Einseitige Halsschmerzen (links oder rechts)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. November 2016
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Zwei- bis dreimal im Jahr werden die meisten Erwachsenen aufgrund einer Erkältung von Halsschmerzen heimgesucht, welche oft auch als einseitige Halsschmerzen auftreten. Plötzlich kratzt es im Hals, der Körper fühlt sich schlapp und merkt, dass sich eine Erkältung ausbreitet. Folglich treten Gliederschmerzen, Schluckbeschwerden sowie erhöhte Körpertemperatur auf. Besonders einseitige Halsschmerzen sind beunruhigend und lästig, aber in der Regel ungefährlich und gehen schnell wieder vorüber.

Inhaltsverzeichnis

Was sind einseitige Halsschmerzen?

Einseitige Halsschmerzen werden als schmerzhaftes Leiden bezeichnet, die aus unterschiedlichen Gründen aufkommen. Das weitere Kriterium zur Definition besagt, dass die Schmerzen seit höchstens 14 Tagen bestehen, um sie als akute Halsschmerzen diagnostizieren zu können. Sie sind ein auftretendes Symptom bei Veränderungen im Hals- und Rachenraum. Der Schmerz entsteht durch eine Ausschüttung von Botenstoffen, die durch ein Signal der Immunzellen freigesetzt werden. Die Beschwerden treten in der Regel beidseitig auf. Einseitige Schmerzen im Halsbereich sind selten und treten häufig nach einer Entzündung der Mandeln auf. Sie können akut, wiederkehrend und auch chronisch vorkommen.

Ursachen

Die häufigste Ursache ist eine Erkältung, bei der sich die Halsregion schmerzhaft anfühlt. Zur Region zählen: der Kehlkopf, der Kehlkopfdeckel, der Rachen und die Mandeln. Die Entzündung dieser Bereiche geht mit dem Schmerz im Hals einher. In den meisten Fällen sind Viren die Ausschlaggeber – vor allem in kalten Jahreszeiten. Infektionen können auch eine Ursache für die Schmerzen sein – dadurch entzündet sich die Halsschleimhaut. Allergien können Halsbeschwerden auslösen – wie Pollen, Hausstaub, Schimmelpilzen oder Nahrungsmittelallergien. Die Reize befinden sich in der Umwelt – Chemikalien oder eine trockene Raumluft sind häufig Ursachen für die Beschwerden.

Die Folge eines Abszesses sind neben den einseitigen Schluckbeschwerden geschwollene Mandeln – hier erfolgt eine Verschiebung des Gaumenzäpfchens sowie Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes. Folgend können auch einseitige Ohrenstiche und Fieber auftreten.

Ein seltener Grund für einseitige Halsschmerzen ist ein Tumor in dieser Region oder der Schilddrüse. Die Symptome sind hierbei blutiger Schleim und Atemnot. Ein Raucher verursacht Tumore mit, weshalb dies ebenfalls ein Faktor für das Auftreten von Krebs ist. Ein weiterer Grund für einseitige Halsschmerzen sind gutartig, vergrößerte Lymphknoten.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Einseitige Halsschmerzen haben viele Auslöser, aus diesem Grund ist eine Selbstdiagnose nicht möglich. Ein entsprechender Facharzt für HNO-Krankheiten muss aufgesucht werden – dadurch kann je nach Ursache eine entsprechende Behandlung vollzogen werden. Der Arzt macht sich zunächst ein Bild von der Krankengeschichte des Patienten. Infolgedessen untersucht der Mediziner den Betroffenen gründlich, das heißt: er erhebt einen körperlichen Befund. Mit einer Taschenlampe inspiziert er den Rachenraum des Betroffenen – ein Spatel verhilft ihm dabei zur besseren Einsicht.

Durch das Abtasten des Halses kann der Arzt erkennen, ob die Lymphknoten geschwollen sind. Anschließend untersucht der Mediziner die Temperatur des Patienten – sie sollte nicht höher als 38 Grad sein. Zunächst muss der Arzt eine Kehlkopfentzündung ausschließen, da sich die Gefahr entwickelt, dass die Atemwege verschließen und es dadurch zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen kann.

