Enteritis

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. Dezember 2014
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An einer Enteritis (umgangssprachlich: Darmentzündung) leiden viele Menschen aller Altersgruppen. Es handelt sich dabei um entzündliche Vorgänge im Darm. Die Enteritis tritt dabei nicht nur einmal, sondern meist häufiger im Leben auf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Enteritis?

Bei der Enteritis (Darmentzündung) handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Darms, die in den meisten Fällen vor allem den Bereich des Dünndarms betrifft.

Von einer Gastroenteritis spricht man dann, wenn auch der Magen in die Entzündung des Dünndarms einbezogen ist. Ist auch der Dickdarm betroffen, wird in der Medizin von einer Enterokolitis gesprochen. Die Enteritis kann sowohl akut und chronisch sowie infektiös und nicht infektiös verlaufen.

Ursachen von Enteritis

Verschiedene Auslöser (Mikroorganismen) wie Bakterien, Viren, tierische Parasiten oder auch Pilze sind in der Regel für eine aktue Enteritis verantwortlich. So können bei einer akuten zum Beispiel Salmonellen oder auch Pilze ursächlich sein. Vor allem bei Patienten mit einer schlechten Immunabwehr sind derartige Pilze oft die Ursache der Enteritis.

Es ist außerdem möglich, dass eine solche Erkrankung die Folge einer Krebsbehandlung ist, wenn diese in Form von Strahlen- oder Chemotherapie erfolgt ist. Auch {Allergene kommen als mögliche Ursache in Betracht.

Die chronische Enteritis wird in der Fachsprache auch als Morbus Crohn bezeichnet. Sie hat in diesem Zusammenhang genetische Defekte, eine Überforderung der Psyche oder auch andere Auslöser, die noch nicht erforscht sind, als Ursache.

Symptome und Verlauf von Enteritis

Typische Symptome von Enteritis:

Zu den typischen Symptomen einer Enteritis gehören unter anderem Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Bauch- und Magenschmerzen, Fieber, Schwindel, Appetitlosigkeit und ein allgemeines Schwächegefühl. Dabei treten die einzelnen Symptome der Enteritis immer abhängig von der Ursache sowie der körperlichen Verfassung der Patienten auf. Die Dauer und auch die Stärke sind dabei sehr unterschiedlich.

Die klassischsten Beschwerden sind wohl Übelkeit, die oft mit Erbrechen und krampfartigen Schmerzen im Darm- und Bauchbereich einhergeht. Gepaart sind die Schmerzen in aller Regel mit Durchfall, der immer ein Anzeichen für die Entzündung des Darms ist. Patienten können im weiteren Verlauf auch unter Fieber und einem allgemeinen Schwächegefühl leiden.

Oft geht die Enteritis aufgrund des hohen Flüssigkeitsverlusts auch mit Kreislaufproblemen aufgrund einer so genannten Dehydration (Austrocknung) einher. Deshalb ist die Behandlung der Enteritis sehr wichtig, da ansonsten ein Kreislaufkollaps mit lebensbedrohlichen Zuständen möglich ist. Gerade bei geschwächten Patienten (z. B. AIDS-Patienten) sowie bei älteren Menschen und Kindern ist eine schnelle Behandlung der Beschwerden von besonderem Erfordernis.

Behandlung von Enteritis

Die Diagnose der Enteritis wird anhand einer Anamnese über den bisherigen Krankheitsverlauf und der Symptome. Unter Umständen wird der Arzt auch eine Stuhlprobe nehmen, um zu kontrollieren, welcher Erreger für die Erkrankung verantwortlich ist. Die Untersuchung des abgegebenen Stuhls wird in der Regel von einem Labor durchgeführt.

Meist dauern die Beschwerden einer Enteritis nur wenige Tage an, so dass eine genaue Bestimmung des Erregers unter Umständen schwierig wird. Deshalb kann es auch sinnvoll sein, wenn Angaben zu eingenommen Lebensmitteln oder möglichen Auslandsreisen gemacht werden können. Meist kann so schon eine bestimmte Erregerart von vornherein ausgeschlossen.

Wenn eine Enteritis behandelt werden soll, ist vor allem die Linderung der Symptome wichtig. In der Regel werden dafür Medikamente – meist entsprechende Antibiotika – eingesetzt. Aber auch eine entsprechende Diät sowie die Zufuhr mineralhaltiger Flüssigkeit verhelfen zu einer schnellen Heilung. Sinnvoll ist auch der Einsatz von Medikamenten zur Linderung des Durchfalls.

Gerade bei Patienten, die aufgrund von anhaltendem Erbrechen und starkem Durchfall so geschwächt sind, dass sie weder essen noch trinken können, ist oft eine Infusion mit Elektrolyt-Lösungen notwendig. In einigen Fällen müssen bei Kreislaufproblemen auch stabilisierende Medikamente verabreicht werden. Auch einer Thrombose oder Embolie sollte möglichst mit entsprechenden Medikamenten vorgebeugt werden.

Bei Patienten an Morbus Crohn – also der chronischen Enteritis – leiden, werden mit einer entsprechenden Therapie die schubweise auftretenden Symptome gelindert. Dabei kommen Medikamente sowie eine gleichzeitige diätische Kost in Frage. Auch der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel kann hier bei der Therapie notwendig werden.

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Vorbeugung von Enteritis

Es gibt bei einer Enteritis viele vorbeugende Maßnahmen, die dazu verhelfen, Durchfall und Erbrechen zu vermeiden. So sind vor allem hygienische Maßnahmen besonders wichtig. Dies gilt nicht nur für den Gang zur Toilette, sondern auch im Zusammenhang mit dem möglichen Befall von Lebensmitteln durch Pilze und andere Mikroorganismen.

Wer mit einer erkrankten Person Kontakt hatte, sollte die allgemeinen Hygienemaßnahmen beachten und auch spezielle Vorschriften bei der Desinfektion einhalten. Auch der richtige Umgang mit Lebensmittel ist zur Vorbeugung einer Enteritis wichtig. Hier sollte darauf geachtet werden, dass vor allem besondere Lebensmittel wie rohes Fleisch oder auch roher Fisch möglichst nicht mit keimbelasteten Lebensmitteln in Berührung kommen und nach dem Kauf auch so schnell wie möglich aufgebraucht werden. Wer die wichtigsten Hygienemaßnahmen befolgt, kann sich gut vor einer Enteritis und ihren Folgen schützen.

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