Entzündete Augen (Bindehautentzündung) beim Hund

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. September 2016
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Viele Hundehalter haben schon einmal Erfahrung mit einem wässrigen und eitrigen Ausfluss aus dem Auge seines Hundes gemacht. Hier kann es sich um eine Bindehautentzündung handeln und dem Hund starke Schmerzen bereiten. Aus diesem Grund sollte eine ärztliche Untersuchung stattfinden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Bindehautentzündung beim Hund?

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Eine Entzündung der Augen beim Hund ist eine der häufigsten Augenkrankheiten. Hierbei kommt es zu einer Entzündung der Bindehaut und kann als einzelne Erkrankung auftreten. Häufiger ist die Bindehautentzündung bei Hunden aber als Begleitsymptom bei trockenen Augen, bei Lidveränderungen oder auch anderen Infektionskrankheiten zu sehen.

Ursachen

Die häufigste Ursache für eine Entzündung der Augen beim Hund ist die Zugluft. Aber auch Staub und andere Fremdkörper sind bei Hunden keine Seltenheit.

Des Weiteren ist in diesem Zusammenhang immer an eine mögliche Infektion mit Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten zu denken. Zudem kann auch eine allergische Reaktion der Auslöser für eine Entzündung der Augen sein.

Eine Sonderform der Entzündung der Augen ist eine chronische Bindehautentzündung. Dies ist besonders bei jungen Hunden anzutreffen und wird durch kleine Lymphknoten auf der Rückseite der Nickhaut verursacht.

Eine weitere Sonderform der Entzündung der Augen ist eine trockene Hornhaut-Bindehautentzündung. Hier produzieren die Tränendrüsen nicht mehr ausreichen Flüssigkeit und es kommt durch Reibung zu einer Entzündung.

Des Weiteren kann auch die Augenform spezieller Hunderassen eine Entzündung der Augen begünstigen. Die Bindeentzündung beim Hund kann hier auf eine zu kleine oder große Lidspalte oder Haare am Lidrand zurückzuführen sein.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Bindehautentzündung beim Hund:

  • rote Augen
  • tränende Augen
  • Juckreiz am Auge des Hundes

Eine Bindehautentzündung kann ein Auge oder beide Augen des Hundes betreffen. Das Auge ist dabei rot und tränt meist sehr stark. Zudem kann man seinem Hund anmerken, dass dieses juckt. Das Kratzen und Reiben mit den Pfoten sollte allerdings versucht werden zu unterbinden. Hingegen ist der wässrige und eitrige Ausfluss, der sich auf Grund der Entzündung des Auges beim Hund bildet, regelmäßig zu entfernen. Eine Entzündung der Augen ist für den Hund meist sehr schmerzhaft. Dies zeigt sich durch ein häufiges Blinzeln und einer starken Berührungsempfindlichkeit. Nur in schweren Fällen schwillt das Auge bei einer Entzündung beim Hund an.

Diagnose

Bei einer Diagnose der Bindehautentzündung greift der Tierarzt zunächst auf die Schilderungen des Hundehalters zurück. Im Anschluss wird ein sogenannter Schirmer- Tränentest durchgeführt. Hierbei wird gemessen, ob die Produktion von Tränen normal verläuft oder gestört ist.

Wenn ein Fremdkörper für die Entzündung ursächlich ist, kann dieser durch ein Stülpen des Lides nach außen gut erkannt und sofort entfernt werden. Zudem kann ein Abstrich vom betroffenen Auge bei der Findung der Ursache helfen. Häufig wird zur Überprüfung der Funktionstätigkeit des Tränenkanals eine grünliche Lösung, Fluoreszein, in das Auge geträufelt. Kommt diese nach einiger Zeit durch die Nase des Hundes wieder zum Vorschein, so ist der Tränenkanal in Ordnung. Nach Erhalt der Testergebnisse kann der Arzt eine sichere Diagnose einer Bindehautentzündung beim Hund stellen.

Wann zum Tierarzt?

Grundsätzlich ist es immer ratsam Beschwerden des Tieres von einem Tierarzt abklären zu lassen. Dies gilt auch bei einer möglichen Entzündung der Augen. Nur so können Folgeschäden vermieden werden. Dies gilt besonders dann, wenn sich ein Fremdkörper im Auge des Hundes befindet. Dieser muss schnell entfernt werden, um einer Entzündung des Auges zu umgehen.

Behandlung

Die Behandlungsmethode der Entzündung der Augen beim Hund richtet sich nach der jeweiligen Ursache der Entstehung. Wenn nur eine leichte Reizung der Augen vorliegt, können pflanzliche Augentropfen helfen. Hier wird von Ärzten die Anwendung von Augentrost empfohlen.

Bei einer Entzündung der Augen des Hundes durch Staub oder Fremdkörper werden dem Tier entzündungshemmende Salben verschreiben, die täglich angewendet werden müssen. Eine bakterielle Infektion wird hingegen mit Antibiotika ebenfalls in Form von Salben oder auch Tropfen behandelt.

Antimykotika kommen bei einer Entzündung der Augen durch Pilze in Frage und für die Ursache von Parasiten werden Antiparasitika eingesetzt. So kann eine Augenentzündung mit unterschiedlichen Ursachen meist auf demselben Weg behandelt werden. Nur bei dem Auslösen durch eine allergische Reaktion kann eine zusätzlich stattfinde Hyposensibilisierung die Heilung der Entzündung der Augen beim Hund erzielen.



Vorbeugung – Was kann der Halter tun?

Als Halter des Hundes kann man einer Entzündung der Augen sehr gut vorbeugen. Hierzu sollte man sein Tier immer genau beobachten. Ein Stehen in Zugluft sollte vermieden werden. Des Weiteren empfiehlt sich ein regelmäßiges Auswaschen der Augenwinkel beim Hund. Hierzu sollte man stets lauwarmes Wasser verwenden. So können Staub und andere Fremdkörper einfach entfernt werden. Bei einer Fehlstellung des Lides, durch das eine Entzündung der Augen immer wieder neu entsteht, kann man als Halter nur wenig machen. Hier ist auf Dauer eine Operation notwendig.

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