Fahrradhelme - Worauf es beim Kauf ankommt

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. August 2014
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Ein Fahrradhelm kann das Leben retten. Doch nur, wenn er richtig passt. Wie findet man aber die richtige Größe und Passform, wie lange hält so ein Fahrradhelm und was taugen die Discounter-Angebote?

Inhaltsverzeichnis

Wie findet man die richtige Größe?

Je nach Kopfumfang, gibt es verschiedene Größen für Helme. Um die richtige zu finden, muss der Helm zunächst aufgesetzt werden, der Kinngurt sollte jedoch noch offen bleiben. Mithilfe der Passriemen kann die Feinabstimmung vorgenommen werden. Nun den Kopf hin und her bewegen. Der Helm sollte nicht drücken, wackeln oder irgendwo einschneiden.

Fachhändler oder Discounter?

Qualität und richtige Passform des Fahrradhelms sind entscheidend für die Sicherheit.

Oft hilft auch eine Beratung im Fachladen, um die Feineinstellungen vom Experten übernehmen zu lassen. Er kann auch bei der richtigen Kinnriemenlänge helfen, ebenso wie bei der Wahl eines eher wärmenden oder luftigen Helmes.

Den Helm umgibt außen in der Regel eine Kunststoffhülle. Darin wird eine Hartschaumschicht gepresst. Diese Schicht ist es auch, die die Stöße abfedert und so bei einem Sturz den Kopf schützt.

Die äußere Kunststoffhülle ist an die Nutzung angepasst. Für Rennradfahrer, Mountainbiker oder Alltagsradler im Stadtverkehr gibt es unterschiedliche Varianten. Um die richtige zu finden, kann der Fachhändler helfen.

Kaufen Sie den Fahrradhelm günstig im Discounter, entfällt solch eine Beratung natürlich. Das birgt das Risiko, nicht den passenden Helm zu kaufen. Denn meist gibt es nur ein Modell, das in unterschiedlichen Größen angeboten wird.

Findet man nicht die richtige Passform für sich, reduziert dies die Sicherheit des Helms. Grundsätzlich muss auch darauf geachtet werden, ob Helme aus dem Discounter das schwarz-weiße CE-Prüfzeichen tragen. Nur dann entsprechen sie auch den Sicherheitskriterien der EG-Richtlinien.

Was hält ein Fahrradhelm aus?

Damit der Helm zuverlässig vor Stößen schützt, sollte er auch erst einen solchen erleiden, wenn tatsächlich mal ein Unfall passiert. Fällt der Helm mal vom Tisch herunter, hält er dies grundsätzlich aus, nicht jedoch wenn er aus großer Höhe auf einen harten Boden fällt. Dann können Quetschungen und Haarrisse entstehen und die Sicherheitsleistung ist im Ernstfall nicht mehr gegeben. Auch große Unterschiede in den Temperaturen oder Witterungseinflüsse verringern die Haltbarkeit. Hersteller raten daher, sich nach etwa fünf Jahren einen neuen Radhelm zuzulegen, spätestens aber nach einem Sturz.

Helmpflicht oder nicht?

Die Helmpflicht wird aktuell heiß diskutiert. Fakt ist, der Helm kann den Unfall selbst natürlich nicht verhindern. Das geht nur durch umsichtiges Fahren des Radfahrers selbst, aber und vor allem auch rücksichtsvolles Fahren von Autofahrern.

Denn eine Kollision zwischen Auto- und Radfahrer ist die häufigste Unfallursache. Kopfverletzungen haben oft fatale Folgen für den Radfahrer. Ein Helm könnte insbesondere das Risiko schwerer Schädelverletzungen deutlich verringern.

Da eine strikte Helmpflicht dazu führen würde, dass viele Menschen das Fahrrad ganz stehen lassen würden, hat sie viele Gegner. Nichtsdestotrotz bringt der Helm natürlich mehr Sicherheit, wenn dann doch mal etwas passiert. Er ist daher besonders für schwächere Menschen wie Ältere oder Kinder hilfreich.

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