Erdbeeren

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. April 2016
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Die Erdbeere wird als Königin der Beeren angesehen. Darüber hinaus ist die leckere rote Frucht sehr gesund.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Erdbeeren wissen

Bei der Erdbeere (Fragaria) handelt es sich um eine Gattung, die zur Unterfamilie der Rosoidae gehört. Diese zählt wiederum zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Kulinarisch geschätzt wurde die delikate rote Frucht von den Menschen bereits in der Steinzeit. Bis zur Einführung der Gartenerdbeere dauerte es jedoch noch bis ins 18. Jahrhundert. Aus botanischer Sicht gehört die Erdbeere nicht den Beeren an, obwohl sie die Bezeichnung Beere trägt. Stattdessen wird sie von den Botanikern als Sammelnussfrucht eingestuft.

Bei der Erdbeere handelt es sich um eine mehrjährige krautige Pflanze. Je nach Sorte fällt die Färbung ihrer Früchte rot oder dunkelrot aus. Deren Form ist meist oval oder spitz. Allein in Deutschland kommen ungefähr 1000 verschiedene Erdbeersorten vor, was aber nur für Gartenfreunde von Bedeutung ist, die diese Früchte selbst züchten.

Aus kulinarischer Sicht gehört die Erdbeere zu den beliebtesten Früchten, weswegen sie auch zur Königin der Beeren gekürt wurde. So verzehren die Deutschen jedes Jahr durchschnittlich etwa drei Kilogramm der roten Früchte. Ihren intensiven fruchtigen Geschmack verdankt die Erdbeere ihrem hohen Gehalt an Fruchtsäuren, Aromastoffen und Fruchtzucker.

In Deutschland verläuft die Erdbeersaison von Ende Mai bis August. Ab März/April können die roten Beeren aber auch schon aus der Mittelmeerregion und Israel bezogen werden. Allerdings fällt deren Geschmack nicht so süß aus wie der der einheimischen Erdbeeren. So werden von den deutschen Anbietern Erdbeersorten angebaut, die einen aromatischeren Geschmack aufweisen.

Entwickelt hat sich die heutige Erdbeere aus der großen Chile-Erdbeere sowie der kleineren Scharlach-Erdbeere. Diese Beerenarten wurden im 18. Jahrhundert in Amerika von Siedlern entdeckt und gelangten nach Europa. In Holland kam es dann 1750 zur Bildung der heute noch verwendeten Gartenerdbeere (Fragaria x ananassa), die durch eine zufällige Kreuzung aus Scharlach-Erdbeere und Chile-Erdbeere entstand.

Die meisten der etwa 20 Erdbeerarten sind auf der Nordhalbkugel der Erde heimisch und kommen in gemäßigten Klimaregionen vor. Lediglich eine Art ist in Chile zuhause.

Bedeutung für die Gesundheit

Erdbeeren schmecken nicht nur köstlich, sondern sind auch gesund. So befindet sich in ihnen mehr Vitamin C als in Zitronen und Orangen. Wer also regelmäßig Erdbeeren verzehrt, lebt gesünder. Da die Früchte fast keinerlei Fett enthalten, wirkt sich dies außerdem positiv auf die Figur aus.

In den Erdbeeren kommt auch eine Vielzahl an Antioxidantien vor. Diese haben die Eigenschaft, freie Radikale im Körper zu bekämpfen, denen eine schädliche Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt wird. Die enthaltenen Phenolsäuren Ellagsäure und Ferulasäure gelten als wirkungsvolle Krebshemmer. Ferner haben die Phenolsäuren einen vorbeugenden Effekt auf Arterienverkalkung, Infarkte und Thrombosen.

Da die Erdbeere zudem über einen hohen Gehalt an Eisen verfügt, wird sie als günstig bei der Behandlung von Blutarmut (Anämie) eingestuft. Das ebenfalls enthaltene Kalium wirkt sich wiederum positiv auf die Funktionen der Nieren aus. Mithilfe von Erdbeeren lässt sich der Organismus entwässern und entschlacken. Aus diesem Grund wird der Genuss der köstlichen Beeren Menschen, die unter Rheuma und Gicht leiden, sogar ärztlich empfohlen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Wie bereits erwähnt, gehört reichlich Vitamin C zu den Inhaltsstoffen der Erdbeere. Weitere wichtige Bestandteile sind Kalzium, Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor und Folsäure. Ferner kommen sekundäre Pflanzenstoffe in ihnen vor.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 32 kcal/ 134 kj
Eiweiß 0,80 g
Kohlenhydrate 5,50 g
Fett 0,40 g
Wasser 89,80 g
Ballaststoffe 2,00 g
Vitamin B3 500 µg
Vitamin E 120 µg

Unverträglichkeiten

Obwohl die Erdbeere grundsätzlich gesund ist, können einige Menschen empfindlich auf die Frucht reagieren. So ruft sie bei ihnen allergische Reaktionen wie Juckreiz, Brennen im Rachen oder auf der Mundschleimhaut, Quaddelbildung, Übelkeit, Magenschmerzen und Verdauungsprobleme hervor. Im schlimmsten Fall sind bei einer Erdbeer-Allergie Atemnot und sogar ein anaphylaktischer Schock möglich.

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Einkaufs- und Küchentipps

Sollen die Erdbeeren einen angenehm süßen Geschmack aufweisen, empfiehlt sich ihr Kauf erst während der Saison. Eine wichtige Rolle spielt der richtige Erntezeitpunkt auch, weil die Erdbeere nicht nachreifen kann. Ist die Frucht jedoch noch nicht komplett ausgereift, schmeckt sie fade. Als vollreif gelten die Erdbeeren, wenn sich ihre Kelchblätter problemlos ablösen lassen. Darüber hinaus dürfen sie keinen Schimmel oder Druckstellen aufweisen.

Weil die Erdbeeren überaus empfindlich auf Druck, Kälte und Nässe reagieren, sollten sie rasch nach ihrem Einkauf verzehrt werden. Im Kühlschrank beträgt ihre Haltbarkeit ein bis zwei Tage.

Zubereitungstipps

Erdbeeren lassen sich mit zahlreichen Gerichten ausgezeichnet kombinieren. Außerdem eignen sie sich als Marmelade, Tortenbelag, für Obstsalate, als Beilage für ein Eisdessert sowie als Kaltschale oder Fruchtsauce.

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