Erbrechen beim Kind

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. November 2016
Gesundpedia.deSymptome Erbrechen beim Kind

Erbrechen beim Kind kommt häufiger als bei Erwachsenen vor, da sie auf externe Einflüsse oft empfindlicher reagieren. So sind Magen-Darm-Probleme wie Durchfall und Erbrechen in den ersten Jahren nicht ungewöhnlich. Hausmittel können Abhilfe verschaffen, einen Arztbesuch jedoch nicht ersetzen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Erbrechen beim Kind?

Erbrechen äußert sich durch das Ausspucken vom Mageninhalt. Die gegessenen Speisen treten über den Mund hervor. Dabei handelt es sich bei Erbrechen nicht um eine eigenständige Erkrankung. Stattdessen weist das Symptom auf eine andere zugrunde liegende Ursache hin. Ob ein Arzt aufgesucht werden muss hängt von den Umständen wie Dauer des Zustandes und Begleiterscheinungen ab. Wenn die Ursache nicht eindeutig zugeordnet werden kann, sollten Kinder immer untersucht werden.

Ursachen

Ausgelöst wird das Erbrechen durch bestimmte Signale im Gehirn. Diese sorgen dafür, dass sich Zwerchfell, Bauchwand und Magen zusammenziehen, der Inhalt gleitet über die Speiseröhre in den Mund. Der Verlust von Wasser und Salz kann bei Kindern gefährlich werden. Die Ursachen von Erbrechen sind vielfältig. Weil der Magen von Kindern noch sehr empfindlich ist, kann es schnell zum Erbrechen kommen. So löst beispielsweise die Aufnahme von verdorbenen oder verunreinigten Lebensmittel die Beschwerden aus.

Der Organismus möchte die Stoffe aus dem Körper schleusen. Des Weiteren kann eine Infektion nicht ausgeschlossen werden. Meistens handelt es sich bei den Erregern um Viren oder Bakterien. In einigen Fällen werden Speiseröhrenerkrankungen, Darmverschluss oder Magengeschwüre diagnostiziert. Diese treten bei Kindern jedoch selten auf. Oft sind Unverträglichkeiten oder Infektionen an den Symptomen schuld.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Bei der Diagnose sind die Angaben der Eltern bedeutsam. So sollte der bisherige Verlauf der Erkrankung geschildert werden. Neben der Häufigkeit des Erbrechens sind weitere Symptome und externe Umstände zu nennen. Zu diesen gehört beispielsweise ein Unfall oder ein Schlag auf den Kopf des Kindes. Zur Verifizierung greifen Ärzte zu verschiedenen Maßnahmen wie Tests auf Unverträglichkeiten, Stuhlprobe, Ultraschall oder Magenspieglung.

Der Verlauf des Erbrechens hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Eine Infektion durch eingedrungene Viren oder Bakterien lässt sich in der Regel gut heilen. Nach dem Arztbesuch erhält das Kind Medikamente, die zur zügigen Genesung beitragen und unter Umständen die Übelkeit lindern. Normalerweise verschwinden die Beschwerden nach einigen Tagen. Weil das Virus ansteckend sein kann, sollte der Umgang mit dem erkrankten Kind mit Vorsicht erfolgen.

Eine Vergiftung durch Lebensmittel kann unterschiedlich ausfallen. So ist bei Salmonellen eine medizinische Behandlung erforderlich. Langfristige Folgen sind jedoch nicht zu erwarten. Erbrechen kann von weiteren Erscheinungen begleitet werden. Zu diesen gehört beispielsweise Durchfall, Fieber,Unwohlsein (allgemein) und Schüttelfrost. Erbrechen in Kombination mit Bauchschmerzen, Fieber oder Durchfall sollte von einem Arzt untersucht werden.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Besonders wichtig bei Kindern ist der Ausgleich des Flüssigkeitsverlust. Wird der Mangel nicht ausgeglichen, kann der Körper vertrocknen. Deswegen ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder regelmäßig zum Trinken animieren. Vorzugsweise sollte Wasser oder Tee getrunken werden. Die verlorenen Mineralstoffe lassen sich durch das Hinzufügen von Zucker und etwas Salz ausbalancieren.

In den ersten vier Stunden nach dem Erbrechen ist die Flüssigkeit in kleinen Schlücken zu reichen. Lehnt das Kind die Aufnahme von Wasser und Tee vehement ab, muss ein Arzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen wird dem betroffenen Kind eine Infusion gelegt. Bei der Wahl des Tees sollte auf Kräuter gesetzt werden, welche sich beruhigend auf den Magen auswirken. Zu diesen gehören zum Beispiel Kamille oder Fenchel. Eltern sollten ihre Kinder während des Erbrechens beruhigen und beaufsichtigen.

Ein kühles Tuch auf dem Kopf reduziert Übelkeit und Schwindel. Nach dem Erbrechen kann der Mund mit Wasser oder Tee ausgebspült werden. Liegt eine Infektion mit Salmonellen vor, greifen Ärzte unter Umständen zu Antibiotika. Diese werden vor allem bei dem gleichzeitigen Auftreten weiterer Beschwerden verschrieben. Weil Antibiotika die Darmflora zerstören und das Risiko einer Resistenz aufweisen, kommen sie ebenfalls bei einer Magen-Darm-Grippe nur im Notfall zum Einsatz.



Vorbeugung

Erbrechen bei Kindern kann teilweise vorgebeugt werden. Zentral ist die alltägliche Hygiene, um die Ansteckung mit Viren zu vermeiden. Nach dem Toilettengang sollten sich prinzipiell die Hände gewaschen werden. Dasselbe gilt vor der Einnahme einer Mahlzeit. Kindergarten und Schule stellen oft eine hohe Ansteckungsgefahr dar, sobald ein Kind erkrankt ist.

Ein starkes Immunsystem kann das Risiko einer Erkrankung eventuell senken. Eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung unterstützen das körpereigene Abwehrsystem.

Vor allem bei Kindern ist auf die Gabe unverdorbener Lebensmittel zu achten. Existieren Unverträglichkeiten, so sind die betroffenen Speisen aus dem Ernährungsplan zu streichen.

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