Eichenprozessionsspinner - Vorsicht vor der Giftraupe

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. Januar 2015
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Wenn Jogger und Passanten über Haut-Entzündungen und juckende Ausschläge klagen, hat die Saison des Eichenprozessionsspinners wieder begonnen. Klein und behaart ist er, und eigentlich ein Verwandter des Schmetterlings. Doch seine giftigen Brennhaare sind gefährlich und haben nichts mehr mit dem niedlichen Schmetterling zu tun.

Inhaltsverzeichnis

Welche Gebiete sind betroffen?

Besonders betroffen sind Gebiete im Nordosten und Südwesten des Landes, aber auch Teile des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Der Eichenprozessionsspinner hält sich vorzugsweise in Eichenwäldern auf und bildet seine giftigen Haare zwischen Mai und Juli. In dieser Zeit sollten Sie Eichenwälder besser meiden und in diesen Gegenden stets lange Kleidung tragen. Auch die örtlichen Warnhinweise sind zu beachten.

Eichenprozessionsspinner beim prozessionsartigen Marsch.

Welche Gefahren drohen bei Berührung?

Wer die giftigen Härchen der Raupe berührt, kann Hautausschläge mit tagelangem Juckreiz bekommen. Gelangt das Gift in die Augen, droht eine Bindehautentzündung. Im schlimmten Fall, können besonders empfindliche Menschen eine allergische Schockreaktion bekommen, die Atemnot und Asthmaanfälle auslöst. Diese können unter Umständen lebensbedrohlich sein.

Bei Kontakt schnell handeln!

Betroffene sollten schnell einen Arzt aufsuchen. Schnelle Kühlung, kortisonhaltige Salben und antiallergische Medikamente lindern die Beschwerden und fördern eine schnelle Heilung. Zusätzlich sollten Sie Ihre Kleidung, sofern sie mit den Raupenhärchen in Berührung gekommen sind, mindestens bei 60 Grad waschen. Haare sollten ebenfalls gewaschen und gereizte Augen mit klarem Wasser ausgespült werden.

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Der Kampf hat bereits begonnen

Der Kampf gegen die giftige Raupe hat bereits begonnen. Einige Eichenwälder in Berlin und Brandenburg werden seit letztem Jahr bereits mit einem neuen biologischen Gift besprüht. Das enthaltene Bakterium soll den Schädling vernichten.

Diese Art der Bekämpfung ist jedoch umstritten, denn sie tötet auch andere nicht schädliche Lebewesen. Das Bundesumweltamt will daher prüfen, ob der Befall mancherorts toleriert werden kann. Betroffenen Gebiete, die vom Menschen eh wenig genutzt werden, könnten dann für einen kleinen Zeitraum abgesperrt werden. Professionelle Schädlingsbekämpfer könnten einzelne Bäume, die befallen sind, auch separat absaugen, ohne gleich ganze Gebiete zu belasten.

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