Cayennepfeffer

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. Januar 2016
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Cayennepfeffer ist den meisten Menschen nur als ein Gewürz der Küche bekannt. Dabei kann er dabei helfen, spezifische gesundheitliche Beschwerden zu regulieren. In der Regel ist bei der richtigen Anwendung nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen.

Inhaltsverzeichnis

Definition und Vorkommen

Die Pflanze des Cayennepfeffers stammt ursprünglich aus Südamerika. Bereits 7000 vor Christus haben in Peru erste Versuche stattgefunden, die Pflanze zu kultivieren. Nach Europa gelang der Cayennepfeffer schließlich im 15. Jahrhundert durch die Spanier. Die Schoten gewannen zunächst in Südosteuropa an Beliebtheit. Heutzutage lässt sich Cayennepfeffer vor allem in einer pulverisierten Form vorfinden. Gewürzt werden mit den Schoten insbesondere Gerichte, die aus China, Südamerika, Indien und Indonesien kommen.

Dabei trügt der Name des Cayennepfeffers: Es handelt sich nicht um die Frucht eines Pfeffergewächs, sondern einer Chilipflanze.

In gemahlener Form entsteht auf diese Weise Cayennepfeffer. Der Geschmack des Cayennepfeffers wird als leicht bitter, rauchig und beißend scharf wahrgenommen. Auf der Scoville-Skala erreicht das Gewürz einen Wert von 30.000 bis 50.000. Ausschlaggebend für die Schärfe ist vor allem das enthaltene Capsaicin mit einem Anteil von weniger als einem Prozent.

Cayennepfeffer hilft aufgrund der anregenden Wirkung bei Durchblutungsstörungen und Muskelverspannungen.

Die Pflanze des Cayennepfeffers wird in seinen Herkunftsländern auch als scharfe Paprika oder Tabascopflanze bezeichnet. Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen und erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 50 Zentimetern. Die äußere Erscheinung wirkt strauchartig. Der Cayennepfeffer weist grüne, ovale Blätter auf und Blüten mit weißen Blättern.

Weder die Blüten noch die Blätter lassen sich in der Küche oder für medizinische Zwecke verwenden. Hier empfehlen sich die roten Früchte der Pflanze, welche sich kurze Zeit nach der Herausbildung der Blüten entwickeln. Mit fortschreitender Zeit verschrumpeln die Schoten. In geringer Dosierung lässt sich der Cayennepfeffer zum Beispiel für orientalische Gerichte nutzen. Darüber hinaus gehört Cayennepfeffer zu einem Bestandteile der meisten Pfeffersprays.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Dosierung

Im Cayennepfeffer können Carotinoide, Flavonoide, Öl und Vitamin C angetroffen werden. Für medizinische Zwecke relevant sind vor allem die im Cayennepfeffer enthaltenen Capsaicinoide. Zu diesen gehört unter anderem das Capsaicin. Diese führen zu einer Reizung der Schleimhäute, wodurch bestimmte Rezeptoren in der Haut gereizt werden und sich die Durchblutung erhöht. Diese sind gleichzeitig für Schmerzen und das Empfinden von Wärme verantwortlich.

Wer die Wirkung des Cayennepfeffers nutzen möchte, muss die Pflanze täglich anwenden oder im Rahmen einer mehrwöchigen Kur. Die Pflanze kann innerlich und äußerlich zu sich genommen werden. So lässt sich das Gewürz zum einen vermehrt über Speisen geben oder in Form von Kapseln und Tabletten einnehmen. Solche Nahrungsergänzungsmittel können in der Regel in einer Apotheke ohne Rezept erworben werden. Sie sollten etwa zweimal täglich eingenommen werden für das Herbeiführen einer medizinischen Wirkung. Im besten Fall wird die Tablette zu einer Mahlzeit geschluckt.

Für die äußerliche Anwendung wird der Cayennepfeffer zum Beispiel auf die Haut aufgetragen. So sind die Inhaltsstoffe in einigen Salben, Cremes oder spezifischen Pflastern enthalten. Sie kommen vor allem bei Verspannungen der Muskulatur zum Einsatz. Insbesondere im Bereich des Nackens und der Wirbelsäule empfehlen Ärzte eine Behandlung der muskulären Verspannungen und Schmerzen mithilfe der Inhaltsstoffe des Cayennepfeffers. Eine andere Möglichkeit zur medizinischen Verwendung ist die Gurgellösung. Diese hilft bei einer regelmäßigen Anwendung zum Beispiel bei bestehenden Halsschmerzen.

Wogegen hilft Cayennepfeffer?

Bedeutung für die Gesundheit

Cayennepfeffer hilft bei Durchblutungsstörungen und Muskelverspannungen. Die Pflanze kann die Beschwerden behandeln oder vorbeugen. Die äußerliche Anwendung führt zunächst zu einer Rötung der betroffenen Stelle, welche auf eine vermehrte Durchblutung hinweist. Durch die entstehende Wärme kommt es kurz darauf zu einer Lockerung der Verspannung und einem Nachlassen der Schmerzen. Cayennepfeffer reguliert Nervenschmerzen und Beschwerden des Magen-Darm-Trakts wie zum Beispiel Koliken.

Die geförderte Durchblutung beugt der Entstehung von Gastritis vor. Darüber hinaus wirkt Cayennepfeffer sich positiv auf die Leber aus. Er verhindert sowohl einer Leberzirrhose als auch einen bösartigen Tumor. Sobald sich die Leberwerte verbessern, kann meistens auch eine Senkung des Cholesterinspiegels beobachtet werden. Dieser wiederum hat eine positive Auswirkung auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems. Durch seine antioxidantischen Eigenschaften kann der Cayennepfeffer das Immunsystem stärken und auf diese Weise die Häufigkeit in Infekten und anderen Erscheinungen reduzieren.

Studien zufolge sollen die Inhaltsstoffe des Cayennepfeffers sogar einen positiven Effekt auf eine bestehende Krebserkrankung haben. Die dauerhafte Einnahme kann jedoch zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts führen, die sich zum Beispiel durch einen Reizdarm äußern. Schwangere sollten von einer größeren Dosierung absehen. Bei Patienten mit einer empfindlichen Haut lassen sich Irritationen bei einer äußerlichen Anwendung nicht ausschließen. Bei der Verwendung sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Inhaltsstoffe nicht in die Augen geraten, weil es ansonsten zu einer Reizung der Hornhaut und Schmerzen kommen kann.

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