Blauroter Steinsame

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 25. Dezember 2015
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Der Blaurote Steinsame ist eine sehr seltene Pflanze, die inzwischen sogar unter Naturschutz steht. Sie wurde hauptsächlich in der Antike als Heilpflanze zur Behandlung und Vorbeugung verschiedener Erkrankungen eingesetzt. Der Naturheilkunde Mitteleuropas ist sie kaum bekannt. Botaniker gehen davon aus, dass das alte Erfahrungswissen um die Heilwirkung des Blauroten Steinsamens mit ihrem fast vollständigen Verschwinden aus den heimischen Wäldern und der Anwendung ähnlicher Heilpflanzen verloren ging. Heute wird der Blaurote Steinsame in Gärten als dekorative Zierpflanze angepflanzt.

Inhaltsverzeichnis

Definition und Vorkommen

Als Heilpflanze wird der blaurote Steinsame bei Blasen- und Nierenbeschwerden angewendet.

Der Blaurote Steinsame (Lithospermum purpurocaeruleum, Buglossoides purpurocaeruleum) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Er wird auch Stein-Hirse und Rindszunge genannt. Außerdem trägt er die Bezeichnungen Purpurblauer Steinsame und Rotblauer Steinsame. Das in der Antike als Heilpflanze genutzte immergrüne mehrjährige Gewächs ist mit Beinwell und Lungenkraut verwandt.

Der Blaurote Steinsame wird bis zu 60 cm hoch und hat gebogene, zum Teil liegende Stängel. Die Lanzen ähnlichen und vorn spitz zulaufenden Blätter gehen ohne Stiel in den Stängel über. Sie sind dicht behaart und oben rau. Die Pflanze verfärbt ihre Blätter während ihres Lebenszyklus von rötlich (Jungpflanzen) über violett bis blau. Von April bis Juni blüht der Blaurote Steinsame mit flachen zwittrigen Blüten, die etwa 1 cm groß sind und sich leicht nach unten neigen. Sie sind traubenförmig auf der Pflanze angeordnet.

Im Herbst bildet das Gewächs zirka 5 mm große, kugelige, glatte, weiß glänzende Samen, die eine Porzellan artige Oberfläche haben und steinhart sind. Sie gaben dem Heilkraut einst seinen Namen. Der Blaurote Steinsame kommt in wärmeren Gebieten Deutschlands (Süddeutschland), in den südlichen Ost-Alpen und in einzelnen Beständen über ganz Europa und Teile Asiens verbreitet vor. Mit dem Rückgang der Flaum-Eichen-Wälder (Niederwald-Kultur) wurde die ohnehin schon seltene Pflanze fast vollständig ausgerottet. Der Blaurote Steinsame bevorzugt warme lichte Laubwälder bis 1000 Meter Höhe und fühlt sich auf leicht feuchtem humusreichem Boden besonders wohl. Der heute unter Naturschutz stehende Blaurote Steinsame bevorzugt Standorte im Halbschatten.

Inhaltsstoffe, Wirkung und Dosierung

Der Blaurote Steinsame enthält viele Schleimstoffe, Gerbstoffe, Saponine und Allantoin. Für die intensive Farbgebung sind Anthocyane verantwortlich. Über die genaue Wirksamkeit der Inhaltsstoffe des Blauroten Steinsamens ist noch zu wenig bekannt. Die Informationen über seine Anwendungsgebiete stammen fast vollständig aus historischen Quellen. Da die alte Heilpflanze jedoch völlig ungiftig ist, kann der Patient - falls er denn an Produkte aus dem Blauroten Steinsamen gelangt - sie unbedenklich einsetzen. Dabei sollte er wie üblich auf die richtige Dosierung des Präparats achten.

Medizinal verwendet werden Kraut und Wurzel. In der Antike stellten die Ärzte aus Kraut und Wurzeln Tees, Waschungen und Umschläge her. Letztere dienten der äußerlichen Anwendung des Blauroten Steinsamens, um damit Entzündungen in Wunden und Geschwüre zu behandeln. Außerdem konnten Waschungen und Umschläge verhärtete Haut weicher und so für Folge-Behandlungen leichter zugänglich machen. Der Arzneitee wurde hauptsächlich wegen seiner Harn treibenden und Schleim lösenden Wirkung verwendet. Heute nutzt die Homöopathie das alte Erfahrungswissen um die gesundheitsfördernde Wirkung von Blaurotem Steinsamen. Für homöopathische Blaurote Steinsamen Mittel werden Blüte, Stiel und Blätter genommen. Die pflanzlichen Rohstoffe des Blauroten Steinsamens werden - nach homöopathischen Grundsätzen aufbereitet - als Globuli (Kügelchen) und Dilutionen (Flüssig-Arzneien) in den Potenzen C12, C15, C30, C60, C100, C200 und LM1 eingesetzt.

Wogegen hilft der der Blaurote Steinsame?

Bedeutung für die Gesundheit

Um mit den pflanzlichen Bestandteilen des Blauroten Steinsamens wirkungsvoll Erkrankungen behandeln zu können, empfiehlt es sich, im Fachhandel nach getrocknetem Kraut zu fragen oder sich ein homöopathisches Mittel zu besorgen. Getrocknetes Kraut ist jedoch wegen der Seltenheit der Pflanze nur schwer erhältlich. Zur Durchführung einer Langzeittherapie empfiehlt es sich, den Blauroten Steinsamen zuhause im Halbschatten-Beet anzupflanzen.

Die entsprechend vorgezogenen Pflanzen sind in guten Spezial-Gärtnereien erhältlich. Die eigene Anzucht gilt als schwierig. Mit den Blauroten Steinsamen Mitteln behandelt die Naturmedizin gemäß den Lungenkraut und Beinwell Anwendungen. Die bewährte Heilpflanze kann dank ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften zur Linderung von Hautentzündungen und Ausschlägen (äußerlich) und Magen-Darm-Entzündungen (innerlich) eingesetzt werden.

Dank ihrer schleimlösenden Fähigkeiten heilt sie Lungenerkrankungen, die mit Atemnot und starkem Husten verbunden sind (innerlich). Die Harn treibende und stark entwässernde Wirkung des Blauroten Steinsamens kann sich die Naturheilkunde zur Auflösung und Ausleitung von Harnsteinen, Nierensteinen und zum Kurieren von Blasenleiden zunutze machen.

Bei rheumatischen Erkrankungen hilft der entzündungshemmende Effekt des alten Heilkrauts. Da in diesem Zusammenhang andere Steinsamen Arten noch zusätzlich über Substanzen verfügen, die die Bildung weiblicher Fruchtbarkeitshormone hemmen, könnten die Hormon-ähnlichen pflanzlichen Wirkstoffe im Blauroten Steinsamen eventuell sogar zur Empfängnisverhütung verwendet werden.

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