Chondropathia patellae

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Dezember 2014
Gesundpedia.deKrankheiten Chondropathia patellae

Mit der Bezeichnung Chondropathia patellae wird in der Medizin eine Knorpelerkrankung definiert, die das Knie betrifft. In den meisten Fällen zeigt die Erkrankung einen günstigen Verlauf und nur sehr selten erfordert das Krankheitsbild chirurgische Maßnahmen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Chondropathia patellae?

Die Chondropathia patellae stellt sich am Knorpel der Kniescheibenrückseite ein. Bei den meisten betroffenen Patienten zeigt sich die Knorpelerkrankung an beiden Knien. Prozentual tritt die Chondropathia patellae am häufigsten bei Mädchen und jungen Frauen auf.

Die Erkrankung geht typischerweise mit degenerativen Schädigungen des Kniescheibenknorpels einher. Zu den charakteristischen Anzeichen der Chondropathia patellae zählen unter anderem Schmerzen während des Treppensteigens.

Ursachen

Da sich hinter einer Chondropathia patellae vielfältige Ursachen verbergen können, sind entsprechende Gründe in vielen Fällen nicht abschließend zu ermitteln. Eine Chondropathia patellae kann sich beispielsweise infolge von Veränderungen des an die Kniescheibenrückfläche angrenzenden Knorpelgewebes entwickeln. Entsprechende Veränderungen können je nach Betroffenem unterschiedlich ausfallen und erstrecken sich etwa über Abscherungen oder Aufsplitterungen.

Die schmerzhafte Erkrankung kommt allerdings meistens erst dann zum Vorschein, wenn sich zu den Knorpelbeeinträchtigungen verschiedene Risikofaktoren (wie etwa umfangreiche kniende Beschäftigungen oder belastende Sportarten, die häufige unmittelbare Stoppbewegungen erfordern) gesellen. So können Sportarten wie beispielsweise Tennis verschiedene Sehnen überlasten, die mit der Kniescheibe verbunden sind. Eine solche Sehnenüberlastung stellt sich in Verbindung mit Knorpelveränderungen dann in Form der Chondropathia patellae dar.

Nicht immer setzt die Chondropathia patellae aber den Risikofaktor des überbeanspruchten Kniegelenkes voraus. Alternativ kann die Erkrankung beispielsweise durch Beeinträchtigungen der Oberschenkelmuskulatur oder durch Fehlbildungen, -funktionen oder -stellungen der Kniescheibe begünstigt werden. Nicht zuletzt sind auch Knieverletzungen oder Unfälle in der Lage, die Entwicklung einer Chondropathia patellae zu fördern.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome einer Chondropathia patellae:

Gesundes Knie und Knie mit Knorpelschaden (Chondropathia patellae).

Charakteristischerweise geht die Chondropathia patellae mit Schmerzen einher, die die Kniescheibe betreffen. Die individuelle Schmerzstärke wird dabei im Wesentlichen von dem Ausmaß vorliegender Knorpelbeeinträchtigungen bestimmt.

Typische Schmerzen setzen entweder spontan ein, wenn das Knie stark gebeugt wird oder sie nehmen unter Belastung stetig zu (wie etwa beim Abwärtslaufen).

Darüber hinaus sind im Rahmen der Chondropathia patellae Ruheschmerzen möglich, die beispielsweise während des Schlafes auftreten. In den meisten Fällen verläuft die Chondropathia patellae günstig. Das bedeutet, dass sich die krankheitstypischen Knieschmerzen meist lediglich nach Überlastungen des Kniegelenkes einstellen, um sich wenige Wochen später wieder selbstständig zurückzubilden.

Bei einigen Patienten erstrecken sich die mit der Knorpelerkrankung verbundenen Schmerzen aber auch über längere Zeiträume. In diesen Fällen drohen beispielsweise Fehlhaltungen.