Bei ungefährlichen Symptomen und das Fehlen eines Risikos ist keine weitere Diagnose notwendig. Liegt dieser Fall nicht vor, so betrachtet er den Mund und Rachen des Patienten. Bei Verdacht auf eine Mandelentzündung nimmt der Arzt eine Abstrichuntersuchung vor. Steht das Pfeiffersche Drüsenfieber in Verdacht, wird ein Bluttest herangezogen. Weitere Untersuchungen sind die Ultraschallmethode, ein MRT oder CT, ebenso eine Gewebeprobe-Entnahme.

Behandlung und Therapie

Zunächst einmal gibt es eine Menge an Hausmitteln gegen Halsschmerzen – sie sind sehr einfach hergestellt und können wirksam zu Hause angewendet werden. Sie lindern bei einer einfachen Erkältung das Leiden. Treten die Symptome nach drei bis fünf Tagen nicht selbstständig zurück und gehen mit weiteren Beschwerden wie Fieber und Schluckbeschwerden einher, so muss ein Arzt aufgesucht werden. Das Wichtigste ist die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme. Bei Erkältungskrankheiten müssen die Schleimhäute feucht gehalten werden, um die Mundschleimhaut von Reizungen abzuschwächen. Das Trinken von Kräutertees ist die wichtigste Basis aller Art von Hausmittel.

Um Schmerzen und Entzündungen zu reduzieren, helfen kalte Halswickel. Hierbei wird ein Tuch mit Wasser befeuchtet und um den Hals gewickelt. Anschließend wird mit einem Wollschal die Region gebunden. Diese Methode verhilft zur Wärmeanwendung. Da die Rachenschleimhaut gereizt ist, hilft das Gurgeln ebenfalls bei Halsschmerzen. Salbei oder Kamille wirken hierbei entgegen und töten die Bakterien ab. Da zusätzlich zu den Halsschmerzen auch Gliederschmerzen eintreffen können, verhelfen Schmerzmittel zur Linderung. Einige Apotheken bieten auch Kräutermischungen zum Trinken an – empfehlenswert ist hier ein Tee aus Thymian, Ingwer oder Zitrone.

Das Schwitzen nach einem heißen Bad wirkt positiv auf die Halsbeschwerden aus. Damit die Speichelproduktion angeregt wird, helfen Halsschmerztabletten weiter. Das wichtigste ist jedoch das Stärken der Abwehrkräfte – eine gesunde Umgebungsluft ist die Basis. Dazu zählen auch ich Ruhe und Schonung zu gönnen. Dies ist das sicherste Mittel bei Schmerzen. Weisen die einseitigen Halsschmerzen auf einen bakteriellen Infekt hin, kommt eine Antibiotikumkur infrage.

Fiebersenkende oder entzündungshemmende Mittel können auch vom Arzt verschrieben werden. Da es sich bei einseitigen Halsschmerzen auch um Abszesse handeln kann, werden diese punktiert, gespalten oder operativ behandelt. Neigen einige Menschen zu Allergien kann eine Impfung oder Immuntherapie Positives erzielen. Bei einer Immunschwäche werden hemmende Medikamente eingesetzt, die das Virus bekämpfen.



Vorbeugung

Die Heizung trocknet die Atemluft aus – Schleimhäute werden dadurch für Erkältungserreger anfällig. Raumluftbefeuchter helfen die Luft zu regulieren. Regelmäßiger Sport an der frischen Luft bewirken das Stärken des Immunsystem. Die Speichelproduktion anzuregen beugt die Schmerzen vor. Mit Bonbons oder der ausreichenden Flüssigkeitszufuhr werden die Schleimhäute intakt gehalten. Körperpartien stets trocken zu halten, sorgen für eine geringe Anfälligkeit der Erkältung. Die Ernährung, mit viel Obst und Gemüse ausgewogen zu halten und einen ausreichenden Schlaf zu pflegen, sind Faktoren, die zum Stärken der Abwehrkräfte entscheidend sind. Stress schwächt das Immunsystem – Entspannungstechniken wie Yoga verschaffen Hilfe.

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