Durchfall beim Hund

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Juli 2015
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Der Durchfall beim Hund stellt keinerlei eigenständige Krankheit dar, sondern ist ein Symptom. Die Ursachen können dabei sehr verschieden sein, wobei die meisten Fälle unerklärlich bleiben (idiopathisch).

Inhaltsverzeichnis

Wann liegt Durchfall beim Hund vor?

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Durchfall beim Hund (Diarrhö) zeigt sich durch einen weichen, häufigen, flüssigen oder breiigen Kot. Im Besonderen sind junge Hunde beziehungsweise Welpen des Öfteren von derartigem Durchfall betroffen. Zeigen Hunde beispielsweise chronischen Durchfall, kann der zunehmende Verlust von Körperflüssigkeit (Dehydrierung) die Tiere stetig antriebsärmer und kraftloser machen.

Wird nicht zügig der Dehydrierung entgegengesteuert, kann der Flüssigkeitsverlust beim Hund sogar Herzversagen nach sich ziehen. Insbesondere bei Welpen sollte ein andauernder Durchfall schnellstmöglich von einem Tierarzt untersucht werden.

Ursachen

Die Ursache vom Durchfall beim Hund kann äußerst vielfältig sein. Es handelt sich hierbei meistens um eine Veränderung innerhalb der Darmtätigkeit. Dies kann zum Beispiel folgendes sein:

  • Die geringere Wasseraufnahme im gesamten Darmbereich. Die Darmzotten werden in dieser Situation eventuell angegriffen, da sie die Flüssigkeit des Darminhaltes nicht aufnehmen können.
  • Die erhöhte Ausscheidung (Sekretion), speziell innerhalb des Dünndarms, wird auf ein überreiztes Nervensystem zurückgeführt. Hierbei liegt eine rassebedingte (angeborene) Schwäche zugrunde.
  • Allergien. Darmschleimhäute können somit auch allergische Reaktionen aufweisen. Hierbei kann es sich eventuell um allergene Reaktionen auf bestimmte Substanzen des Futters handeln.
  • Eine übermäßige Futterration während des Tages kann auch Grund für den Durchfall beim Hund sein, da so das komplette Verdauungssystem überlastet wird.

Symptome und Verlauf

Als Durchfall beim Hund (Diarrhö) wird äußerst weicher bis flüssiger Kot des Hundes bezeichnet. Des Weiteren muss der Hund öfter Kot absetzen und dazu noch unkontrolliert. Manchmal befinden sich zudem auch Schleim, Blut sowie Futterreste im Durchfall beim Hund. Die eindeutigen Symptome zeigen sich beispielsweise durch:

  • Darmgeräusche und einen schmerzempfindlichen Bauch
  • Erbrechen und Kraftlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Blähungen und krampfartige Bauchschmerzen
  • kaum Appetit und Ruhelosigkeit

Der Durchfall beim Hund verläuft in diversen Fällen ohne Komplikationen und ist oftmals innerhalb einiger Tage durchgestanden. Wichtig ist eventuell ein Tierarztbesuch beim dem eine Infusion gegeben wird, sodass der Hund (besonders Welpen) nicht austrocknet.

Diagnose

Für eine exakte Diagnose zum Durchfall beim Hund nimmt der behandelnde Tierarzt eine Blutprobe. Hiermit werden Entzündungszeichen, Antikörper untersucht, der Elektrolytgehalt festgestellt sowie die Nieren-/Leberwerte überprüft. Liegt ein schwerer Durchfall beim Hund vor, der auch Blut im Kot beinhaltet, sollte unbedingt die exakte Ursache ermittelt werden. Untersuchungen auf Parasiten, Viren oder bakterielle Infektionen sind dabei aussagekräftig. Des Weiteren sind bildgebende Verfahren wie beispielsweise eine Ultraschall- (Sonografie) oder Röntgenuntersuchung bei Durchfall beim Hund aufschlussreich.

Wann zum Tierarzt?

Wird starker Durchfall beim Hund bemerkt, welcher über eine Dauer von zwei Tagen hinausgeht, sollte dringend der Tierarzt aufgesucht werden. Hier kann eine ernsthafte Darmerkrankung vorliegen und zu einem massiven lebensbedrohlichen Elektrolyt- und Flüssigkeitsmangel führen. Dies ist im Besonderen bei Welpen der Fall, da Durchfall beim Hund hier noch wesentlich schneller zur Austrocknung führt als bei erwachsenen Hunden.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung des Durchfall beim Hund ist von der Ursache abhängig. Ist er von leichter Art, reicht es vielleicht schon aus für 24/48 Stunden kein Futter anzubieten. Er bekommt während dieser Zeit ausschließlich sehr viel Ruhe und frisches Wasser.

Während der folgenden Tage ist Schonkost ideal, welche beispielsweise aus gekochtem Reis sowie Hühnchen (ohne Knochen) besteht. Hält der Durchfall beim Hund wesentlich länger an und ist auch dementsprechend stärker, muss nach ein/zwei Tagen ein Tierarzt konsultiert werden.

Bei Welpen sollte dagegen stets gleich der Arzt aufgesucht werden. In der Sprechstunde können gewisse Ursachen ausgeschlossen werden und bei Bedarf eine Behandlung mit Antibiotika (Infekte/ Wurmbefall) oder Elektrolyt-Infusionen gegen Dehydrierung (Austrocknung) veranlasst werden. Besteht Verdacht auf eine Futtermittelallergie, kann ein Ernährungsplan mithilfe Spezialfutter erstellt werden.

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Vorbeugung – Was kann der Halter tun?

Um Durchfall beim Hund vorzubeugen, sollte jeder Hund regelmäßig entwurmt und das tägliche Futter nicht zu häufig und schnell gewechselt werden. Die Liegefläche muss öfter sorgfältig gereinigt werden und das Tier sollte keinerlei rohes Fleisch oder Aas fressen (Infektionsgefahr mittels Parasiten). Eine gesunde Ernährung sowie viel Auslauf unterstützen die Immunabwehr des Tieres.

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