Diabetes mellitus Typ 2

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. Februar 2015
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Der Diabetes mellitus Typ 2 ist vom Griechischen übersetzt und bedeutet "honigsüßer Durchfluss". Sie beschreibt eine Gruppe von Erkrankungen des Stoffwechsels anhand von ihrem wichtigsten ursprünglichen Symptom, den Zucker im Urin auszuscheiden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Diabetes mellitus Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2 ist ein Oberbegriff für verschiedene Störungen des Stoffwechsels, die alle erhöhte Zuckerkonzentration im Blut als wichtigsten Befund gemeinsam haben. Dieser zu hohe Spiegel an Blutzucker entsteht meist durch einen absoluten Mangel an Insulin im Blut.

Gleichzeitig kann beim Diabetes mellitus Typ 2 auch eine unzureichende Wirksamkeit vom Insulin im Körper bestehen, sodass es bei solch einem Diabetes mellitus Typ 2 mit Insulinresistenz zu einer unzureichenden Reaktion des Körpers auf das Insulin kommt.

Ursachen

Zu den wichtigsten Ursachen für den Diabetes mellitus Typ 2 gilt Übergewicht, Bewegungsmangel und erbliche Veranlagung. Insbesondere das Übergewicht kann die Fähigkeit des Körpers einschränken, richtig auf das ausgeschüttete Insulin zu reagieren.

Übergewicht führt zu einer Überzuckerung im Körper. Die Zellen entwickeln eine Resistenz gegen das blutzuckersenkende Insulin (Insulinresistenz). Ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ausreichend Insulin zu produzieren, steigt der Blutzuckerspiegel an. Ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht sricht man von der "Zuckerkrankheit" bzw. Diabetes Typ II.

Die genauen Mechanismen für diese Insulinresistenz durch Übergewicht sind noch nicht im Detail geklärt. Es lässt sich lediglich beobachten, dass bei einem gesunden Körper die Muskeln und andere Gewebe den Zucker aus dem Blut aufnehmen können als Reaktion auf das Insulin hin.

Bei vielen übergewichtigen Patienten zeigen die Muskelzellen bei Vorliegen des Diabetes mellitus Typ 2 jedoch keine Antwort auf das Insulin. So steigt der Blutzuckerspiegel weiter an, während die Zellen des Körpers trotzdem den Zucker aus dem Blut nicht aufnehmen können und innerhalb der Zelle an Zuckermangel leiden.

Wissenschaftlich gesichert ist auch, dass es entscheidende genetische Faktoren und Veranlagungen gibt für den Diabetes mellitus Typ 2. Als weitere Ursachen für den Diabetes mellitus Typ 2 zählen außerdem Begleiterkrankungen, die mit einer erhöhten Zuckerneubildung in der Leber einhergehen.

Körperzellen werden für das blutzuckersenkende Insulin resistent. Die Bauchspeicheldrüse ist nicht mehr in der Lage ausreichend Insulin zu produzierenden. Insulinresistenz und Insulinmangel sind Ursachen von Diabetes Typ II.

Symptome und Verlauf

Als erste Anzeichen macht sich der Diabetes mellitus Typ2 mit einem verstärkten Durst und vermehrtem Wasserlassen bemerkbar. Diese Symptome treten jedoch erst nach einer längeren Vorlaufzeit auf. In der Regel haben die Patienten beim Diabetes mellitus Typ 2 für mehrere Jahre keine konkreten Symptome. Erst wenn der Blutzuckerspiegel deutlich höher ist als bei einem gesunden Menschen, kommt es zu diesen Anzeichen. Häufiger bestehen zu Beginn des Diabetes mellitus Typ 2 allgemeine Anzeichen wie Schwäche, Sehstörungen, Müdigkeit, Neigung zu Harnblasenentzündungen und weiteren Entzündungen. Daher wird in vielen Fällen die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 erst mehrere Jahre nach Auftreten der Krankheit durch Zufall gestellt. Unbehandelt führt der Diabetes mellitus Typ 2 langfristig zu schweren Folgeerkrankungen, die sich auf den ganzen Körper verteilen.

Diagnose

Zur Diagnosestellung des Diabetes mellitus Typ 2 muss mehrere Male der Blutzuckerspiegel beim nüchternen Patienten gemessen werden. Wenn mindestens zweimal ein überhöhter Blutzuckerspiegel gemessen wurde, so gilt die Diagnose des Diabetes mellitus Typ 2 als gesichert. Alternativ kann ein Zuckerbelastungstest durchgeführt werden. Bei diesem Test soll der Patient eine festgesetzte Menge an Zucker in Form von einer süßen Zuckertrinklösung essen. Während dieses Zuckerbelastungstests wird dem Patienten in festgesetzten Zeitintervallen Blut abgenommen und darüber der Blutzuckerwert oder auch der Insulinwert gemessen. So für die Sicherung der Diagnose des Diabetes mellitus Typ 2 jeweils Messwerte für den Nüchternwert, den Anstiegswert, dem Maximalwert und dem Wert beim Abfallen des Blutzuckers auf den Nüchternwert jeweils vom Blutzucker und dem Insulin im Blut ermittelt.

Behandlung und Therapie

Bei der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 wird zunächst auf allgemeine Behandlungsmaßnahmen wie Gewichtsabnahme bei Übergewicht oder Umstellung auf einen günstigeren Ernährungs- und Lebensstil zurückgegriffen.

Studien haben ergeben, dass durchschnittlich eine Gewichtsreduktion von zehn Kilo den Blutzuckerspiegel wieder in den Normalbereich bringen kann und den Diabetes mellitus Typ 2 entweder vorübergehend oder nachhaltig heilen kann. Wenn diese Maßnahmen keine Besserung der Blutzuckerwerte ermöglichen, kann die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 mit Medikamenten angefangen werden.

Neben Medikamenten wie die Sulfonylharnstoffe für den Diabetes mellitus Typ 2, die die Ausschüttung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse zusätzlich verstärken, gibt es weitere Gruppen von Medikamenten wie das Metformin, die die Reaktion des Körpers auf das Insulin hin wieder verbessern, sodass die natürliche Ausschüttung vom Insulin wieder ausreicht und der Blutzuckerspiegel trotz Diabetes mellitus Typ 2 im normalen Bereich ist.

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Vorbeugung

Vorbeugende Maßnahmen wie gesunde Ernährung und Lebensstil können eine maßgebende Wirkung auf die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 haben. Zudem haben Studien ergeben, dass eine Bewegungsaktivität von in der Woche mehr als dreimal und für mehr als mindestens 30 Minuten an leicht anstrengender Bewegung ausreicht, um den Diabetes mellitus Typ 2 zusammen mit weiteren Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen.

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