Doping

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. November 2014
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Doping ist eine chemische oder physikalische Manipulation zur Leistungssteigerung im Sport. Kennzeichnend für alle Mittel und Verfahren, die als Doping bezeichnet werden, sind die Gesundheitsgefährdung des Athleten und der Verstoß gegen die Dopingliste.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Doping?

Sämtliche bekannten Dopingmittel sind in der so genannten Dopingliste registriert. In diesem Verzeichnis sind alle unerlaubten Substanzen und Techniken aufgeführt, die als Doping gelten.

Die Dopingliste entwickelte das Internationale Olympische Komitee (IOC) nach der Welt-Doping-Konferenz 1999. Heute gilt eine etwas umfassendere Ausführung der World Anti-Doping Agency (WADA).

Die meisten nationalen Sportverbände akzeptieren diese Dopingliste, wodurch eine allgemeingültige Definition des Begriffs Doping zustande kommt.

Das Wort leitet sich von "dope", englisch für "Droge", ab. Der Wortstamm "Dop" ist ein Lehnwort aus dem Afrikaans und bezeichnet eine starke Spirituose.

Wie wirkt Doping?

Je nach Substanzklasse entfalten Mittel, die als Doping gelten, unterschiedliche Wirkungen. Die größte Rolle für den Sport spielen die Anabolika. Die cholesterinähnlichen Steroid-Hormone bewirken einen verstärkten Muskelaufbau. Das gleiche Ziel haben Peptid-Hormone, die ebenfalls zu den muskelaufbauenden Mitteln beim Doping gehören.

Eine Leistungssteigerung durch Doping kann auch mit einer Zunahme der Kondition verbunden sein. Das Eiweiß-Hormon EPO regt den Körper zur übermäßigen Bildung von roten Blutkörperchen an. In dem Fall bewirkt Doping eine höhere Sauerstoff-Kapazität des Blutes und eine bessere Ausdauer. Rote Blutkörperchen vermehren sich auch durch den Aufenthalt in Unterdruckkammern. Auch dieses Verfahren wird zum Doping gerechnet.

Neben den hormonellen Medikamenten zählen auch psychogene Mittel zum Doping. Aufputschmittel wie Amphetamine unterdrücken die Wahrnehmung von Erschöpfungszuständen. Beruhigungsmittel werden ebenfalls für das Doping missbraucht. So werden manchmal Morphium oder Schmerzmittel bei Sportarten eingenommen, die eine hohe Konzentration erfordern.

Verboten ist auch das so genannte Boosting. Dabei setzt sich der Sportler bewusst Schmerzen aus, um einen Adrenalin-Schub zu erleben. Das körpereigene Hormon setzt im Körper Reserven frei.

Doping im Leistungssport

Doping ist im Leistungssport eine weit verbreitete Maßnahme. Allgemein gilt jedoch, dass Doping der Fairness widerspricht. Es gibt jedoch auch Meinungen in den Sportverbänden, dass Doping allen Sportlern gestattet werden sollte. Die Kontrolle des Phänomens Doping ist stets ein Problem der Laboratoriumsmedizin, die nicht immer in der Lage ist, alle Substanzen nachzuweisen. Das liegt zum Teil daran, dass sich viele Mittel nach ihrer Wirkung schnell abbauen und nicht mehr auffindbar sind. Teils kommen auch neue Substanzen auf den Markt, für noch keine Nachweismethoden vorliegen.

Die Ahndung von Doping obliegt den Sportverbänden, die den überführten Sportler mit Wettkampfauschlüssen belegen. In einigen Ländern gilt Doping auch als Straftatbestand. In Deutschland ist dies nur indirekt der Fall, wenn verbotene Arzneimittel zur Anwendung kommen. Verschreibungspflichtige Arzneimittel kann der Sportarzt legal verabreichen.

Risiken und Gefahren

Die Nebenwirkungen von Doping sind zum Teil gravierend und lebensgefährlich. Die Sexualhormone unter den Anabolika führen beim Mann zur Verweiblichung, umgekehrt bei Frauen zu männlichen Körpermerkmalen. Jugendliche können Wachstumsstörungen erleiden oder schwere psychische Probleme bekommen.

EPO bewirkt eine riskante Verdickung des Blutes, wodurch Herzinfarkt oder Schlaganfall drohen.

Aufputschmittel können schon bei einmaliger Einnahme zur Selbstüberschätzung und spontanem Überlastungstod führen.

Die meisten Todesfälle hingegen, die auf Doping zurückzuführen sind, gehen auf jahrelangen Missbrauch verschiedener Mittel zurück. Die Todesursache war meistens ein allgemeines Organversagen.

Kritiker befürchten, dass die Zukunft des Phänomens Doping im so genannten Gen-Doping mündet.

Die schwer nachweisbare Genmanipulation an einzelnen Muskeln könnten die Sportler lebenslang nicht rückgängig machen.

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