Dumpfe Kopfschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. September 2016
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Dumpfe Kopfschmerzen sind eine Beschwerde, die jeder Mensch schon einmal bewältigen musste. In medizinischen Kreisen spricht man von Spannungskopfschmerzen. Sie machen einen Anteil von 40 Prozent aller Kopfschmerzen aus.

Inhaltsverzeichnis

Was sind dumpfe Kopfschmerzen?

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Medikamente gegen: Kopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen können im gesamten Kopfbereich auftreten. Sie sind von leichter bis mittelschwerer Intensität. Dabei kann unter einem episodischen und einem chronischen Verlauf differenziert werden. Unterschiede ergeben sich in der Bestehensdauer und im Schmerzpegel. Unter den Betroffenen können Frauen und Männer aller Altersklassen und aller Gesellschaftsgruppen vorgefunden werden.

Dumpfe Kopfschmerzen sind vor allem bei älteren Personen eine wiederkehrende Beschwerde. Bei der Klassifikation der Schmerzen spielt die Bestehensdauer eine wichtige Rolle. Klagen Patienten an maximal zwölf Tagen im Jahr über dumpfe drückende Kopfschmerzen, wird von einem sporadischen episodischen Kopfschmerz gesprochen. Bei bis zu 15 Tagen im Monat kann ein episodischer Kopfschmerz vorgefunden werden. Chronisch ist die Beschwerde dann, wenn sie an mehr als 180 Tagen im Jahr auftritt.

Ursachen

Spannungskopfschmerzen können auf diverse Ursachen zurückgeführt werden. Zu den häufigsten Auslösern gehören Muskelverspannungen im Nacken oder in den Schultern. Gleiches gilt für Fehlhaltungen im Bereich der Halswirbelsäule. Darüber hinaus werden Kopfschmerzen in Stress- und Angstphasen verstärkt. Dies wird verschlimmert, wenn Medikamente, Alkohol und Drogen konsumiert werden.

Studien haben erwiesen, dass der langfristige Konsum von Schmerzmitteln chronische Spannungskopfschmerzen verursachen kann. In den meisten Fällen werden dumpfe Kopfschmerzen aber auf psychosomatische Ursachen zurückgeführt. Dies bedeutet, dass sich seelische Probleme auf das körperliche Wohlbefinden auswirken können.

Immerhin stehen Psyche und Körper über das vegetative Nervensystem in Kontakt. Eine psychische Überforderung kann die Wahrnehmung von Kopfschmerzen zur Folge haben. Gleiches gilt für Übermüdungen und Depressionen. Ein chronischer Verlauf entwickelt sich dann, wenn die psychischen Belastungen anhalten.

Typische Krankheiten

Diagnose

Sollten Spannungskopfschmerzen regelmäßig auftreten und über mehrere Tage anhalten, sollte ein Hausarzt konsultiert werden. Dieser beginnt mit einer Anamnese. In einem Gespräch berichtet der Patient über den Verlauf und die Intensität der Kopfschmerzen. Wichtig ist, ob die Kopfschmerzen mit weiteren Beschwerden einhergehen. Sehstörungen, Sprachstörungen, Übelkeit und Erbrechen sind mögliche Begleitsymptome. Zur genauen Untersuchung wendet der Arzt die Computertomografie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) an.

Zuvor wird dem Patienten ein Kontrastmittel gespritzt. Dadurch werden Blutgefäße sichtbar. Optional wird die Therapie mit einem Elektroenzephalogramm ergänzt. Dazu werden Metallelektroden an der Kopfhaut angebracht. Sie zeigen Hirnströme auf, während der Patient einem Lichtreiz ausgesetzt wird. Eine weitere Untersuchungsmethode ist die Liquorpunktion. Hierbei findet eine Nervenwasseruntersuchung statt. Mit ihr gelingt es, eine mögliche Gehirnhautentzündung zu erkennen. Dazu wird die Wirbelsäule im Lendenbereich punktiert. Das Nervenwasser wird mit einer Hohlnadel gewonnen. Im Labor wird das Nervenwasser schließlich untersucht.

Behandlung und Thearpie

Bei der Behandlung der Spannungskopfschmerzen empfiehlt es sich, mögliche Auslöser zu meiden. Wichtig ist es vor allem, Angst- und Stresssituationen zu umgehen. Auch sollte auf einen übermäßigen Alkohol- und Medikamentenkonsum verzichtet werden. Oft hilft es bereits, Entspannungsübungen zur Stressbewältigung durchzuführen.

Sportliche Betätigungen leisten ebenfalls eine Abhilfe. Das Joggen, Schwimmen und Fahrradfahren ist eine gute Option, da der gesamte Körper gleichmäßig beansprucht wird. In der Folge wird die Durchblutung des Gehirns gefördert. Des Weiteren hilft es, Verspannungen zu lösen. Dazu können Kompressen und Massagen in Anspruch genommen werden. Alternativ sind Dehnübungen und Vollbäder gut geeignet.

Im Zweifelsfall können Schmerzmittel, sogenannte Analgetika, eingenommen werden. Paracetamol, Ibuprofen und Naproxen gehören zu den bekanntesten Wirkstoffen. Allerdings ist zu beachten, dass Schmerzmittel nur kurzfristig eingenommen werden sollten. Auch ist von einer Kombination der genannten Wirkstoffe abzuraten. Problematisch ist eine Schmerzmitteleinnahme bei der chronischen Variante.

Generell gilt, dass Medikamente an höchstens zehn Tagen im Monat konsumiert werden sollen. Daher weichen Ärzte bei der Behandlung auf trizyklische Antidepressiva aus. Erfolge zeigt insbesondere der Wirkstoff Amitriptylin. Die Einnahme der Antidepressiva senkt die Schmerzwahrnehmung im Gehirn. Darüber hinaus wird die Schmerzschwelle erhöht. Allerdings kann erst nach vier Wochen festgestellt werden, ob die Behandlung tatsächlich wirkt. Dabei ist das Risiko von Nebenwirkungen zu berücksichtigen. Dazu gehören Magenbeschwerden und Blutveränderungen.



Vorbeugung

Bei der Vorbeugung spielt die sportliche Betätigung eine wichtige Rolle. Zweimal in der Woche sollte ein Ausdauertraining durchgeführt werden. Insbesondere ist es empfehlenswert, die Nacken- und Schultermuskulatur zu stärken. Darüber hinaus wird der Stressbewältigung ein hoher Stellenwert zugeschrieben.

Eine Entspannungstherapie kann bereits eine Abhilfe leisten. Dies kann von einer Massage- und Akupunkturbehandlung begleitet werden. Des Weiteren hilft es, viel Wasser zu trinken. Pro Tag sollten mindestens zwei Liter getrunken werden. Höhere Mengen braucht der Körper, wenn physische Belastungen getragen werden müssen.

Zuletzt ist der Schlaf ein wichtiger Parameter. Von dessen Dauer und Qualität hängt das seelische und körperliche Wohlbefinden ab. Ärzte empfehlen eine Schlafdauer von mindestens sechs Stunden. Abhängig vom Alter sollten Menschen sieben bis neun Stunden schlafen. Allerdings sollte man es nicht übertreiben. Andernfalls sind Abgeschlagenheit und Benommenheit die Folge. Sie können Spannungskopfschmerzen begünstigen.

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