Blumenkohl und Brokkoli

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. Dezember 2015
Gesundpedia.deLebensmittel Blumenkohl und Brokkoli

Blumenkohl und Brokkoli sind eng verwandte Gemüsepflanzen. Beide gehören zur Familie der Kreuzblütengewächse.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Blumekohl & Brokkoli wissen

Der Blumenkohl ist auch unter den Namen Karfiol oder Käsekohl bekannt. Er stammt von der Urform des Kohls ab und wird schon seit dem 16. Jahrhundert in Europa angebaut. Heute ist der Blumenkohl eine der beliebtesten Kohlsorten.

Der Teil des Blumenkohls, der in der Küche genutzt wird, ist eigentlich ein nicht vollständig entwickelter Blütenstand. Die dicken grünen Blätter des Blumenkohls schützen den Blütenstand vor Licht. Somit kann sich dort kein Chlorophyll bleiben und die fleischverdickte Blume bleibt weiß. Je nach Erntezeit lassen sich Sommer-, Herbst- und Winterkohl unterscheiden.

In Deutschland findet sich meistens der weiße Blumenkohl. Andere Länder bevorzugen farbige Sorten mit gelben oder violetten Blumenröschen.Eine bekannte Variante des Blumenkohls ist der grüne Romanesco.

Der Brokkoli wächst ähnlich wie der Blumenkohl. Auch hier werden die Brokkoliröschen von den noch nicht vollständig entwickelten Blütenständen gebildet. Allerdings lassen sich die Knospen schon recht deutlich erkennen. Der Brokkolikopf zeigt eine kräftige grüne Farbe. Seltener finden sich auch violette oder gelbe Sorten. Die Ernte des Brokkolis erfolgt dann, wenn die mittlere Blume gut ausgebildet ist. Sie darf allerdings noch nicht geöffnet sein.

Bedeutung für die Gesundheit

Studien zufolge sind Blumenkohl und Brokkoli natürliche Mittel gegen Krebs. Der Grund dafür sind nicht nur die enthaltenen Vitamine und Nährstoffe, sondern vor allem die sekundären Pflanzenstoffe. Von Bedeutung ist hier insbesondere der Inhaltsstoff Sulforaphan. Der Stoff soll selbst resistente Tumorstammzellen verwundbar machen. Dies konnte in Tierversuchen nachgewiesen werden.

Im Gegensatz zu den üblichen Chemotherapeutika gibt es bei der Therapie mit Sulforaphan auch keine Nebenwirkungen. Sulforaphan macht die Zellen aber nicht nur verwundbar, es hemmt auch die Blutgefäßbildung im Tumor. Somit wird auch das Wachstum des Tumors gestoppt oder verlangsamt.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Brokkoli ist reich an verschiedenen Mineralstoffen. Er enthält Kalium, Phosphor, Calcium, Zink, Eisen und Natrium. Auch die Vitamine B2, B1, B6 und E sind enthalten. Dasselbe gilt für Vitamin C und Provitamin A.

Des Weiteren hat Brokkoli zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie Glucosinolate und Flavonoide an Bord. Glucosinolate speichern Indole und Isothiocyanate. Diese wirken krebshemmend. Wichtige Isothiocyanate des Brokkolis sind Sulforaphan und Allylisothiocyanat.

So reich der Brokkoli an Nähr- und Vitalstoffen ist, so arm ist er an Kalorien. 100 Gramm roher Brokkoli enthalten nur rund 28 Kilokalorien. Blumenkohl ist ähnlich kalorienarm. Auch er enthält viele Mineralstoffe und Vitamine. Hervorzuheben ist insbesondere der hohe Gehalt an Vitamin K.

Unverträglichkeiten

Eigentlich sind Blumenkohl und Brokkoli gut verträglich. Menschen mit einem Reizdarm-Syndrom oder mit einer Histaminintoleranz können allerdings empfindlich auf die beiden Kohlsorten reagieren. Bei Verdauungsbeschwerden sollten Blumenkohl und Brokkoli nicht roh gegessen werden.

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Einkaufs- und Küchentipps

Blumenkohl und Brokkoli sind in Deutschland das ganze Jahr über erhältlich. Frischer Brokkoli hat dunkelgrüne bis blaugrüne Röschen. Die Blüten sind ungeöffnet und nicht gelb. Brokkoli kann aber auch nach der Ernte noch aufblühen. Deshalb sollte er möglichst kühl und dunkel gelagert werden. Generell wird Brokkoli schnell welk. Je länger er lagert desto mehr Inhaltsstoffe gehen verloren.

Am besten hält sich der Kohl im Gemüsefach eingewickelt in Frischhaltefolie. Aber auch hier sollte er nicht länger als drei Tage gelagert werden. Äpfel, Tomaten oder Bananen sollten nicht in der Nähe des Kohls liegen. Sie produzieren Ethylen. Dieser Stoff lässt den Kohl schneller verderben.

Auch Blumenkohl sollte nach dem Kauf rasch zubereitet werden. Wenn er gelagert werden soll, sollten vorher die grünen Blätter entfernt werden. Ebenso wie Brokkoli hält sich auch Blumenkohl am besten in Frischhaltefolie im Gemüsefach.

Zubereitungstipps

Lange Zeit hielten sich die Gerüchte, dass Brokkoli und Blumenkohl roh giftig seien. Dies stimmt nicht. Im Gegenteil, im rohen Zustand liefern die beiden Kohlsorten die meisten Nährstoffe. Brokkoli und Blumenkohl können aber auch gekocht, gedünstet oder in der Mikrowelle gegart werden.

Am schonendsten ist aber das Dampfgaren. Hier bleiben auch die wasserlöslichen Nährstoffe wie Vitamin C und nahezu alle Mineralstoffe erhalten. Beim Kochen in heißem Wasser werden sie gelöst und gehen ins Kochwasser über. Die optimale Garzeit liegt beim Brokkoli zwischen fünf und neun Minuten.

Beim Brokkoli sind aber nicht nur die Röschen essbar, sondern auch die Blätter und die Stängel. Diese lassen sich ähnlich wie Spargel zubereiten. Durch kurzes Abschrecken in Eiwasser behält Brokkoli seine Farbe und gart nicht mehr nach.

Blumenkohl sollte in Röschen zerteilt zwischen zehn und fünfzehn Minuten garen. Ein ganzer Kohlkopf benötigt eine Garzeit von etwa zwanzig Minuten.

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