Dill (Gurkenkraut)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 24. Dezember 2015
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Der Dill (Gurkenkraut) ist eine Heil- und Gewürzpflanze die bereits 3000 Jahre vor Christus verwendet wurde. Ihren Weg nach Europa fand die Pflanze durch römische Legionäre. Der Dill wird in vielen Küchen als Gewürz angewendet. Zudem kann die Pflanze für unterschiedliche gesundheitliche Beschwerden eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Dill wissen

Der Dill ist eine in Vorderasien heimische Pflanze die zur Gattung der Doldenblüter gehört. Das einjährige Gewächs kann eine Höhe von einem Meter erreichen und gedeiht von Juni bis September. Heutzutage wird Dill in ganz Europa und auch in süd- und nordamerikanischen Ländern kultiviert. Dill bevorzugt sonnige Anbaugebiete sowie feuchte und lockere Böden.

Dill wird auch Gurkenkraut genannt. Die Pflanze wird als Heil- und Gewürzpflanze bereits seit 3000 Jahren vor Christus verwendet. Es ist anzunehmen, dass römische Legionäre das Gewächs nach Europa brachten. Das Gewächs ist eine krautige pflanze grüner Färbung und durch gelbe Blütenkelche gekennzeichnet.

Grundsätzlich kann die Pflanze in drei Arten unterschieden werden. Neben Gartendill ist der indische Dill und der Ackerdill bekannt. Der Name Dill lässt sich von nordischen Wort „Dilla“ ableiten. „Dilla“ beutetet so viel wie „beruhigen“. Die Pflanzenteile Blüten und Samen können zum Würzen und auch für medizinische Zwecke angewendet.

Bedeutung für die Gesundheit

Dill wird schon lange als Heilpflanze verwendet. Bereits die alten Ägypter waren sich über die positiven gesundheitlichen Wirkungen der Pflanze bewusst. Weiterhin wurde die Pflanze im alten Rom zu Vorbeugung von Wunden verwendet. Gladiatoren benetzten dazu ihre Haut vor einem Kampf mit Dillöl um an Widerstandfähigkeit zu gewinnen.

Dill hat eine entzündungshemmende und krampflösende Wirkung. Für medizinische Zwecke können getrocknete Dillfrüchte sowie die frische Pflanze verwendet werden. Ähnlich wie der Fenchel, wirkt die Pflanze verdauungsfördernd. Bei Beschwerden des Magen-Darm-Traktes wie Völlegefühl und Blähungen kann der Verzehr des Gewächses eine Linderung schaffen.

Weiterhin wirkt das Gurkenkraut milch- und harntreibend. Bei Menstruationsbeschwerden bietet sich ein Sitzbad mit Dill an. Ferner kann die Pflanze bei vielseitigen Problemen wie Appetitlosigkeit, Hämorriden und Krämpfen helfen. Dill wirkt beruhigend und kann bei Schlafstörungen eingesetzt werden.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Inhaltsstoffe der Gewürz- und Heilpflanze Dill sind ätherische Öle wie Carvon und Limonen. Zudem sind Mineralstoffe wie Natrium, Kalzium und Kalium enthalten. Die Pflanze liefert ferner Schwefel und Vitamin C. Da es sich um ein pflanzliches Lebensmittel handelt, ist der Dill frei von Cholesterin.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 55 kcal/ 232 kj
Eiweiß 3,70 g
Kohlenhydrate 8 g
Fett 0,80 g
Wasser 79,65 g
Ballaststoffe 5,30 g
Vitamin E 1700 µg
Vitamin B3 2400 µg

Unverträglichkeiten

Eine Unverträglichkeit äußert sich darin, dass der menschliche Organismus auf eine bestimmte Substanz überempfindlich reagiert. Gekennzeichnet ist diese Reaktion unter anderem durch unspezifische Symptome wie Hautauschläge, Schnupfen, Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit bis hin zu Atemnot.

Dill gehört zur Gattung der Doldengewächse. Dieser Gruppe zugehörig sind viele weitere Gewürze wie Fenchel, Anis, Kümmel, Liebstöckel, Kreuzkümmel und Kerbel. Gemüsesorten wie Pastinaken und Möhren zählen ferner in diese Gruppe.

Bei einer bestehenden Unverträglichkeit gegenüber Dill, sollte auch auf den Verzehr oben aufgezählter Gewürze und Gemüsesorten verzichtet werden, um einer allergische Reaktion vorzubeugen.

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Einkaufs- und Küchentipps

Dill ist in jedem Supermarkt in unterschiedlicher Form erhältlich. Neben frischem Dill, sind auch getrocknete und tiefgefrorene Varianten im Angebot. Frischer Dill hält sich, eingepackt in Frischhaltefolie, zwei bis drei Wochen. Wenn nicht der gesamte Dill verwendet wird, kann die Gewürzpflanze eingefroren werden.

Dill kann auch in europäischen Breitengarten auf Balkonen, Terrassen und Gärten gedeihen. Dill bevorzugt lockere, feuchte Böden und kann ab April ausgesät werden. Wichtig ist, dass zwischen den einzelnen Pflanzen 25-30 Zentimeter Platz gelassen wird.

Bei einer Aufzucht der Pflanze auf Balkon oder Terrasse sollte darauf geachtet werden, dass ein Kübel verwendet wird der relativ tief ist. Das ist wichtig, um den Pflanzenwurzeln genügend Platz zu bieten. Von Juni bis September kann geerntet werden. Dill ist ganzjährig erhältlich.

Zubereitungstipps

Besonders in Ländern Skandinaviens und des Baltikums wird der Dill traditionell als Würzkraut verwendet. Geschmacklich ähnelt die Pflanze Kümmel und Anis. In erster Linie kann Dill als Gewürz für Salate, Saucen und anderen deftigen Gerichte angewendet werden. Aus dem Gewächs lässt sich zudem Kräuteressig herstellen.

Es bietet sich an, einen Tee aus den Blüten und Samen zuzubereiten. Mit erhitzten Weißwein übergossen kann aus der Pflanze leckerer Dillwein hergestellt werden. Sehr bekannt ist der Dill auch zum Einlegen für Gurken. Er verfeinert Milchspeisen wie Joghurts und Quark und eignet sich auch gut für Brotaufstriche.

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