Blähbauch

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. November 2014
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Der sogenannte Blähbauch bezeichnet Gasbildungen im Ober- und Unterbauch, die von einem teils deutlich sichtbaren Aufgasen und Symptomen wie Schmerzen, Druckgefühlen und Blähungen begleitet werden. Grundsätzlich ist ein Blähbauch selbst keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom, das etwa durch eine ungesunde Ernährung verursacht werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Blähbauch?

Unter einem Blähbauch, auch Gasbauch genannt, verstehen Mediziner den Zustand eines aufgeblähten Leibes, der von zahlreichen für den Betroffenen sehr unangenehmen Beschwerden begleitet wird. Meist wird das gesamte Wohlbefinden durch den Blähbauch beeinträchtigt.

Der Blähbauch selbst ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das unterschiedliche harmlose oder auch schwerere Ursachen haben kann. Die Dauer der Beschwerden reicht je nach Ursache von einigen Stunden bei einem akuten Auftreten bis hin zu mehreren Tagen bei einem chronischen Leiden.

Ursachen

Ein Blähbauch kann durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen werden. In vielen Fällen liegen die Gründe für die Beschwerden im eigenen Essverhalten. Wer zu fettig isst oder seine Nahrung nicht ausreichend kaut, geht Gefahr, später an einem Blähbauch zu leiden.

Oftmals sind es auch die Nahrungsmittel selbst, welche die Beschwerden hervorrufen. So lösen besonders Hülsenfrüchte, verschiedene Kohlsorten und auch kohlensäurehaltige Getränke einen Blähbauch aus. Personen, die empfindlich etwa auf Laktose reagieren, bekommen bereits nach dem Verzehr nur geringer Menschen von Milchprodukten entsprechende Symptome.

Unter Umständen kann aber auch eine Erkrankung wie etwa eine Infektion mit Darmparasiten oder Entzündungen im Magen-Darm-Trakt für den Blähbauch verantwortlich sein. Frauen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren leiden verhältnismäßig häufig an einem Blähbauch. Auch starker oder dauerhafter Stress kann die unangenehmen Beschwerden verursachen, ebenso wie eine Lebensweise, die vornehmlich im Sitzen stattfindet und kaum Bewegung beinhaltet.

Diagnose und Verlauf

Ein Blähbauch äußert sich meist durch ein mehr oder weniger starkes Druck- und Völlegefühl, das Ober- und Unterbauch gleichermaßen betreffen kann. Dazu kann es zu einer Geräuschentwicklung kommen, die etwa für ein Blubbern oder Gluckern in der Darmgegend sorgen. Der Bauch fühlt sich dabei sehr hart an und schmerzt. Meist dauern die Beschwerden bei einem Blähbauch nicht länger als ein paar Stunden an und bessern sich anschließend von selbst, wobei teils starke Blähungen auftreten können. Werden die Ursachen für den Blähbauch nicht beseitigt bzw. liegt eine tatsächliche Erkrankung vor, können die Beschwerden auch häufiger auftreten und dann über mehrere Tage andauernd und sogar chronisch werden.

In den meisten Fällen ist ein Blähbauch recht einfach zu diagnostizieren. Sind die Beschwerden so stark, dass ein Arzt aufgesucht werden muss, kann dieser oft anhand eines Gesprächs und einer manuellen Untersuchung feststellen, ob es sich um einen Blähbauch handelt. Dabei übt der Mediziner mit den Fingern Druck auf den Bauch aus. Auch ein Abhorchen des Bauches ist möglich. Treten die Beschwerden häufiger oder verstärkt auf, ist es ratsam, eine allgemeine Untersuchung des Blutes durchzuführen und auch den Bauch mithilfe von Ultraschall oder Röntgen zu untersuchen. So können schwerere Erkrankungen als Ursache für die Symptome ausgeschlossen werden.

Behandlung und Therapie

Grundsätzlich muss ein Blähbauch nicht immer ärztlich behandelt werden. Treten die Beschwerden nur selten und in schwacher Form auf, genügt es oft, gut verträgliche Hausmittel einzusetzen. Dazu zählen beispielsweise Tees aus Kümmel, Anis, Fenchel oder Melisse. Diese sollten bei akuten Symptomen mehrmals getrunken werden.

Auch ein Einsetzen zur Vorbeugung ist möglich, wenn der Betroffene etwa über einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt verfügt. Eine zusätzliche leichte Massage des Bauches kann dabei helfen, die Beschwerden zu lindern und ein Abgehen des überschüssigen Gases zu erleichtern.

Wärme unterstützt diesen Prozess zusätzlich. Kommt es häufiger zu einem Blähbauch oder ist er mit starken Schmerzen verbunden, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann abklären, ob für die Beschwerden eine ernstere Grunderkrankung verantwortlich ist und gegebenenfalls eine entsprechende Therapie einleiten.

Stellt sich heraus, dass die Lebensweise und/oder die Ernährungsgewohnheiten des Betroffenen den Blähbauch verursachen, kann auch zusammen mit dem Arzt eine Ernährungsumstellung erarbeitet werden, welche anschließend zu einer Abnahme der Beschwerden führt. Dies gilt auch dann, wenn eine Unverträglichkeit etwa gegen Laktose (Laktoseintoleranz) oder Gluten (Glutenunverträglichkeit) vorliegt.

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Vorbeugung

Einem Blähbauch kann in vielen Fällen etwa durch eine bewusste Ernährung vorgebeugt werden. Der Verzicht etwa auf blähende Nahrungsmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte kann dabei helfen, das Wohlbefinden zu steigern, ebenso wie regelmäßige Bewegung, welche die Verdauung unterstützt. Besteht eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsbestandteile, sollten diese gemieden werden, um ein Auftreten der Beschwerden zu verhindern. Gegebenenfalls sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die genauen Ursachen für den Blähbauch abzuklären.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

evi kommentierte am 06.03.2015 um 00:45 Uhr

Bildet sich der Blähbauch zurück, wenn die Wechseljahre überstanden sind? Ich leide seit zwei Jahren an einem Blähbauch, egal was oder ob ich esse. Untersuchungen (MRT, Lebensmittelunverträglichkeit usw.) haben alle nichts klären können.