Cholesterinembolie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Dezember 2014
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Die Cholesterinembolie ist eine problematische Krankheit, bei dem Blutgefäße angegriffen werden. Im schlimmsten Fall können starke Organschäden entstehen. Hauptsächlich tritt die Cholesterinembolie bei älteren Menschen, die bereits mit Problemen der Blutgefäße zu tun haben, auf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Cholesterinembolie?

Bei einer Cholesterinembolie handelt es sich um ein Syndrom, das auftritt, wenn Cholesterin vom Körper freigesetzt wird und gemeinsam mit anderen Stoffen durch die Blutbahn fließt und sich an anderen Blutgefäßen festsetzt. Diese können sich dadurch verschließen, wodurch gravierende Probleme entstehen können.

Verschlossene Blutgefäße können unter anderem dazu führen, dass Hautkrankheiten auftreten, Wundbrand an den Extremitäten entsteht oder gar ein Nierenversagen eintritt. Auch Erkrankungen anderer Organe sind möglich, zumeist ist allerdings die Niere, die durch Cholesterinembolie schnell Schaden nimmt, betroffen.

Ursachen von Cholesterinembolie

Die Cholesterinembolie gehört zu den Krankheiten, die in den seltensten Fällen abrupt auftreten. Die häufigste Ursache liegt in einer komplizierten Ansammlung an verschiedenen Unstimmigkeiten im Blut und den Blutgefäßen. Ist deren Arbeitsweise eingeschränkt, beispielsweise durch koronare Probleme, besteht die Möglichkeit, dass sich daraus eine Cholesterinembolie entwickelt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Cholesterinembolie aus diesem Grund entsteht, liegt bei weit über 50 Prozent. Entsprechend gelten Bluthochdruck und Koronare Herzkrankheiten als die mitunter wichtigsten Risikofaktoren für die Krankheit. Eine weitere Ursache liegt in Medikamenten, die dazu führen, dass die Blutgerinnung verringert wird. Durch die Medikation werden Blutgerinnsel aufgelöst, die bislang als Schutz der Blutgefäße dienten. Dadurch kann sich Cholesterin an diesen absetzen und Schaden anrichten.

Eine weitere Ursache der Krankheit ist schwere Arteriosklerose. Ein besonders großer Risikofaktor ist Arteriosklerose dann, wenn große Arterien davon betroffen sind. Als Risikofaktoren für Cholesterinembolie gelten darüber hinaus starkes Rauchen, auf Grund der Verringerung der Blutgerinnung, und Nierenarterienstenose.

Symptome und Verlauf von Cholesterinembolie

Typische Symptome einer Cholesterinembolie:

Eine Cholesterinembolie kann auf Grund von verschiedenen Symptomen diagnostiziert werden. Allgemein gehören ein Gewichtsverlust und Fieber zu den wichtigsten Zeichen. Die restlichen Symptome sind zumeist spezifisch und hängen davon ab, welches Organ betroffen ist. Beispielsweise zeigt sich die Krankheit bei Organen, die in der unteren Hälfte des Oberkörpers sind, tendenziell eher an den unteren Extremitäten.

Beispiele für Symptome an diesen sind Wundbrand, Färbung der Zehen, Muster in der Haut und starke Schmerzen. Im Normalfall treten die Symptome an beiden Extremitäten auf. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere mögliche Symptome, die jeweils dann auftreten, wenn ein wichtiges Organ, beispielsweise die Niere, betroffen ist. Zu diesen gehören unter anderem Übelkeit, Bluthochdruck, Appetitlosigkeit oder gar Probleme mit dem Nervensystem. Auch Blut im Urin kann ein Symptom von Cholesterinembolie sein.

Diagnose von Cholesterinembolie

Die Diagnose von Cholesterinembolie ist auf verschiedene Weisen möglich. Dennoch ist die Erkennung alles andere als einfach, da eine Abgrenzung zu anderen Krankheiten und Infektionen schwierig ist. Erst eine mikroskopische Untersuchung von Gewebe bringt zumeist Sicherheit. Bei einer Untersuchung des Bluts kann eine Cholesterinembolie grundsätzlich festgestellt werden, die Unterscheidung zu anderen Krankheiten klappt allerdings nicht immer.

Selbst im großen Blutbild ist Cholesterinembolie nicht mit hundertprozentiger Sicherheit nachzuweisen. Zudem können Tests der Nierenfunktionen (bei Beteiligung der Niere) durchgeführt werden, um die Krankheit zu erkennen. Außerdem können erhöhte Protein-Werte im Blut darauf hindeuten, dass es sich um Cholesterinembolie handelt. Sollte ein Verdacht vorliegen, wird gewöhnlich eine Gewebeprobe entnommen. Mit einer solchen kann Cholesterinembolie dann schlussendlich nachgewiesen werden.

Behandlung von Cholesterinembolie

Die Behandlung der Cholesterinembolie gilt als sehr schwierig. Das liegt daran, dass gewöhnlich nicht die Krankheit selbst, sondern nur die Symptome behandelt werden können. Entsprechend unterscheidet sich die Behandlungsart auch je nach betroffenem Organ. Beispielsweise bietet es sich bei Problemen mit der Niere an, eine Behandlung mit Statinen durchzuführen. Diese Medikamente senken die Serumkonzentration von Cholesterin und wirken sich entsprechend positiv auf die Symptome aus.

Die Behandlung der Cholesterinembolie hat in jedem Fall stationär zu erfolgen. Wichtig ist zudem, dass festgestellt wird, welche Organa bereits betroffen wird. Daraufhin ist es ebenfalls zentral, dass eine weitere Streuung der Krankheit verhindert wird. Das wird dadurch erreicht, dass komplett auf jegliche Medikationen zur stärken Blutgerinnung verzichtet wird, um zumindest die Möglichkeit einer Schließung der Streuquelle herbeizuführen. Ob dadurch allerdings die Krankheit in den bereits betroffenen Organen weniger schlimm wird, gilt als sehr umstritten.

Ebenfalls ist nicht eindeutig geklärt, ob andere Behandlungsmethoden zu einem besseren Ergebnis führen. Zwar existieren weitere Ansätze, um gegen die Cholesterinembolie vorzugehen, eine statisch erwiesene Verbesserung konnte allerdings noch keine Vorgehensweise nachweisen. Ist die Krankheit weit fortgeschritten, müssen Patienten sich zumeist der Dialyse stellen, um weitere Schäden zu verhindern.

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Vorbeugung von Cholesterinembolie

Zur Vorbeugung von Cholesterinembolie empfiehlt es sich, die Risikofaktoren einzuschränken. Beispielsweise sollten Raucher den Konsum von Zigaretten stark einzuschränken. Das gilt insbesondere dann, wenn die Personen bereits mit koronaren Erkrankungen zu tun hatten und dadurch besonders gefährdet sind.

Eine weitere Vorbeugung gegen eine Cholesterinembolie liegt darin, regelmäßige Untersuchungen durchzuführen. Besonders wichtig ist es dabei darauf zu achten, dass, sofern Risikofaktoren vorliegen, auf Größenveränderungen der Arterien geblickt wird.

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