Englische Wasserminze

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. Februar 2016
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Bei der Englischen Wasserminze handelt es sich um eine Minzart, die aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) stammt. Sie kommt meist an Ufern oder auf Feuchtwiesen vor. Die Englische Wasserminze verströmt einen intensiven Duft nach Menthol oder Minze.

Inhaltsverzeichnis

Definition und Vorkommen

Die Englische Wasserminze wird als Heilpflanze u.a. bei Verdauungsbeschwerden oder Migräne eingesetzt.

Die Englische Wasserminze ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu einem halben Meter erreichen kann. Ihre Blätter haben eine längliche, sehr schmale Form. Der Wurzelstock treibt unterirdisch oder im Wasser Ausläufer.

Die Englische Wasserminze hat blaue, violette oder weiße Blüten und blüht im Zeitraum zwischen Juni und September. Dabei sitzen die Blüten direkt am Stängel der Pflanze.

Heimisch ist die Pflanze in Südwesteuropa und dem nordwestlichen Teil Afrikas. Die Englische Wasserminze gedeiht ideal in feuchten und sumpfigen Böden und bevorzugt einen halbschattigen bis sonnigen Standort. In der Heilpflanzenkunde werden die Blätter und das ätherische Öl der Englischen Wasserminze verwendet.

Minzen sind generell Heilpflanzen mit langer Tradition. So hat auch die Englische Wasserminze seit der Antike einen festen Platz in der Naturheilkunde. Selbst im Neuen Testament wird das Gewächs erwähnt. Bei den Druiden war die Englische Wasserminze eine heilige Pflanze und bei den Kelten galt sie als Glückssymbol und sollte Reichtum bringen.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Dosierung

Die Englische Wasserminze enthält zahlreiche medizinisch relevante Wirkstoffe, wie etwa Menthol, ätherische Öle, Limonen und Gerbstoffe. Für eine innerliche dauerhafte Anwendung ist die Englische Wasserminze aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe nicht geeignet, da die Gefahr einer Schädigung der Leber besteht. Wenngleich das Öl der Englischen Wasserminze in der altertümlichen Heilkunde auch für die innere Anwendung verwendet wurde, sollte darauf verzichtet werden.

Stattdessen sollte das Öl nur äußerlich eingesetzt werden, etwa in Form von Salben. Keinesfalls darf das Öl der Englischen Wasserminze jedoch bei Babys oder Kleinkindern zum Einsatz kommen, da im schlimmsten Fall das Risiko eines Atemstillstands besteht. Ein Tee aus Englischer Wasserminze bietet sich an, um von den gesundheitsfördernden Wirkstoffen der Pflanze zu profitieren. Zur richtigen Dosierung eines solchen Tees werden zwei Teelöffel mit getrockneten Blättern Englischer Wasserminze mit einer Tasse heißem Wasser übergossen und ungefähr fünf Minuten bedeckt ziehen gelassen.

Anschließend wird der Tee abgeseiht. Das Getränk verschafft Linderung bei diversen Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwäche und Fieber. Das Öl der Englischen Wasserminze eignet sich für andere Anwendungsbereiche. Vermischt mit einigen Tropfen Essig, stellt es ein wirksames Mittel zum Gurgeln gegen Mundgeruch dar. Hierbei ist darauf Acht zu geben, dass das Öl der Englischen Wasserminze nicht verschluckt wird.

Zudem kann es als Badezusatz eingesetzt werden und der Erfrischung und Stärkung dienen. Auch kann das Öl auf schmerzende Gelenke gerieben werden. Ebenso wirkt es bei Verspannungen im Nacken, Herzklopfen und Schwindel. Darüber hinaus besitzt die Englische Wasserminze insektenabweisende Eigenschaften und eignet sich demzufolge als natürliches, pflanzliches Repellent.

Da keine ausreichenden wissenschaftlichen Untersuchungen existieren, sollte die Englische Wasserminze nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit verwendet werden. Ebenso muss bei allergischen Reaktionen auf einen der enthaltenen Wirkstoffe sowie bei Lebererkrankungen auf eine Anwendung der Englischen Wasserminze verzichtet werden.

Wogegen hilft die Englische Wasserminze?

Bedeutung für die Gesundheit

Die Englische Wasserminze kann zur unterstützenden und begleitenden Behandlung zahlreicher gesundheitlicher Beschwerden zum Einsatz kommen. So kann die Pflanze bei Kopfschmerzen und Migräne Abhilfe verschaffen, ebenso bei Müdigkeit. Andererseits soll die Englische Wasserminze sich auch förderlich bei Schlaflosigkeit auswirken. Darüber hinaus kann sie bei Seekrankheit und allgemeiner Reiseübelkeit angewendet werden.

Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Verdauung stehen, stellen ein weiteres potentielles Anwendungsgebiet dar, vor allem Übelkeit und Brechreiz. Bei Insektenstichen sollte die Englische Wasserminze in Form einer Kräuterpaste eingesetzt werden. Diese bewirkt eine Betäubung des Stichs und der damit eventuell verbundenen Schmerzen oder Missempfindungen und kühlt die betroffene Stelle. Dafür werden frische Blätter der Englischen Wasserminze zerdrückt und im Bereich der Einstichstelle auf die Haut aufgetragen. Eine Verbesserung ist augenblicklich zu spüren.

Ebenso kann das ätherische Öl tropfenweise auf ein Tuch gegeben und bei Erkältungen durch Inhalation aufgenommen werden. Auch in der Aromatherapie findet das Öl der Englischen Wasserminze Verwendung. Weil sich der Duft der Pflanze sowie des Öls sowohl auf die Klarheit des Denkens als auch die Konzentration förderlich auswirkt, bietet sich eine Verwendung bei Müdigkeitserscheinungen und Gedächnisschwäche an. Da das Öl der Englischen Minze eine ermunternde und erfrischende Wirkung besitzt, sollte auf eine Anwendung am Abend verzichtet werden.

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