Botox

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. November 2014
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Botox ist der Handelsname für Produkte mit dem Wirkstoff Botulinumtoxin. Hierbei handelt es sich um ein Nervengift, welches vor allem von dem Bakterium Clostridium botulinum ausgeschieden wird. Botulinumtoxin ist unter anderem als Auslöser der Lebensmittelvergiftung Botulismus bekannt, welche durch den Verzehr verdorbener Fleischwaren verursacht werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Definition und Wirkungsweise

Grundsätzlich ist Botox eines der stärksten bekannten Gifte. Bei Einbringung von Botox in einen Muskel verhindert es die Freisetzung des Botenstoffes Acetylcholin aus den Nervenfasern. Hierdurch kann der Muskel nicht mehr angespannt werden und erschlafft. Zudem wirkt Botox auf die für das Schmerzempfinden zuständigen Nerven im betroffenen Bereich, so dass Schmerzen gelindert werden.

Auf das Gefühlsempfinden soll Botox dagegen keine Auswirkung haben. Nach einer Behandlung mit Botox regenerieren sich die Nervenenden innerhalb von zwei bis sechs Monaten. Danach kann der Muskel wieder angespannt werden, so dass die Behandlung mit Botox gegebenenfalls wiederholt werden muss. Die Wirksamkeitsdauer von Botox verlängert sich gewöhnlich nach mehreren Anwendungen.

Anwendung in der Medizin

Durch seine entkrampfende und schmerzstillende Wirkung wird Botox schon seit über zwanzig Jahren zu medizinischen Zwecken verwendet. Es wird heute unter anderem als Medikament zur Behandlung von Sprach-, Stimm- und Schluckstörungen, Schielfehlern, Muskel-Spastiken oder einem Schiefhals eingesetzt.

Auch bei Blasenproblemen, Spannungskopfschmerzen, Migräne oder einer übermäßigen Schweißproduktion kann Botox angewendet werden. Zu kosmetischen Zwecken wird Botox vor allem zur Glättung und Vorbeugung von Mimikfalten verwendet. So können z.B. Lach-, Stirn- und Zornesfalten sowie Falten an der Nasenwurzel oder an den äußeren Augenwinkeln mit Botox behandelt werden.

Auch ein Ausgleich kleiner Asymmetrien im Gesicht ist mit Botox möglich. Zudem kann es zur Glättung von senkrechten und waagerechten Falten im Bereich des Halses angewendet werden. Bei der Behandlung wird das Botox mit einer sehr dünnen Nadel in die entsprechenden Muskeln injiziert. Es werden gewöhnlich mehrere Injektionen mit geringen Mengen des Medikamentes vorgenommen, da nur eine Schwächung der Muskeln erzielt werden soll.

Eine vollständige Lähmung eines Muskels ist insbesondere im Gesicht nicht erwünscht. Innerhalb von drei bis sechs Tagen tritt eine Entspannung der behandelten Muskeln ein, wodurch eine Faltenglättung erzielt wird. Im Gegensatz zu anderen Behandlungsmethoden gegen Falten handelt es sich daher bei einer Anwendung von Botox nicht um eine Faltenunterspritzung mit auffüllenden Stoffen.

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Risiken und Nebenwirkungen von Botox

Die Risiken einer Behandlung mit Botox variieren je nach Dosis und Anwendungsgebiet. Direkt nach einer Botoxinjektion kann es im behandelten Bereich zu Rötungen, Schwellungen und Blutergüssen kommen. Auch leichte Injektionsschmerzen sind möglich.

Darüber hinaus können vorübergehende Mund- und Augentrockenheit, Sehstörungen, hängende Augenlider, Schluckbeschwerden, Muskelschwäche im Nackenbereich, Kopfschmerzen oder Taubheitsgefühle auftreten.

Bei ungleichmäßiger Dosierung kann zeitweise ein asymmetrischer Gesichtausdruck entstehen. Auch eine Einschränkung der Gesichtsmimik und eine erschwerte Gesichtskontrolle sind möglich, wodurch es zu Problemen beim Sprechen oder bei der Nahrungsaufnahme kommen kann. Wird eine zu hohe Menge an Botox injiziert, kann der behandelte Muskel über einen längeren Zeitraum gelähmt werden.

In seltenen Fällen können nach einer Botoxbehandlung auch weiter entfernte Muskeln von einer Lähmung betroffen sein. Als schwerwiegende Nebenwirkung einer Verabreichung von Botox können zudem Atemprobleme auftreten, welche sogar zum Erstickungstod führen können. Bisher bekannte Todesfälle sind jedoch nach einer medizinischen Behandlung mit Botox aufgetreten, nicht nach einer kosmetischen Anwendung.

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