Boccia

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. Dezember 2014
Gesundpedia.deSportarten Boccia

Boccia oder Boule ist ein Wurfspiel, bei dem die Bocciakugeln geschickt nach dem zuvor in das Spielfeld gebrachten Ziel (meist eine kleinere weiße Kugel) geworfen werden müssen. Es erfordert auf hohem Niveau große Geschicklichkeit, Ausdauer und Nervenkraft.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Unsere Sportwissenschaftler empfehlen:

Boccia ist nach italienischer Überlieferung dem Spartaner Timokrates (um 500 v. Chr.) zu zuschreiben.

Im 14. Jahrhundert soll es dann von Etrurien aus durch Auswanderer in ganz Italien verbreitet worden sein.

Aus noch späterer Zeit finden sich diverse Spielgeräte und Bilder, darunter ein Bild von Pinelli, die in der Campagnasammlung in Rom zu finden sind.

Der Anfang der sportlichen Organisation des Boccia liegt etwa Ende des 19. Jahrhunderts. 1898 wurde in diesem Zusammenhang die Union Bocciofila Piemontese gegründet. Folgend gründeten Frankreich, Italien und die Schweiz die Federacione Internationale Bocca.

Ab dem Jahr 1947 nahm wird in der Sportart Boccia eine Weltmeisterschaft ausgetragen. Seit dem Jahr 1954 gab es zudem eine Europameisterschaft.

Spielfeld und Spielgerät

Boccia oder Boule kann bereits mit geringsten Aufwand gespielt werden, da es wenig Raum und Material benötigt. Die Spielbahn sollte dabei möglichst eben und fest gestampft sein. Die Maße des Feldes sind 24 bis 28 Metern lang und 3,8 bis 6 Meter breit.

Das Feld wird durch mehrere Querstriche in verschiedene Abteilungen gegliedert. Die Striche zeigen u.a. an, bis zu welcher Grenze die Spieler beim Wurf der Bocciakugeln gehen dürfen und wie weit der Pallino (bewegliche kleine Zielkugel) zu Spielbeginn geworfen werden darf.

Das Spielgerät, die Bocciakugel, besteht zumeist aus Hartholz oder Metall. Die Kugeln haben einen Durchmesser von 10 bis 13 Zentimetern. Das kleine Zielobjekt, der meist aus Holz bestehende Pallino, hat einen Durchmesser von vier Zentimetern.

Spielgedanke und Spielregeln

Boccia oder Boule ähnelt in der Zielsetzung dem Eisstockschießen (Curling). So einfach es angelegt ist, stellt es in der sportlichen Gestaltung allerdings erhebliche Anforderungen an die Spieler.

Die Bocciakugeln sind so geschickt nach dem zuvor ins Spielfeld gebrachte Ziel zu werfen, meist eine kleine weiße Kugel, dass sie möglichst dicht neben dieses zu liegen kommen. Die Gegenseite versucht dies durch entsprechende Würfe zu verhindern.

Im Einzelspiel stehen sich zwei Spieler gegenüber, von denen jeder vier Kugeln hält. Im Zweier-, Dreier- oder Vierer-Mannsspiel besitzt jeder Spieler zwei Kugeln. Je mehr Bälle um den Pallino herum liegen, um so schwieriger ist es, sich dem Ziel zu nähern.

Ziel des Spiels ist es, mit Geschicklichkeit, Präzision und der richtigen Strategie die Kugeln des Gegners zu umgehen oder zur Seite zu kicken, um die eigenen Kugeln in eine bessere Lage zu bringen. Gewonnen ist die Spielrunde, wenn die eigene Kugel nach dem letzten Wurf am dichtesten am Pallino liegt.

Das Regelwerk von Boccia ist dem Spielgedanken entsprechend relativ einfach angelegt. Es bestimmt die Reihenfolge sowie die Aufstellung der Spieler, legt zudem die Gültigkeit der Würfe, die Wertung des Spiels sowie die entsprechenden Befugnisse des unparteiischen Spielleiters fest. Dieser hat insbesondere die Aufgabe, die jeweiligen Entfernungen der Kugeln der gegnerischen Parteien vom Pallino zu messen sowie letztlich den Endstand des Spiels festzuhalten.

Boocia-Ausrüstung

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