Darum ist Ingwer so gesund

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. August 2014
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Ingwer wird beim Kochen zunehmend beliebter. Das liegt nicht nur an seinem würzigen Aroma, sondern vor allem an seiner Heilkraft. Schmerzen oder Übelkeit? Ingwer kann helfen!

Inhaltsverzeichnis

Heilende Wirkung bei Schmerzen belegt

Ingwer ist scharf. Wenn man auf ein kleines Stück beißt, merkt man schnell wie die Zunge anfängt zu brennen, die Wangen sich röten oder die Nase plötzlich läuft. Manch einem schnellt ein plötzliches Wärmegefühl durch den Körper. Das liegt an den zahlreichen Scharfstoffen in der Knolle, die für die Aktivierung der Wärmerezeptoren sorgen.

Dabei kann die scharfe Knolle noch einiges mehr. Denn die Heilpflanze enthält Stoffe, die eine ähnliche Wirkung aufweisen wie Acetylsalicylsäure. Diese hilft gegen Schmerzen, Entzündungen und Blutgerinnung. Vor allem die Schmerzlinderung wurde von verschiedenen Studien belegt, weshalb Extrakte aus Ingwer bei Rheuma oder Muskelbeschwerden eingesetzt werden.

Scharfe Knolle mit heilender Wirkung.

Bei Brechreiz oder Übelkeit Ingwer einsetzen

Dass Ingwer gegen Reiseübelkeit wirkt, ist inzwischen weitreichend bekannt. Auch Wissenschaftler vergleichen die Wirkung des Ingwers gegen Brechreiz und Übelkeit mit dem chemischen Wirkstoff Dimenhydrinat.

Durch Untersuchungen wurde belegt, dass die Wirkstoffe aus dem Ingwer die so genannten Serotonin-Rezeptor-Ionenkanäle angreifen. Diese seien mitverantwortlich für das Erbrechen. Kurios jedoch: Die Heilpflanze hilft zwar jenen, die Übelkeit im Auto, Flugzeug oder Zug bekommen. Wird jemandem auf dem Schiff schlecht, sei Ingwer weniger geeignet.

Studien konnten sogar die Heilwirkung des Ingwer bei der Chemotherapie belegen. Nehmen Patienten zusätzlich zu ihren chemischen Medikamenten gegen Brechreiz auch noch Ingwer ein, wird ihnen weniger übel.

Wird das Extrakt der Heilpflanze drei Tage vor und drei Tage nach der Chemotherapie eingesetzt, senke das die Beschwerden um bis zu 30-40 Prozent, so die Forscher. Eindeutig sind die Studien hierzu jedoch noch nicht. Es gilt also wie immer: Vor der Verwendung sollte dies stets mit einem Arzt abgestimmt werden.

Richtige Dosierung von Ingwer gegen Reiseübelkeit

Um bei Reiseübelkeit vorzubeugen, empfiehlt sich Ingwer in Form von Tropfen, Tabletten oder Kapseln etwa 30 Minuten vor Reiseantritt einzunehmen. Bei längeren Reisen, zum Beispiel einem Flug über mehr als vier Stunden, wird eine weitere Dosis empfohlen. Die Heilpflanze kann auch direkt eingenommen werden: Einfach ein frisch geschältes Stückchen der Knolle kauen. Wem das zu scharf ist, kann das Stück Ingwer mit heißem Wasser zu einem Tee aufgießen oder Zuckerbonbons lutschen. Auch damit gelangen die Inhaltsstoffe der Pflanze in Ihren Körper. Es ist allerdings nicht bekannt, wieviel davon direkt am Wirkort ankommt.

Achtung: Ingwer nicht in Schwangerschaft einsetzen

Für Schwangere, die unter Übelkeit leiden, sei Ingwer jedoch nicht geeignet, da er die Wehen auslösen kann. Auch all jene, die einen empfindlichen Magen haben, sollten das Gewürz nur mit Bedacht einsetzen oder sogar ganz darauf verzichten. Ingwer bildet nämlich mehr Magensäure. Auch für Menschen mit Gallensteinen ist das Heilmittel tabu. Abgesehen davon wird die Knolle gut vertragen. Ingwer fördert außerdem die Verdauung. Eine vorbeugende Wirkung gegen Erkältungen, eine Hilfe beim Abnehmen oder der Schutz vor Krebs, sind wissenschaftlich bisher noch nicht belegt.

Kochen mit Ingwer

Frischer Ingwer passt besonders gut zu asiatischen Gerichten. Braten Sie ein Stück der Pflanze vor den anderen Zutaten kurz in heißem Öl an und nehmen Sie Ihn anschließend wieder heraus. Auf diese Weise schmeckt das Gericht nicht zu intensiv nach der scharfen Knolle. Stattdessen kommt ein feines Ingweraroma hinzu.

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