Failed back surgery syndrome (Postdisektomie-Syndrom)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Januar 2015
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Ob Bandscheibenvorfall oder chronische Rückenschmerzen. Die veränderte Wirbelsäule bringt immer wieder Schmerzen mit sich. Eine Möglichkeit ist ein operativer Eingriff. Jedoch stellt sich die Frage, wie sinnvoll dieser ist. Wer nämlich zu früh eine Operation plant, kann durchaus an dem Failed back surgery syndrome (Postdisektomie-Syndrom) erkranken.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Failed back surgery syndrome (Postdisektomie-Syndrom)?

Das Failed back surgery syndrome (Postdisektomie-Syndrom bzw. auch Postnukleotomoie-Syndrom bezeichnet), beschreibt Schmerzen oder etwa weiterführende Beschwerden nach einer Operation an den Bandscheiben oder direkt an der Wirbelsäule. Somit hat der Patient einen Eingriff erlebt, der die Schmerzen lindert, erlebt jedoch nach der Operation häufig intensivere Schmerzen.

Der Begriff leitet sich vom englischen Begriff einer fehlgeschlagenen Operation im Rückenbereich ab. Der Begriff wird auch von Medizinern verwendet. Das Failed back surgery syndrome stellt im Endeffekt eine Komplikation nach einer Operation dar. Dieses Failed back surgery syndrome tritt etwa in 30 Prozent bis 50 Prozent aller Personen auf, die sich einer dementsprechenden Operation unterziehen.

Die Schmerzen sind nach der Operation gelindert, treten jedoch ein paar Tage später erneut wieder auf. Oftmals klagen Patienten sogar über stärkere Schmerzen als vor ihrem Eingriff. Der Schmerz strahlt unter anderem auch in die Leistenregion sowie in die Beine des Patienten aus. Dadurch erlebt der Patient oftmals auch eine Bewegungseinschränkung.

Ursachen

Die Ursachen für das Failed back surgery syndrome (Postdisektomie-Syndrom) sind unterschiedlich. Grundsätzlich gehen Mediziner davon aus, dass Patienten sich zu früh für die Operation entscheiden. Das bedeutet, sie warten diverse andere Behandlungsmethoden nicht ab. Inwiefern der Mediziner die Schuld am Failed back surgery syndrome trägt, ist nicht bestätigt. Schlussendlich muss dieser jedoch dem Patient aufklären, dass eine Komplikation in Form des Failed back surgery syndrome möglich ist.

Ebenfalls gibt es eine weitere Ursache und Möglichkeit für das Failed back surgery syndrome. Entfernt der Mediziner ein ausgetretenes Stück Bandscheibe, kann eine Überbelastung der Wirbelsäule das Failed back surgery syndrome auslösen. Hier klagt der Patient vorwiegend über Schmerzen unterhalb sowie oberhalb der Wirbelsegmente. Ebenfalls kann eine ungewünschte Narbenbildung oder auch eine Entzündung im Bereich des Eingriffs ein Failed back surgery syndrome auslösen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome des Failed back surgery syndrome:

Patienten mit einem Failed back surgery syndrome klagen über starke Rückenschmerzen sowie stechende Schmerzen. Viele Patienten klagen des Weiteren über Gefühlsstörungen sowie Muskelschwäche und Lähmungserscheinungen sowie einen ausstrahlenden Schmerz im Bereich der Beine und der Leistenregion.

Der Verlauf der Schmerzen nimmt oftmals eine chronische Entwicklung. So richtet sich das Hauptaugenmerk bei der Behandlung immer wieder auf die gezielte Schmerztherapie zur Linderung des Failed back surgery syndrome. Ein klassisches Verlaufsende des Failed back surgery syndrome: Der Dauerschmerz.

Diagnose

Der Mediziner diagnostiziert das Failed back surgery syndrome mittels der bildgebenden Verfahren in Form von MRT – Magnetresonanztomographie - sowie des CT – Computertomographie. Ebenfalls ist es wichtig, bevor die Diagnose Failed back surgery syndrome gestellt wird, weitere Behandlungsmöglichkeiten nach der Operation zu probieren. Schlussendlich bedeuten Schmerzen nach einer Rückenoperation nicht immer automatisch, dass der Patient an dem Failed back surgery syndrome leidet.

Behandlung

Bei der Behandlung des Failed back surgery syndrome achtet der Mediziner in erster Linie darauf, dass er den Schmerz des Patienten lindert. Gleichzeitig versucht er etwaige Bewegungseinschränkungen zu minimieren. Der Patient erhält physiotherapeutische Behandlungen, welche die Schmerzen lindern und die Beweglichkeit erhöhen. In erster Linie handelt es sich um Krankengymnastik sowie auch um die Stimulation der Nerven mittels transkutaner elektrischer Stimulation.

Bei der Krankengymnastik erhält der Patient Anweisungen des Therapeuten. Hier soll die Rückenmuskulatur gestärkt werden. Ebenfalls gibt es spezielle Übungen, welche die Schmerzen des Failed back surgery syndrome lindern. Vor allem lernt der Patient auch diverse Fehlhaltungen und Fehlbildungen der Wirbelsäule zu vermeiden. Mittels der Elektrostimulation wird ebenfalls eine Schmerzlinderung erzielt.

Ebenfalls greifen viele Mediziner auf die Möglichkeit der Akupunktur oder auch der Schmerzlinderung mittels Injektionen zurück. Je nachdem, wie intensiv der Schmerz und wie schnell der Verlauf der Krankheit ist, gibt es spezielle Behandlungen. In erster Linie handelt es sich aber nicht um die Heilung des Failed back surgery syndrome, sondern um die Lindern der Symptome. Vor allem muss der Mediziner oder Therapeut dem Patienten erklären, wie er mit dem Dauerschmerz umgeht.

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Vorbeugung

Eine Vorbeugung des Failed back surgery syndrome ist möglich und auch äußerst wichtig. In erster Linie sollte der Patient alle möglichen Behandlungsmöglichkeiten bei auftretenden Rückenschmerzen ausschöpfen. Nur wenn es keine Behandlungsmöglichkeit mehr gibt, ist eine Operation sinnvoll und ratsam. Auch eine Behandlung mit Medikamenten lindert die Probleme und sorgt dafür, dass eine Operation aufgeschoben oder verhindert wird.

Die Operation gilt als letzter Ausweg und ist nur dann in Betracht zu ziehen, wenn alle Behandlungsmethoden erfolglos durchgeführt wurden. Bei einer zu früheren Veranlassung der Operation stehen die Chancen gut, dass der Patient unter dem Failed back surgery syndrome leidet und für sein Lebensende Schmerzen hat.

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