Bindehaut

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. November 2016
Gesundpedia.deAnatomie Bindehaut

Die menschliche Bindehaut dient als Schutz des Auges, ist gleichzeitig eine Immunabwehr und liegt direkt auf dem Augapfel auf. Erkrankungen machen sich oftmals in der Art und Weise bemerkbar, dass sich das Auge bzw. die Bindehaut rötlich verfärbt, wobei die Verfärbung mitunter sogar ziegelrot werden kann, das Auge tränt bzw. eine starke Schwellung - in Verbindung mit einem lang anhaltenden Juckreiz - auftritt.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Die Tunica conjunctiva bzw. Konjunktiva - umgangssprachlich auch Bindehaut genannt - ist eine schleimhautähnliche und durchsichtige Hautfortsetzung, welche im Augenbereich vorhanden ist. Sie überzeiht das Lid, setzt sich an der Lederhaut (der Sklera) des Auges fort und verbindet sich mit der Cornea (der Hornhaut).

Des Weiteren stellt die Bindehaut eine Verbindung zwischen dem Augapfel - dem Bulbus oculi - und den Augenlidern dar. Mit jenen beiden ist sie verwachsen. Die Bindehaut besteht aus zahlreichen Gefäßen; jene sind nicht oder kaum spürbar. Der Mensch bemerkt die Gefäße erst dann, wenn sie - im Rahmen von Reizungen - ziegelrot werden bzw. sich rötlich verfärben.

Anatomie

Der Mediziner unterteilt die Bindehaut in drei Abschnitte. Jener Teil, der die hintere Augenlidfläche überzieht bzw. die Innenseite auskleidet, ist die Conjunctiva tarsi bzw. die Conjunctiva palpebrarum. Jene setzt sich als Conjunctiva fornicis fort und geht - im vorderen Bereich - als Conjunctiva bulbi über.

Die Bindehaut wird am Limbus fest mit der Cornea verbunden. Sie ist mit den Lidern verwachsen. Am Bulbus hängt die Bindehaut lediglich lose. Der sichtbare Teil der Sklera wird zudem komplett von der Bindehaut überzogen. Histologisch gesehen besteht die menschliche Bindehaut aus einem - aus mehreren Schichten - bestehenden Epithelgewebe.

Darunter befindet sich die Lamina propria - die Bindegewebsschicht. In der Epithelschicht liegen zudem Becherzellen.

Funktion

Die menschliche Bindehaut verbindet den Augapfel mit den Lidern; diese Verbindung erfolgt durch eine nicht sichtbare Schleimhautschicht. Im weiteren Prozess dient die Bindehaut als Schutzhülle des Auges. Der aufliegende Tränenfilm schützt zudem das Auge vor etwaigen Fremdkörpern und weist - auf Grund der antimikrobiell wirkenden Funktion - etwaige Bakterien ab, welche eine Infektion auslösen können.

Die Conjunctiva palpebrarum - die tarsale Bindehaut - verfügt über unzählige Lymphozyten sowie Plasmazellen, welche ebenfalls dafür sorgen, dass keine körperfremden Erreger eindringen und im weiteren Verlauf Infektionen auslösen. Liegt tatsächlich eine Infektion oder Entzündung vor, vergrößert sich automatisch das Follikel.

Im Endeffekt sorgt die Bindehaut - in ihrer ganzen Funktion - dafür, dass das Auge geschützt wird bzw. nicht verletzt werden kann. Jedoch ist dieser Schutzmechanismus für das Auge gleichzeitig die Schwachstelle; die Bindehaut ist nämlich immer wieder ein Herd für etwaige Erreger, welche diverse Krankheiten auslösen können.

Rezeptfreie Medikamente gegen Augenkrankheiten


Erkrankungen der Bindehaut

Rote, brennende, juckende und geschwollene Augen als typisches Symptom einer Bindehautentzündung

Die Bindehaut selbst ist - obwohl sie das Auge schützt - eine leicht angreifbare Fläche für etwaige Erkrankungen. Die wohl bekannteste und häufigste Beeinträchtigung ist die Bindehautentzündung bzw. die Konjunktivitiden. Die Gründe einer derartigen entzündlichen Veränderung sind unterschiedlich.

Vorwiegend handelt es sich um chemisch-physikalische Reize, welche etwa durch Verletzungen, Verbrennungen, Fremdkörper oder auch Verätzungen wie Strahlen ausgelöst werden können. Mitunter können aber auch bakterielle Ursachen - etwa Conjunctivitis pseudomembranosa, Conjunctivitis trachomatosa oder auch eine Schwimmbadkonjunktivitis - eine Bindehautentzündung auslösen.

Eine weitere Ursache, die eine dementsprechende Entzündung verursachen kann, ist die virale Infektion (beispielsweise die Conjunctivitis follicarulis). Aber auch pathologische Veränderungen, welche direkt an den angrenzenden Strukturen stattfinden (etwa das Meibom-Karzinom), können etwaige Erkrankungen und Entzündungen an der Bindehaut verursachen.

Akute Entzündungen äußern sich vorwiegend auf Grund von Rötungen. Der Patient berichtet oftmals über Schwellungen, eine sehr starke Lichtempfindlichkeit oder auch eine starke Sekretionsbildung. Mitunter können auch Ödemabsenze auftreten. Auf Grund der Tatsache, dass die Bindehaut aus vielen Leukozyten, Plasmazellen oder auch Lymphozyten besteht, kann diese - im Rahmen von Allergien - gereizt werden.

Unter anderem sind pathologische Veränderungen der Gefäß- wie Blutsysteme - im Rahmen von starken Belastungen - möglich. Dazu zählen etwa die Wehen oder sehr starker Husten, der mitunter Einblutungen in den sogenannten subkonjunktivalen Raum verursacht. Diese Einblutungen machen sich in der Art und Weise bemerkbar, dass sie das Augeninnere rot färben bzw. das Auge stark anschwillt bzw. juckt.

Bücher zum Thema Augenerkrankungen

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Bindehaut?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?