Blut im Sperma

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. Dezember 2014
Gesundpedia.deSymptome Blut im Sperma

Blut im Sperma kann durch unterschiedliche Möglichkeit auftreten. Die mit Abstand häufigste Ursache ist ein geplatztes Äderchen. Eine chronisch erkrankte Prostata oder ein Trauma kann ebenfalls ein Grund für Blut im Sperma sein.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Blut im Sperma?

Entdeckt der Mann Blut im Sperma, so sieht er diese Veränderung des Ejakulats als Warnzeichen. Aber Blut im Sperma ist kein Garant für eine ernste Erkrankung. Es gibt unterschiedliche Ursachen. Selbst ausgefallene sexuelle Praktiken können ein Grund für Blutbeimischungen im Sperma sein. Die Farbe der Samenflüssigkeit ist von Mann zu Mann unterschiedlich. Zwischen hellgelblich und schneeweiß ist alles möglich.

Bei einer rötlichen Beimischung geht der Patient davon aus, dass Blut im Sperma ist. Wird Blut medizinisch nachgewiesen, ist von einer Hämatospermie die Rede. Die Farbe des Blutes im Sperma ist für die Diagnose von Bedeutung. Dunkelrotes Blut deutet darauf hin, dass das Blut bereits länger in der Samenflüssigkeit ist.

Somit geht man von einer tieferen Ursache (keine Verletzung, sondern ein Ursprung in der Prostata oder Hoden) aus. Sind Blutströpfchen zu erkennen (oder ist das Blut im Sperma hellrot) spricht man im Regelfall von einer Verletzung der Eichel oder einem geplatzten Äderchen.

Ursachen

Häufig handelt es sich beim Blut im Sperma um geplatzte Äderchen in den Samenbläschen. Diese werden mit der Samenflüssigkeit ausgeschüttet. Die Ursache für geplatzte Äderchen sind blutverdünnende Medikamente. Selbst die Einnahme von Aspirin begünstigt Blut im Sperma.

Auch Verletzungen und traumatische Ursachen können Blut im Sperma auslösen. Harte unkontrollierte Bewegungen während des Geschlechtsverkehrs können den Penis verletzen. Selbst enge Kleidung kann eine Verletzung auslösen.

Blut im Sperma wird durch traumatische Erlebnisse während des Geschlechtsverkehrs wahrgenommen. Andere Ursachen sind chronische Erkrankungen der Prostata. Auch eine Vergrößerung der Prostata kann für Blutbeimengen im Sperma verantwortlich sein.

Selten ist Prostatakrebs für Blut im Sperma verantwortlich. Auch ein Tumor an der Vorsteherdrüse kann für Blutbeimengen im Sperma sorgen. In etwa einem Drittel aller Fälle bleibt das Blut im Sperma jedoch ohne Diagnose.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Der Arzt erstellt die Anamnese um herauszufinden, ob eventuelle Vorgehensweisen des Patienten in Verbindung mit Blut im Sperma stehen. Vorerkrankungen, Lebensumstände oder weitere Symptome sind bei der Diagnostik hilfreich. Nach der Anamnese werden klinische Untersuchungen durchgeführt. In erster Linie beschränkt sich die klinische Untersuchung auf die Blick- wie Tastkontrolle.

Der Genitalbereich des Mannes wird äußerlich untersucht. Hier achtet der Arzt auf traumatische Erlebnisse, Hämatome oder kleine Einrisse. Nach der Untersuchung wird die Vorsteherdrüse untersucht. Nach der Untersuchung der Vorsteherdrüse werden Hoden wie Nebenhoden abgetastet. Auf Grund der Tastbewegungen kann der Arzt feststellen, ob eine Größenveränderung gegeben ist. Vor allem bei der Prostata bzw. Vorsteherdrüse kann eine Veränderung der Größe für Blut im Sperma sorgen.

In Verbindung mit der Blick- und Tastenkontrolle wird eine Laboruntersuchung durchgeführt. Dieses Blutbild gibt einen Einblick über den Gesundheitszustand des Patienten. Ebenfalls wird von dem Patienten eine Urinuntersuchung durchgeführt. Viele Untersuchungen dienen im Regelfall für das Ausschlussverfahren. Denn die Diagnose Blut im Sperma sorgt für viele Möglichkeiten; diese werden kategorisch von dem behandelnden Arzt ausgeschlossen. Selbst Bakterien können manchmal die Ursache für Blut im Sperma sein.

Behandlung

Die Behandlung bei Blut im Sperma ist individuell und abhängig von der Diagnose. Tritt Blut im Sperma auf Grund einer Verletzung in der Eichel auf, wird der Penis geschont (kein Geschlechtsverkehr). Bei Problemen und Vergrößerungen der Vorsteherdrüse ist es ratsam, diese im Auge zu behalten. Tumore oder Krebserkrankungen behandelt man operativ.

Je nach Diagnose unterscheidet sich auch der Verlauf der Erkrankung. Während bei Verletzungen nur eine Schonfrist eingehalten wird, kann eine Operation bei einer vergrößerten Prostata Blut im Sperma beheben.

Blut im Sperma betrifft Männer jeglichen Alters. Auch wenn die Ursache im Regelfall harmlos ist, muss eine Abklärung durch den Arzt erfolgen. Vor allem im höheren Alter ist es wichtig, dass Blut im Sperma sofort untersucht wird. Selbst wenn keine begünstigenden Faktoren erkennbar sind, muss Acht gegeben werden.

