Carnitin

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 17. November 2014
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Die wissenschaftlich exakte Bezeichnung für Carnitin ist L-Carnitin. Das Carnitin wird gebildet aus Aminosäuren, den natürlichen Bausteinen der Eiweiße. Zu den Carnitinbausteinen gehören das Lysin und das Methionin.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Carnitin?

Natürliches Carnitin ist eine Substanz, die eine grundlegende Bedeutung für die Eiweißsynthese sowie die Energiegewinnung in allen lebenden Zellen besitzt. In diesem Zusammenhang wird in der Biochemie von Carnitin als Rezeptor gesprochen, der für die Verstoffwechslung von Fettsäuren und deren Energieumwandlung in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien zuständig ist.

Wenn eine Verstoffwechslung von Fett in den Mitochondrien erfolgen soll, was gleichbedeutend ist mit der Fettverbrennung, dann kann dies nur dann geschehen, wenn die Zellwände der Mitochondrien auf die Aufnahme der Fette durch Carnitin vorbereitet werden. Carnitin hat darüber hinaus eine lebenswichtige Aufgabe in Verbindung mit dem sogenannten Coenzym A zu erfüllen.

Wirkung und Bedeutung

Carnitin hat auf Grund seiner lebenswichtigen Bedeutung die Nebenbezeichnung Vitalstoff erhalten. Diese Stoffe haben sich insbesondere in der orthomolekularen Medizin durchgesetzt und können zur Stärkung des Immunsystems, zur Vermeidung von Mangelerscheinungen sowie bei der Therapie von Erkrankungen eingesetzt werden.

Das Carnitin besitzt wie auch andere essenzielle Aminosäuren zentrale Funktionen bei der Gesundherhaltung des Herz-Kreislaufsystems und bei der Erhöhung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Viele Therapien werden mit Carnitin durchgeführt, wenn es darum geht, die Alzheimer Demenz, die Altersdepression und die Infektion mit dem HIV-Virus erfolgreich zu behandeln.

Innerhalb dieser Behandlungen und auch für die Therapie von Durchblutungsstörungen im Gehirn, die zum Schlaganfall führen können sowie bei alkholbedingten Verlusten der Hirnleistung, wird das Acetyl-L-Carnitin verwendet.

Viele Erkrankungen sind durch einen enormen Leistungsabfall und chronisch auftretende Ermüdungserscheinungen gekennzeichnet. Durch die gezielte Verabreichung von Carnitin ist es möglich, diese zu reduzieren. Darüber hinaus wurde dem Carnitin eine sogenannte antioxidative Wirkung zugesprochen, die insbesondere bei Multipler Sklerose ganz erstaunliche Therapiemöglichkeiten eröffnet.

Anwendung im Sport (Muskelaufbau)

Carnitin besitzt eine enorme Wirkung auf die Verbesserung des Muskelaufbaus zur Erzielung einer gesteigerten Muskelmasse, die insbesondere im Bodybuilding und bei anderen Sportarten grundlegend ist. Neben den positiven Effekten auf den Aufbau der Muskulatur zeichnet sich Carnitin ebenfalls durch eine fettverbrennende Funktion aus.

Da die Zellkraftwerke für die Aufnahme von Fett optimiert werden, führt dies während und nach der sportlichen Aktivität zur Verbrennung von körpereigenen Fettreserven. Menschen, die mit Carnitin trainieren und dieses als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, berichten über eine anhaltende Leistungssteigerung. Diese beinhaltet die schnelle Regenerationsfähigkeit der Muskelzellen durch Carnitin, was eine lang anhaltende Leistungsfähigkeit ermöglicht.

Fettleibige Menschen weisen in einigen Fällen eine Unterversorgung mit Carnitin auf, was durch eine zusätzliche Verabreichung möglicherweise die Fettverbrennung ankurbeln könnte. Carnitin trägt jedoch nur zu den fettverbrennenden Prozessen bei, wenn eine entsprechende körperliche Bewegung durchgeführt wird.

Carnitin-Präparate sind ohne Rezept bei großen und seriösen Online-Shops frei verkäuflich. Auch Internet-Versandapotheken bieten mittlerweile diese Produkte von verschiedenen Herstellern an.

Rezeptfreie Nahrungsergänzung und Carnitin


Risiken und Nebenwirkungen

So erstaunlich die Wirkungen des Carnitins auf die Lebensfähigkeit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen auch sind, dennoch kann eine falsche Dosierung des Carnitins unerwünschte Nebenwirkungen und Risiken in sich bergen.

Wenn Carnitin in zu hohe Mengen im Organismus vorhanden ist, dann wird es zunächst auf natürlichem Wege ausgeschieden. Als häufige Nebenwirkungen sind Übelsein, Erbrechen und Durchfall bekannt.

Diese Erscheinungen treten bereits bei einer Überdosierung von 3 bis 4 Gramm auf. Begleitet wird eine hohe und lang anhaltende Aufnahme von Carnitin außerdem durch eine verstärkte Schweißabsonderung, wodurch dem Körper viel Flüssigkeit verloren geht. Aus diesem Grund ist es wichtig, reichlich Wasser aufzunehmen.

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