Fasten

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. November 2016
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Den ganz bewussten Verzicht auf Nahrung, begrenzt auf einen vorher festgelegten Zeitraum, bezeichnen die Experten als Fasten oder Heilfasten. Das Heilfasten ist aber nicht mit dem Begriff Hungern gleichzusetzen, denn wer richtig fastet, der muss nicht hungern. Bei einem unter Aufsicht durchgeführten Heilfasten wird kein Hungergefühl aufkommen. Weiterhin wird beim Fasten in zwei grundsätzliche Fastenmethoden unterschieden. Es gibt das Vollfasten und das Saftfasten.

Inhaltsverzeichnis

Grundsätze, Ziele und Prinzip

Grundsätzlich gilt für alle Arten des Fastens ein Grundsatz: es soll hierbei eine Entgiftung des Körpers stattfinden. Der Körper wird dazu angeregt, sich seiner gesamten Schadstoffe zu entledigen. Sämtliche Giftstoffe und auch die entstandenen Schlacken werden durch ein Heilfasten aus dem Körper auf natürliche Weise ausgeschieden. Viele Befürworter dieser Art der Entgiftung sprechen hier vom eigenen inneren Arzt, der Stauungen und Blockaden auf sanfte Weise löst. Somit werden auch viele chronische Erkrankungen durch ein regelmäßiges Heilfasten teilweise völlig beseitigt.

Das Ziel einer Fastenkur ist aber nicht nur die gesundheitsfördernde Wirkung, sondern vielmehr auch die geistig-spirituelle Findung des Fastenden. Prinzipiell kann angemerkt werden, dass die Menschen schon seit Jahrhunderten fasten. Beim Fasten muss der Mensch, wie auch beim Kranksein, keine feststoffliche Nahrung verdauen, da meistens nur flüssige Nahrung zu sich genommen werden kann.

Das Fastenprinzip ist ähnlich, deshalb entsteht auch kein Hungergefühl beim Fasten wie auch beim Heilfasten. Die Folge daraus ist eine Darmentleerung, die wiederum eine Einsparung der Energie im Körper veranlasst. Die eingesparte Energie kann somit im Körper freigesetzt werden und bewirkt eine Herstellung des inneren Gleichgewichtes. Die Selbstheilungskräfte der Fastenden werden aktiviert.

Kritik und Risiken

Auch beim Fasten gibt es Gefahren, die im Vorfeld ausgeschlossen werden sollten. Wichtig ist, dass die Betroffenen immer kontrolliert fasten, dann liegt kein Risiko beim Fasten für den menschlichen Organismus vor. Wichtig ist allerdings auch beim kontrollierten Fasten, dass diese Entgiftungsform nicht für jeden Menschen zuträglich ist. Besonders Menschen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes leiden, sollten von einer Fastenkur absehen oder diese nur unter strengster ärztlicher Kontrolle in einer Klinik durchführen.

Heilfasten sollten auch Personen nicht, die das 16. Lebensalter noch nicht erreicht haben. Das gilt ebenso für Personen, die an einer adipösen Erkrankung leiden und für Personen, die bereits 65 Jahre alt sind. Ein besonders großes Risiko besteht für Stillende und Schwangere. Hier sollte von einer Fastenkur rigoros abgeraten werden.



Beispiele und Anwendungen von Fasten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten beim Fasten, die bekannteste Methode ist sicherlich das Heilfasten nach Hildegard von Bingen. Auch hier wird zu Beginn des Heilfastens oder des Fastens eine Darmentleerung durchgeführt, wobei es hierbei durch keine chemischen Mittel erfolgt, sondern durch eine Ingwerzubereitung, die abführend wirken soll.

Danach wird die Ernährung auf Getreideprodukte und Obst sowie Gemüse umgestellt. In dieser Phase können die Fastenden auch leichte Fastensuppen zu sich nehmen, die allerdings basisch sein sollten, um einer Übersäuerung entgegenzuwirken.

Es gibt noch weitere Fastenformen, wie beispielsweise Fasten nach Buchinger, Mayr und Schrott. Viele Verfechter dieser Fastenarten sprechen hier von den eigentlichen Formen beim Fasten, was allerdings nicht bewiesen ist. Im Grunde genommen entsprechen die genannten Formen des Fastens eher einer ausgewogenen Diät.

Weniger bekannt ist das sogenannte Urinfasten. Hierbei wird der eigene Urin vermischt mit Wasser getrunken, um chronischen Leiden entgegenzuwirken. Diese Form des Fastens ist eine sehr umstrittene, dennoch sehr erfolgreiche und effektive Form des Heilfastens. Es kann hierbei zur völligen Ausheilung von Krankheiten kommen.

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