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Vorbeugung

Blut im Sperma wird vor allem durch übermäßigen Alkoholgenuss und Rauchen begünstigt. Auch wenn der Patient unter einer schlechten Durchblutung leidet, ist es wichtig, dass hier das Gesundheitsbild drastisch verändert wird. Als Vorsorge für Blut im Sperma ist es wichtig, dass übermäßiger Alkoholkonsum sowie das Rauchen beendet werden; auch auf eine gesunde Ernährung muss geachtet werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Herdplatte kommentierte am 27.07.2015 um 15:13 Uhr

Ich bin männlich, 65 Jahre. Ich hatte vor 12 Jahren meinen 1. Herzinfarkt und vor 11 1/2 Jahren eine mittelgradige Depression. Vor 3 Jahren hatte ich meinen 2. Infarkt und vor 1 Jahr eine schwere Depression. Soviel zu meine Vorgeschichte.
Folgende Medikamente nehme ich ein:
Enalapril 2xtgl., Bisoprolol 1xtgl., Herz-ASS (Acetylsalicylsäure) 1x tgl. Venlafaxin 150mg Retard.
Mein Problem, seit ca 46 Wochen ist mein Ejakulat hellrot gefärbt, kein Blut im Urin nur das Ejakulat ist rot, es war zwischendurch wieder weiß, aber seit 2 Tagen ist es wieder hellrot.
Hat jemand ähnlichem Probleme oder kann mir jemand sagen ob es vielleicht an den Medikamenten liegt? Über eine Info wäre ich dankbar. Gruß Herdplatte

Dieter kommentierte am 04.08.2015 um 19:37 Uhr

Seit einigen Wochen beobachte ich ( 72 J. ) rosafarbenes Ejakulat. Ich habe keine Schmerzen, keinen Gewichtsverlust und auch sonst scheint alles normal zu sein. Testosteron-Depot Spritzen erhalte ich schon seit ca. 10 Jahren, weil der PSA Wert immer geringer war als normal und mir darüber hinaus ein positives Selbstwertgefühl vermittelt. Allerdings benutze ich zur besseren Versorgung meiner Gesundheit jeden Tag 1 Kapsel Vitamin B ( 1 - 12 ) und 800 Einheiten L-Arginin . Ist es möglich/denkbar, dass das Arginin, welches für den Muskulaturaufbau genommen wird, blutverdünnend ist und somit die Ursache für die Blutanteile im Ejakulat darstellt? Es wäre schön und beruhigend Ihre Meinung zu erhalten.

Blutsaft kommentierte am 15.01.2016 um 19:23 Uhr

Ich (>70) habe in den letzten Monaten bei mir mehrfach eine bräunliche Verfärbung des Ejakulats festgestellt. Wegen Herzflimmerns nehme ich Marcumar. Ich habe auch einen Leistenbruch und diverse andere altersbedingte Beschwerden, wie Gonarthrose und körperliche Leistungsschwäche. Aber keine, die ich mit der Verfärbung des Spermas in Verbindung bringe. Ich gehe mal davon aus, dass ich um den von mir gescheuten Besuch eines Urologen nicht herumkomme. Richtig?

Eugenius kommentierte am 19.01.2016 um 18:13 Uhr

Ich beobachte seit einigen Monaten Blut im Sperma. Mein Arzt sagte mir, das sei harmlos. Inzwischen habe ich auch Erektionsausfälle. Kann es sein, dass mein Körper aus Altersgründen kein Sperma mehr produziert und damit auch die Erektionsausfälle zusammenhängen? Ich bin 78 Jahre alt und mein Lebensglück hängt nicht davon ab, ob ich "Sex im Alter" habe oder nicht. Mich würde nur interessieren, ob es sich hier um eine altersbedingte, normale Entwicklung handelt.

Ritter der Kokosnuss kommentierte am 27.05.2016 um 12:44 Uhr

Ich habe nun schon seit 15 Monaten bei nahezu jeder Ejakulation sehr sehr große Mengen Blut im Sperma, insgesamt 7 Antiobiotikatherapien erfolglos hinter mich gebracht, auch eine Ultraschalluntersuchung der Prostata, eine Zystoskopie der Blase wurde durchgeführt, Kulturen des Urins und des Ejakulates wurden angelegt, zunächst ein CT und danach auch ein MRT wurden auch schon durchgeführt, auch ein ursächlich vermuteter Leistenbruch wurde erfolgreich behoben, alles ohne Ergebnis, nach wie vor ziemlich dunkelrotes Blut im Ejakulat. Auch ein Wechsel des behandelnden Urologen sowie ein klinische Untersuchung in einer urologischen Klinik brachten keine Besserung der Symptome, bei meinem letzten Arztbesuch sagte man mir das man behandlungstechnisch am Ende sei, ich soll mich damit abfinden, kann ich aber nicht. Mir fällt es sehr sehr schwer damit zu leben, ich kann auch schon nicht mehr mit meiner Frau schlafen, auch wenn ich Kondome verwende, es ist für meine Ehe eine sehr starke Belastung. Ich bin jetzt 51 Jahre alt und hatte urologisch bisher keinerlei Beschwerden, es wurde alles mögliche und auch schon alles Unmögliche untersucht, eine Ursache konnte nicht diagnostiziert werden, haben Sie eventuell eine Idee wie man mir helfen kann?

Silo Mohr kommentierte am 18.10.2016 um 21:49 Uhr

Hallo,ich bin Silas und erst 15 Jahre alt. Ich habe gestern das erste mal braunes Sperma festgestellt und weiß nicht, was ich jetzt machen soll. Es sieht weniger nach Blut aus, allerdings weiß ich auch nicht, was es sonst sein könnte. Soll ich lieber sofort zum Urologen, was ich weniger anstrebe, oder kann man da noch abwarten ob sich das nicht doch wieder normalisiert? Ich habe keinerlei Medikamente zu mir genommen, rauche und trinke nicht und kann mir das nicht erklären. Bitte um Antwort vom Experten.
Danke schonmal