Buchweizen (Heilpflanze)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. Februar 2016
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Trotz seines Namens ist der Buchweizen kein Getreide, sondern eine Pflanze. Sie wird als Nahrungsmittel in der Küche und medizinisch zur Vorbeugung und Behandlung diverser Krankheiten eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Definition und Vorkommen

Das Pseudo-Getreide Buchweizen, botanisch Fagopyrum, gehört zur Familie der Knöterich-Gewächse (Polygonaceae) gehört. Es kommt in den gemäßigten Klima-Zonen Eurasiens und in Ost-Afrika vor.

Beim Buchweizen handelt es sich um ein sogenanntes Pseudogetreide.

Der bekannteste Vertreter des leicht nussig schmeckenden Nahrungsmittels ist der Echte oder Gemeine Buchweizen (Fagopyrum esculentum Moench). Die anspruchslose ein- oder mehrjährige Pflanze gedeiht sogar auf Nährstoff und kalkarmen Böden.

Mancherorts wächst sie sogar als Zwergstrauch. Ihre 4 bis 6 mm langen, dreikantigen und graubraunen Früchte ähneln Bucheckern. Aus den geschälten Buchweizen Körnern werden Grieß, Pfannkuchen, Nudeln, Graupen, Grütze und Mehl hergestellt. Seine Keimlinge dienen als Salat Toppings. Buchweizen Keimlinge sind besser bio-verfügbar als die getrockneten Samen. Buchweizen Brot hat einen Buchweizenmehl-Gehalt von mindestens 20%. Medizinisch wird Buchweizen als Tee (getrocknetes pulverisiertes Kraut) und in Form von Samen verwendet.

Die meisten Erkenntnisse über die Heilwirkung von Buchweizen sind Erfahrungswerte aus der Naturheilkunde, aus der traditionellen chinesischen Medizin und aus verschiedenen Experimenten mit Tieren. Buchweizen ist als Fertigarzneimittel in der Apotheke und als Nahrungsmittel in Reformhäusern und Naturkost-Läden erhältlich. Er wird in der Mongolei schon seit etwa 4600 Jahren angebaut. In Europa ist der Buchweizen seit dem 14. Jahrhundert bekannt.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Dosierung

Buchweizen enthält Fagopyrin, Flavonoidglykoside, alle acht essentiellen Aminosäuren, Gerbstoffe, Hyperosid, Fette, Mineralien wie Mangan, Selen, Magnesium, Kaffeesäure, Phenolcarbonsäure, Quercetine, Naphthodianthrone, Rutin, Tryptophan, Salicylsäure und alle B-Vitamine. Sein Hauptwirkstoff Rutin wird im Darm in Quercetin-3-Glucosid und Quercetin-3-Glucuronid umgewandelt. Die empfohlene Tagesdosis Rutin liegt bei mindestens 150 mg.

Die Substanz verbessert die Durchblutung, wirkt gegen Erfrierung und Kopfschmerzen und hat einen Gefäß stärkenden Effekt: Buchweizen Rutin repariert oxidative Schäden an den Gefäß-Innenwänden, senkt den Blutdruck und verhindert Arteriosklerose. Die Flavonoide im Buchweizen schützen die Zellen, indem sie die freien Radikale fangen und so wirkungsvoll Entzündungen eindämmen. Außerdem senkt Buchweizen den krankhaft erhöhten Cholesterinspiegel.

Es wirkt prophylaktisch gegen Ödeme, indem es Wassereinlagerungen in das Gewebe verhindert. Dank seines Tryptophan-Gehalts fördert es den Schlaf. Die anti-entzündlichen Eigenschaften von Buchweizen verbessern den Allgemeinzustand des Patienten. Buchweizen Produkte werden meist gut vertragen. In seltenen Fällen kann es durch das Fagopyrin bei besonders empfindlichen Menschen zu foto-allergischen Reaktionen kommen. Um das zu verhindern, empfiehlt sich der Kauf geschälten Buchweizens oder das Waschen des Pseudo-Getreides unter heißem Wasser, bevor es verarbeitet wird.

Wogegen hilft Buchweizen?

Bedeutung für die Gesundheit

Da Buchweizen frei von Gluten (Kleber-Eiweiß) und Lektinen ist - sie machen das Blut dickflüssig - ist das Pseudo-Getreide die ideale Ernährung für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie, Sprue). Sie verwenden es am besten als Getreide und Mehl-Ersatz. In der Naturheilkunde wird ein aus Buchweizen hergestellter Brei als Stärkungsmittel eingesetzt. Als Tee dient das pulverisierte Kraut bei Patienten mit Schlafstörungen als sanftes Schlafmittel. c Buchweizen-Produkte sind Bestandteil Basen überschüssiger Ernährung, lindern Juckreiz (Pruritus) und helfen, Schlaganfall und Herzinfarkt zu verhindern. Das im Buchweizen enthaltene Chiro-Inositol reguliert den Blutzuckerspiegel: Da die Stärke vom Körper nur sehr langsam aufgespalten werden kann, erfolgt die Aufnahme des Blutzuckers nur langsam. Der Blutzuckerspiegel wird nur unwesentlich erhöht. Das Lecithin und der hohe Ballaststoff-Anteil fördern die Gehirnaktivität und -Leistung. Beide Stoffe halten die Leberzellen gesund und verhindern die Aufnahme von Cholesterin in den Körper. Dadurch regulieren sie den Fettstoffwechsel und helfen, die Entstehung von Übergewicht zu vermeiden.

Die gesunden Inhaltsstoffe des Buchweizens hemmen chronische Entzündungen in Darm, Milz, Leber und Blut. Neuere Untersuchungen erhärten den Verdacht, dass Buchweizen sogar das Wachstum von Krebszellen hemmen könnte. Zur Vorbeugung von Krampfadern und chronisch venöser Insuffizienz (CVI) wird es in Form einer 4- bis 8-wöchigen Tee-Kur Anwendern mit überwiegend stehender Tätigkeit empfohlen. Auch Patienten mit CVI, die geschädigte oder nicht richtig funktionierende Venenklappen haben, können von einer derartigen Therapie profitieren.

Dasselbe gilt für Menschen mit Krampfadern und Hämorrhoiden. Zur Zubereitung des Buchweizen Tees werden 1 EL Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergossen, 15 Minuten ziehen gelassen und dann durchgeseiht. Der Patient trinkt dann täglich 2 bis 3 Tassen davon. Meist kommt es schon zwei Wochen nach der ersten Anwendung zur Besserung der Beschwerden. Bei Patienten mit CVI I und II bilden sich die durch die Venen-Schwäche entstandenen Ödeme in den Beinen nach etwa 3 Monaten zurück. In der Homöopathie eingesetzter Buchweizen wird aus frischem Kraut hergestellt und heilt in den Potenzen D4 bis D6 Leber und Hauterkrankungen.

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