Diagnose

Die Diagnose einer Chondropathia patellae beginnt im Regelfall zunächst mit einem ausführlichen Patientengespräch. Dem Gespräch, das dem behandelnden Arzt bereits erste Hinweise auf eine Verdachtsdiagnose geben kann, schließen sich verschiedene Untersuchungen an - typischerweise reagieren die Knie bei vorliegender Knorpelerkrankung beispielsweise mit Druckschmerz.

Wird das Knie etwa gegen einen Widerstand ausgestreckt, kann der Arzt bei vorliegender Chondropathia patellae häufig Reibegeräusche im Kniescheibenbereich wahrnehmen. Gelegentlich drückt sich die Knorpelerkrankung bei der ärztlichen Untersuchung auch durch eine instabile Kniescheibe und/oder einen Rückgang der Oberschenkelmuskulatur aus. Ergänzende diagnostische Maßnahmen, die eine Chondropathia patellae bestätigen können, umfassen etwa Röntgenuntersuchungen sowie seltener auch die Magnetresonanztomographie (MRT).

Behandlung

Im Rahmen der medizinischen Behandlung einer diagnostizierten Chondropathia patellae stehen meist sogenannte konservative (nicht-chirurgische) Behandlungsmethoden im Mittelpunkt. Zu diesen Methoden zählen vornehmlich physiotherapeutische (krankengymnastische) Übungen, die eine Stärkung der vorderen Oberschenkelmuskulatur bewirken.

Idealerweise werden Übungen zur Behandlung der Chondropathia patellae durch eine vorübergehende Schonung der Kniegelenke ergänzt - Mediziner empfehlen in diesem Zusammenhang etwa das Vermeiden ausgeprägter Kniebeugungen sowie im Bedarfsfall das Anwenden stützender Verbände.

Auch nach Therapieabschluss ist es bei diagnostizierter Chondropathia patellae in den meisten Fällen sinnvoll, weitgehend solche Sportarten (wie etwa das Skifahren oder das Fußballspielen) zu vermeiden, bei denen die Knie einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Entsprechende Sportarten können durch knieschonendere Alternativen (wie vor allem das Schwimmen oder das Radfahren) ersetzt werden.

Sind die mit einer Chondropathia patellae einhergehenden Schmerzen im individuellen Fall sehr stark ausgeprägt, kann im Therapierahmen der Einsatz von Medikamenten notwendig werden. Der akuten Schmerzlinderung dient in diesem Zusammenhang beispielsweise eine kurzfristige Einnahme von Schmerzmitteln.

Führen eingesetzte Schmerzmittel im Einzelfall keine ausreichende Wirkung herbei, ist auch eine lokale Betäubungsmittelgabe durch den behandelnden Arzt möglich. In sehr seltenen Fällen wird der Chondropathia patellae schließlich durch eine Operation begegnet. Zu den Zielen eines solchen chirurgischen Eingriffes zählen beispielsweise eine Kniescheibenentlastung sowie eine Knorpelglättung.

Rezeptfreie Medikamente gegen Knieschmerzen


Vorbeugung

Obwohl es kaum möglich ist, der Chondropathia patellae auf direktem Wege vorzubeugen, können verschiedene Verhaltensmaßnahmen dazu beitragen, das allgemeine Risiko auftretender Knieprobleme zu reduzieren. Mediziner raten vor diesem Hintergrund beispielsweise dazu, Überlastungen der Knie weitmöglichst zu vermeiden. Dies kann unter anderem durch einen Verzicht auf Sportarten gelingen, die die Knie stark belasten.

Sportlern, die trotz kniebelastender Sportarten dem Risiko einer Chondropathia patellae entgegenwirken möchten, empfehlen Mediziner etwa das Tragen von Knieschonern, ausreichende Erholungspausen sowie knieschonenden Ausgleichssport.

Bücher zum Thema Chondropathia patellae und Knieschmerzen

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Chondropathia patellae?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?