleibigkeit führen könnte. Dazu wird Blut abgenommen und es werden Hormonspiegel gemessen, die die Verdauung regulieren.

Sehr wichtig bei der Diagnose der Fettleibigkeit ist auch der Nüchternblutzucker, da er Hinweise auf eine Diabetes liefern kann. Gibt es keine körperlichen Befunde, wird der Patient oft psychisch betreut, um beispielsweise einer Essstörung auf die Spur zu kommen und herauszufinden, wie es aus psychosozialer Perspektive zur Entstehung einer Fettleibigkeit kommen konnte - und was zu tun ist, um sie zu behandeln.

Behandlung und Therapie

Bei der Fettleibigkeit gibt es für die drei Stufen konkrete Behandlungsziele. Sie bestehen darin, das Körpergewicht um einen bestimmten Prozentsatz zu senken und weniger Energie in kcal aufzunehmen, als gebraucht wird. Auf diese Weise kann der Patient effektiv abnehmen und ergänzt diese Bemühungen durch eine Mindestanforderung an Bewegung, gemessen in empfohlenen Stunden pro Woche.

Die konkrete Behandlung besteht aus einer Kombination aus Ernährungsberatung und psychischer Betreuung, da zur Fettleibigkeit fast immer auch eine psychische Komponente gehört. Liegt der Adipositas dagegen eine körperliche Grunderkrankung zugrunde, beispielsweise Diabetes, dann muss die komplette Behandlung auf die Grunderkrankung eingestellt sein. Viele Ärzte empfehlen, sich in Selbsthilfegruppen mit anderen Betroffenen auszutauschen, damit gemeinsam Wege gefunden werden, die Adipositas in den Griff zu bekommen



Vorbeugung

Die beste Vorbeugung gegen Fettleibigkeit besteht darin, auf eine gesunde Ernährung zu achten, die dem Körper nicht mehr Energie zuführt, als er am Tag verbraucht. Der Grundumsatz ist zwar genetisch bedingt immer etwas wechselnd, kann aber errechnet werden, um sich ungefähr daran orientieren zu können. Außerdem sollten bereits leicht übergewichtige Menschen mit einem auf sie und ihre Möglichkeiten abgestimmten Sportprogramm beginnen, um das Abnehmen noch zu beschleunigen und Muskelmasse aufzubauen.

Wer im Alltag schon nicht viel Bewegung bekommt, wird dieses sanfte Sportprogramm brauchen, um mehr Energie zu verbrauchen, als das im Alltag alleine schon geschieht. Wer zudem schlecht mit negativen Gefühlen umgehen kann, sollte sich eine Möglichkeit suchen, diese zu verarbeiten, die nicht in Trost-Essen besteht, denn das ist eine der größten Gefahrenquellen.

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