Blähungen beim Hund

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. September 2016
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Blähungen beim Hund haben meist harmlose Ursachen. In aller Regel trägt eine Fehlernährung Schuld. In Einzelfällen können auch organische Schäden die Blähungen beim Hund hervorrufen.

Inhaltsverzeichnis

Wann liegen Blähungen beim Hund vor?

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Von Blähungen beim Hund spricht man, wenn sich im Darmtrakt des Tieres verstärkt Gase bilden. Wie es der Begriff ausdrückt, blähen die Gase den Darm und Magen auf. Um diesen Druck abzubauen, lässt der Hund die überschüssige Luft durch den After entweichen.

Der damit einhergehende unangenehme Geruch ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Hund unter Flatulenz leidet. Die Gase entstehen meist durch schwer verdauliche Nahrung. In Einzelfällen können die Blähungen beim Hund auch krankheitsbedingt sein.

Ursachen

Blähungen beim Hund entstehen hauptsächlich, wenn dem Futter Bestandteile beigemischt sind, die der Körper kaum verwerten kann. In erster Linie verursachen Fette und Milchprodukte solche Blähungen beim Hund. Aber auch Erbsen, Bohnen, Linsen, Erdnüsse, Klee oder Ginster lösen die Blähungen beim Hund aus.

Im Verdauungstrakt zerlegen Enzyme gewöhnlich die Nahrung in ihre Einzelteile, um sie dem Stoffwechsel zuzuführen. Bei den genannten Nahrungsmitteln gelingt dies aber nur im geringen Umfang. Es bleibt im Darm eine breiige Masse zurück, die allmählich zu gären beginnt. Dadurch entstehen die faulig riechenden Gase. Der Grund für die Blähungen beim Hund kann folglich sein, dass die Halter ihr Tier mit Lebensmitteln vom Essenstisch gefüttert haben.

Auch ein neues Futter kann solche Probleme auslösen. Oder der Hund hat beim Spaziergang auf einer Wiese zufällig Klee gefressen. Bei einigen Rassen entstehen die Blähungen, weil der Hund häufig nach Luft schnappt. Das ist ein bekanntes Phänomen bei Hundearten mit platter Schnauze wie zum Beispiel Boxer oder Bulldogge. Allerdings sind diese Blähungen fast geruchsfrei.

Wenn man diese genannten Ursachen ausschließen kann, sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Dann steckt möglicherweise eine Erkrankung im Darmbereich oder an der Bauchspeicheldrüse hinter den Blähungen beim Hund.

Symptome und Verlauf

Blähungen beim Hund sind am deutlichsten durch den Geruch festzustellen. Es ist ein fauliger Gestank, den die meisten Menschen als unangenehm empfinden. Zusätzlich entstehen beim Entweichen der Luft aus dem Darm eindeutige Geräusche. Wenn dies mehrfach innerhalb einer Stunde geschieht, handelt es sich um Blähungen beim Hund. Um sicherzugehen, kann man den Bauch des Hundes abtasten. Die Haut spannt merklich und fühlt sich aufgebläht an. Ähnlich wie beim Menschen führen Blähungen beim Hund häufig zu Bauchschmerzen oder Krämpfen in der Magengegend.

Der Hund reagiert darauf, indem er sich unruhig bewegt und im Liegen häufig die Position wechselt. In einigen Fällen stößt das Tier sogar geräuschvoll auf, um die überschüssige Luft abzulassen. Sofern keine krankheitsbedingten Ursachen vorliegen, sollten die Blähungen beim Hund nach wenigen Stunden wieder spürbar abklingen.

Diagnose

Wenn ein Tierarzt Blähungen beim Hund untersucht, befragt er den Halter zunächst nach dem Fressverhalten des Tieres. Sofern er ausschließen kann, dass eine Fehlernährung die Ursache ist, führt der Arzt eine Reihe von Tests durch. Er nimmt dem Hund Blut ab und bittet um eine Probe vom Kot. Ebenso klärt er ab, ob der Hund unter einer Allergie gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln leidet. Falls der Arzt einen Darmverschluss oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse vermutet, führt er eine Darmspiegelung durch. Im Einzelfall untersucht er die Bauchgegend auch mit einem Ultraschallgerät oder röntgt das Tier, sofern er die Blähungen beim Hund auf ein organisches Problem zurückführt.

Wann zum Tierarzt?

Die Blähungen beim Hund verschwinden meist innerhalb weniger Stunden von selbst. Nur wenn sie wiederholt auftreten, ist ein Gang zum Tierarzt ratsam. Allerdings sollte der Halter auf begleitende Symptome achten. Wenn der Hund den Rücken stark gekrümmt hält, leidet er wahrscheinlich unter heftigen Bauchschmerzen. Dann empfiehlt sich ein rascher Besuch beim Arzt. Ebenso sollte der Hundebesitzer in dieser Phase auf den Stuhlgang seines Tieres achten. Verstopfung oder Durchfall können darauf hindeuten, dass den Blähungen beim Hund eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt.

Behandlung

Liegen Blähungen beim Hund vor, die auf Fehlernährung oder Allergien zurückgehen, erstellt der Tierarzt einen Ernährungsplan. Er reduziert den Anteil der Ballaststoffe im Fressen und achtet darauf, dass der Hund leicht verdauliche Kost zu sich nimmt.

Wenn der Hund beim Fressen zu sehr schlingt, schlägt er dem Halter vor, das Futter in kleineren Portionen über den Tag verteilt zu reichen. Außerdem stellt er sicher, dass der Hund genügend Auslauf bekommt. Bewegung hilft bei der Verdauung und regt die Enzyme im Magen an.

Sollten die Symptome nicht verschwinden, verschreibt der Arzt ein Medikament. In der Regel handelt es sich dabei um eine Arznei, die Enzyme enthält und den Verdauungsvorgang beschleunigt. Werden die Blähungen beim Hund von einem Darmverschluss verursacht, muss der Arzt operieren.



Vorbeugung – Was kann der Halter tun?

Den meisten Blähungen beim Hund kann man als Halter dadurch vorbeugen, dass man seinem Tier jeden Tag genügend Auslauf bietet. Zudem sollte man sich genau überlegen, was man an seinen Hund verfüttert. Die meisten Fertigfutter sind von den Nahrungsbestandteilen ausgewogen zusammengestellt. Wenn man seinem Hund mit einem Leckerli eine Freude machen möchte, sollte man darauf achten, was man ihm reicht. Auf fetthaltige Nahrung, Milchprodukte oder Hülsenfrüchte sollte man dabei auf jeden Fall verzichten, um Blähungen beim Hund zu vermeiden.

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