Durchfall bei Katzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Juli 2015
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Durchfall bei Katzen kommt relativ häufig vor und kann unterschiedliche Ursachen haben. Die Gründe sind meist von harmloser Natur, teils können aber auch schwerwiegendere Erkrankungen einen Durchfall bei Katzen auslösen. In jedem Fall sollte der Tierarzt aufgesucht werden, wenn ein Durchfall über längere Zeit anhält, denn dann besteht die Gefahr des Austrocknens.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Durchfall bei Katzen?

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Durchfall (Diarrhö) ist ein Symptom, unter dem nicht nur Menschen leiden. Von Durchfall bei Katzen spricht man, wenn das Tier einen breiigen bis richtig flüssigen Stuhl hat, die Konsistenz also deutlich von der normalen, festen Konsistenz des Katzenkots abweicht. Ein weiteres Kriterium ist die Häufigkeit des Stuhlgangs: Bei Durchfall ist Frequenz der Stuhlabgabe deutlich erhöht, die Katze muss demnach weit häufiger Stuhl abgeben als normal.

Vor allem Katzenbabys sind häufig von Durchfall betroffen. Insbesondere bei jungen Katzen kann anhaltender Durchfall schnell zu einem kritischen Zustand führen. In diesem Fall sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufegsucht werden.

Ursachen

Es gibt mehrere mögliche Ursachen für Durchfall bei Katzen. Zu den häufigsten gehören Virusinfektionen und Wurmbefall. Ebenfalls häufig ist eine Futtermittelunverträglichkeit die Ursache des Durchfalls bei Katzen. Auch Stress kann zu Durchfall führen. Zudem kann eine Vergiftung der Grund für Durchfall sein.

Bei langanhaltendem Durchfall, der auch nach der Gabe von Schonkost und medikamentöser Behandlung durch den Tierarzt nicht aufhört, sollte auf jeden Fall nach den Gründen für die Symptomatik geforscht werden.

Aufgrund der Vielzahl von Möglichkeiten, ist es allerdings häufig nicht einfach, diese Ursache genau zu diagnostizieren. Deshalb sollte die Diagnose auf jeden Fall von einem Tierarzt gestellt werden, der diverse Tests wie Kot- und Blutuntersuchungen zu Rate ziehen kann.

Symptome und Verlauf

Zu den Symptomen von Durchfall bei Katzen gehört in erster Linie der häufige Stuhlgang, der von der Konsistenz her breiig bis wässrig ist. Hinzukommen kann Abgeschlagenheit, die sich dadurch äußert, dass die Katze mehr schläft als sonst oder sich zurückzieht. Auch Appetitlosigkeit kann mit dem Durchfall einhergehen. Bei Virusinfektionen oder beim Befall mit Bakterien kann auch Fieber hinzukommen. In seltenen Fällen zeigt sich auch Blut im Kot.

Diagnose

Wenn der Durchfall bei Katzen länger als zwei Tage dauert oder weitere Symptome wie Fieber oder ein schlechter Allgemeinzustand mit Abgeschlagenheit und Apathie hinzukommen, muss der Tierarzt die Ursachen des Durchfalls diagnostizieren. Er sieht sich den Allgemeinzustand der Katze an, misst Fieber und gibt bei einer Virusinfektion oder bei einem Wurmbefall entsprechende Medikamente.

Bei länger anhaltendem oder ungewöhnlich starkem Durchfall bzw. bei starken begleitenden Symptomen wird der Tierarzt eine Kotprobe nehmen, um die Ursachen des Durchfalls zu diagnostizieren.

Auch eine Blutprobe kann in diesen Fällen helfen, um schlimmere Ursachen des Durchfalls bei Katzen auszuschließen. Ultraschall und Röntgenbilder helfen ebenfalls bei der Diagnose, indem sie zeigen, ob die Organe des Magen-Darm-Traktes in Ordnung sind oder ob eventuell ein Fremdkörper für den Durchfall sorgt.

Wann zum Tierarzt?

Der Tierarzt sollte aufgesucht werden, wenn der Durchfall sehr stark ist oder wenn er länger als zwei Tage anhält. Auch wenn sich der Allgemeinzustand des Tieres verschlechtert oder es Fieber hat, muss es unbedingt zum Arzt. Auch bei Blut im Kot muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden!

In der Regel gilt: lieber zu früh zum Tierarzt als zu spät. Wenn die Katze offensichtlich Schmerzen hat oder sich in einem schlechten Allgemeinzustand befindet, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Das Gleiche gilt bei starkem, wässrigem Durchfall oder Durchfall, der durch Erbrechen begleitet wird. Auch bei schwächeren Krankheitsverläufen sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Symptome nach zwei Tagen immer noch nicht von alleine aufhören.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung von Durchfall bei der Katze hängt von der Diagnose des Tierarztes ab. Hat er eine Futtermittelunverträglichkeit oder eine Allergie festgestellt, hilft eine Ernährungsumstellung. Der Tierarzt gibt Auskunft darüber, welche Futtermittel für das betroffene Tier in Frage kommen. Bei akutem Wurmbefall hilft eine Wurmkur Katze.

Bei einer Virus- oder einer bakteriellen Infektion helfen die entsprechenden Medikamente, die in akuten Fällen vom Tierarzt gespritzt werden. Dazu gehören Antibiotika und Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen.

Die Therapie mit Antibiotika wird nach dem Tierarztbesuch zu Hause in Tablettenform weitergeführt. Zusätzlich wird der Tierarzt für die ersten Tage des Infekts eine Schonkost verordnen. In der Regel sollten die Tiere am ersten Tag schonend fressen, um den Magen-Darm-Trakt nicht zu belasten. An den folgenden Tagen sollten sie weiterhin leichte Kost zu sich nehmen. Geeignet sind gekochtes, ungesalzenes Huhn und Hüttenkäse.

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Vorbeugung - Was kann der Tierhalter tun?

Der Tierhalter kann vielen Fällen von Durchfall bei der Katze selbst vorbeugen. Bei Tieren, bei denen eine Futtermittelunverträglichkeit oder ein sensibler Magen bekannt ist, sollte der Tierhalter dafür sorgen, dass sie ein für sensible Katzen gut verträgliches Futter mit hohem Fleischanteil erhalten. Ebenfalls gut zur Vorbeugung ist die regelmäßige Entwurmung der Tiere.

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