Blasenruptur

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. Dezember 2014
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Bei einer Blasenruptur spricht man von einem Riss der Blasenwand. Der Riss der Blasenwand tritt meist durch Unfälle und Fremdeinwirkungen auf; die Therapie und Form der Behandlung ist abhängig von dem Grad der Verletzung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Blasenruptur?

Bei einem Riss der Blasenwand spricht der Medizin von einer Ruptur der Blase. Es gibt drei unterschiedliche Formen einer Blasenruptur: Rund 70 Prozent aller Blasenrupturen sind extraperitoneale Rupturen. Das bedeutet, dass diese Art der Ruptur in Verbindung mit einem Beckenringbruch auftritt.

Jede vierte Blasenruptur ist eine sogenannte intraperitoneale Ruptur. Diese intraperitoneale Ruptur entsteht auf Grund der plötzlichen Druckerhöhung; hier ist im Regelfall das Blasendach betroffen. Die dritte Möglichkeit betrifft rund 5 Prozent der Rupturen. Es handelt sich um eine spontane Ruptur, die bei vorgeschädigten Blasen auftritt.

Ursachen von Blasenruptur

Die Ursachen für eine Blasenruptur liegen vor allem bei anderen Erkrankungen oder Unfällen. Die häufigste Ursache für eine Ruptur ist auf Grund einer Fraktur des Beckenrings. Erleidet der Patient einen instabilen Beckenbruch auf Grund eines starken traumatischen Erlebnisses, ist es möglich, dass auch die Blasenruptur auftritt. Knochensplitter verletzen die Blasenwand, die dadurch einen Riss aufweist und eine Ruptur entsteht.

Auch ein plötzlicher auftretender Druck auf den Bauch ist eine Ursache für eine Blasenruptur. Dieser typische Druck wird oftmals durch den Sicherheitsgurt im Auto ausgelöst. Bei einer spontanen Ruptur gibt es keine traumatischen Einwirkungen. Patienten, die über eine spontane Ruptur berichten, haben bereits längerfristige Probleme mit der Blase. Auch bereits intensiv behandelte Blasen können eine spontane Ruptur erleiden; auch Stichverletzungen oder auch Schussverletzungen lösen eine spontane Ruptur der Blase aus.

Symptome und Verlauf von Blasenruptur

Typische Symptome einer Blasenruptur:

In erster Linie klagt der Patient über Schmerzen. Eine Blasenruptur führt unweigerlich zu einem Hämatom als auch einer Verwölbung und Schwellung. Ebenfalls klagt der Patient über imperativen Harndrang. Der Mediziner erfragt in erster Linie die Ursache und klärt ab, ob die Symptome in Verbindung mit einem Unfall stehen oder eine spontane Ruptur vorliegt.

Bei knöchernen Verletzungen besteht die Gefahr, dass der Mediziner die Symptome nicht erkennt oder der Patient andere Symptome in den Vordergrund stellt. Bei einer instabilen Beckenfraktur besteht die Chance, dass die Ärzte die Ruptur der Blase übersehen. Das liegt vor allem daran, da die Fraktur höhere Prioritäten als die Ruptur der Blase hat. Komplikationen der Blasenruptur äußern sich durch eine Urosepsis als auch mittels einer Peritonitis.

Diagnose von Blasenruptur

Der Arzt stellt die Diagnose einer Blasenruptur mittels Anamnese und Klinik sowie auch dem Unfallmechanismus. Der Patient berichtet über etwaige Unfälle und Symptome, die eine Blasenruptur mit sich bringen. Auf Grund der Sonographie überzeugt sich der Arzt von der Blasenruptur. Je nach Ursache oder Grad der Verletzung ist es erforderlich, dass etwaige Begleitverletzungen ebenfalls untersucht oder behandelt werden; durch Polytrauma und Mehrfachverletzungen ist es oftmals schwer, alle Verletzungen zu erkennen.

Die Blasenruptur wird häufig übersehen, da die Symptome einer Beckenfraktur überwiegen und viele Patienten die Symptome der Blasenruptur nicht spüren (oder ignorieren). Tritt eine spontane Ruptur auf, ist es für den Arzt einfacher, die Diagnose zu stellen. Das liegt daran, weil keine knöchernen oder andere Verletzungen im Weg sind und das Hauptaugenmerk auf der Ruptur liegt.

Behandlung von Blasenruptur

Je nach Ursache und Stärke der Blasenruptur erfolgt eine Therapie. Die Therapie erfolgt auch in Verbindung mit diversen Begleitverletzungen oder Erkrankungen. Entsteht eine Ruptur der Blase wegen körperlichen Verletzungen (Beckenfraktur), wird in erster Linie die Behandlung der Fraktur berücksichtigt - die Therapie der Ruptur erfolgt in Verbindung mit der Mobilisierung des Patienten.

Leidet der Patient unter einer intraperitonealen Ruptur, führt der Mediziner einen operativen Eingriff durch. Zuerst legt der Arzt die Harnblase frei und beginnt den Riss zu nähen. Der Patient erhält nach der Operation einen Dauerkatheter, der durch die Harnröhre verläuft. Der Katheter wird auf Grund der permanenten Entleerung der Blase eingeführt, da eine mechanische Entleerung durch den Patienten nicht möglich ist.

Bei einer extraperitonealen Ruptur bestimmt der Arzt die Behandlung auf Grund der Rissgröße. Im Regelfall wird operiert - dennoch kann ein Arzt auch eine konservative Methode bevorzugen, wenn es sich um einen kleinen Riss handelt. Ein Dauerkatheter wird auch bei einer extraperitonealen Ruptur ohne Operation ebenfalls angelegt, damit die Blase ständig entleert wird.

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Vorbeugung von Blasenruptur

Eine Blasenruptur kann der Patient nicht vorbeugen. Das liegt in erster Linie daran, da die Ruptur im Regelfall durch spontane Unfälle und Fremdeinwirkungen auftritt. Vor allem tritt die Ruptur in Verbindung mit einer Beckenfraktur auf; eine Verhinderung der Ruptur liegt nicht im Aufgabengebiet des Patienten.

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