Dysmelie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 5. Januar 2015
Gesundpedia.deKrankheiten Dysmelie

Unter einer Behinderung, wie sie eine Dysmelie darstellt zu leiden, bedeutet für die Betroffenen meistens, dass sie auf Hilfe von anderen angewiesen sind. Bei der Dysmelie stellt die offensichtliche Beeinträchtigung für alle Beteiligten ein Problem dar. Jeder kann sie sehen und reagiert unterschiedlich darauf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Dysmelie?

Wer bereits bei der Geburt ohne Beine, Arme oder Füße zur Welt kommt, der leidet an einer Dysmelie. Es sind nicht nur die genannten Extremitäten betroffen. Auch Fehlbildungen der Hände und Füße zählen dazu. Ohne Daumen oder Großzeh auf die Welt zu kommen ist nichts Schlimmes und auch kein lebensbedrohlicher Zustand.

Durch die heute sehr gut erforschte Medizin, kann auch beim Fehlen von Extremitäten ein gutes Leben geführt werden. Präzise eingesetzte Hilfsmittel sorgen dafür, dass alle Betroffenen in der Lage sind, ihren Alltag weitgehend normal leben zu können.

Ursachen von Dysmelie

In den 60er Jahren wurden viele Kinder geboren, die an einer Dysmelie litten. Noch immer streiten die Betroffenen mit Behörden und Herstellern von Medikamenten um ihr Schmerzensgeld. Damals war die Ursache der Missbildungen ein Mittel, welches als Beruhigungs- und Schlafmittel auf den Markt kam. Schwangere Frauen, die dieses Medikament (Conergan) nahmen, kriegten Kinder, welche under der Dysmelie litten. Verursacht wurden die Missbildungen durch den Wirkstoff Thalidomid. Dieser wird heute nur noch unter Beachtung strenger Sicherheitsauflagen verwendet.

Was damals als Skandal bezeichnet wurde, zählt keineswegs nur der Vergangenheit an. Angeborene Fehlbildungen betreffen nach wie vor eine hohe Zahl der Neugeborenen und niemand kann definitiv bestimmen, wo die Ursache zu finden ist. Während etliche Forscher die Dysmelie auf Medikamente zurückführen, die während der Schwangerschaft verabreicht wurden, können andere Experten das Gegenteil beweisen. Die Studien berufen sich darauf, dass es eine Ironie des Schicksals ist, wenn fehlentwickelte Babys zur Welt kommen.

Symptome und Verlauf von Dysmelie

Die Symptome der Dysmelie sind in der Regel eindeutig. Neben der Ursache durch Medikamente spielen andere Faktoren eine Rolle. Die unzureichende Zufuhr von Sauerstoff oder eine Infektionskrankheit der Mutter können die Dysmelie hervorrufen. Das Fatale an dieser Behinderung ist, dass niemand sie voraussehen kann. Selbst nicht beachtetes Unwohlsein der Mutter ist möglicherweise der Auslöser für eine Dysmelie.

Nur die Tatsache, dass sich der Zustand ihrer Kinder nicht verschlechtern wird, hilft den Eltern bei der Bewältigung ihres Schmerzes. Während andere Krankheitsbilder durch ein Auf und Ab geprägt sind, spielen die Diagnosen und Prognosen von Fachleuten bei der Dysmelie keine Rolle. Es sind dabei in erster Linie die Therapeuten gefragt, die sowohl durch Krankengymnastik als auch mit guten Hilfsmitteln das Leben der Betroffenen erleichtern können.

Diagnose von Dysmelie

Selbst die besten Ultraschallbilder sind kein Garant dafür, dass eine Fehlbildung der Gliedmaßen erkannt wird. Es gibt also keine Symptome, die während der Schwangerschaft ein untrügliches Zeichen der Fehlbildung darstellen. Erst bei der Geburt wird die Behinderung offensichtlich. Aus diesem Grund ist die Diagnose einfach und muss nicht durch aufwendige Untersuchungen bestätigt werden.

Das gilt ebenfalls für den Verlauf der Behinderung. Die Dysmelie lässt sich durch kein Medikament beeinflussen. Kinder, die mit dem Fehlen einer Extremität zur Welt kommen, sind immer auf die Hilfe von guten Fachleuten angewiesen. Doch wie sieht diese Hilfe aus und in welcher Weise kann den Betroffenen dauerhaft geholfen werden?

Behandlung von Dysmelie

Eine Behandlung der Dysmelie kann nicht durch Krankengymnasten oder Medikamente erfolgen. Kein Gliedmaß wird dadurch nachwachsen. Nur von Fachleuten hergestellte Prothesen tragen dazu bei, dass der Betroffene ein nahezu normales Leben führen kann. Besonders Kinder sind in der Lage, dass sie die Hilfsmittel rasch anerkennen und schnell damit zurechtkommen.

Der Fortschritt in der Medizin ist ihnen dabei eine große Hilfe. Sowohl ganze Gliedmaßen als auch die feinsten Strukturen von künstlichen Händen oder Füßen zählen zu den normalen Hilfsmitteln der Anbieter. Aber nicht nur diese Tatsache kann eine vorhandene Behinderung minimieren, auch der regelmäßige Besuch von Krankengymnasten zählt dazu. Nur diese Experten werden dafür sorgen, dass ein Mensch mit der Diagnose Dysmelie seinen Alltag bewältigen kann.

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Vorbeugung von Dysmelie

Die Frage nach einer gezielten Vorbeugung einer Dysmelie kann nur dann erfolgreich sein, wenn werdende Mütter und Ärzte einvernehmlich zusammenarbeiten. Das bedeutet unter anderem, dass nur dann Medikamente eingenommen werden, wenn keine Alternative vorhanden ist. Aber auch Erkrankungen innerhalb der Familie müssen berücksichtigt werden.

Wichtig ist dabei immer, dass eine werdende Mutter nicht grundlos beunruhigt wird. Selbst wenn sie zu den Risikogruppen zählt und tatsächlich ein Kind mit einer Dysmelie auf die Welt bringt, darf diese Diagnose in keinem Fall als voraussehbares Risiko dargestellt werden. Auch die besten Vorsorgemaßnahmen können nicht davor schützen, dass ein missgebildetes Kind entbunden wird.

Egal, ob es sich um eine Dysmelie oder die Fehlentwicklung des Gehirns handelt. Wenn Mutter und Vater sich gemeinsam auf ihr Kind freuen, spielen selbst vermeintliche Behinderungen eine untergeordnete Rolle. Sicher gibt es mittlerweile etliche Untersuchungen, die einen Schwangerschaftsabbruch erlauben. Das Fatale daran ist, dass Eltern über das Leben der Leibesfrucht bestimmen müssen. Viele sind dabei überfordert und nur wenigen gelingt es, dass sie mit ihrer Entscheidung dauerhaft leben können.

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