Bauchschmerzen nach dem Essen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. Juni 2016
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Bauchschmerzen nach dem Essen, oft nach zu viel Essen, haben viele Personen schon einmal erlebt. Kommen diese jedoch häufiger nach der Aufnahme von Nahrung vor, kann das viele verschieden Gründe haben. Diese reichen von Intoleranzen, über Magengeschwüre bis zu Stress. Die Behandlung erfolgt anhand der Ursache und sollte mit einem Arzt abgeklärt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Bauchschmerzen nach dem Essen?

Der lateinische Begriff für Bauch ist Abdomen. Deshalb werden Bauchschmerzen auch als Abdominalschmerzen bezeichnet. Sie sind ein Symptom, das bei vielen verschiedenen Krankheiten auftauchen kann. Darüber hinaus können Bauchschmerzen sowohl den gesamten Bauch als auch nur bestimmte Bereiche betreffen. Das ist je nach Ursache unterschiedlich. Außerdem können die Bauchschmerzen gemeinsam mit anderen Symptomen, wie Blähungen oder Übelkeit auftreten. Da es viele verschiedene Gründe für die Schmerzen im Abdomen gibt, sollte immer eine diagnostische Abklärung erfolgen.

Ursachen

Es gibt vielfältige Ursachen für Bauchschmerzen nach dem Essen. Ein sehr einfacher Grund dafür kann ein falsches Essverhalten sein. Wenn die Nahrung nicht klein genug gekaut wird, kann das Verdauungssystem damit überfordert sein. Der Magen wehrt sich und reagiert mit Schmerzen. Auch eine Unverträglichkeit bestimmter Lebensmittel kann verantwortlich sein. Ein Beispiel dafür wäre eine Laktoseintoleranz. Hierbei tritt neben den Bauchschmerzen häufig noch eine Vielzahl anderer Symptome auf, wie Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen.

Nach dem Verzehr von unverträglichen Lebensmitteln kommt es zu Krämpfen im Bauchbereich. Der Grund dafür liegt in der Unfähigkeit des Körpers, einen bestimmten Stoff in den nicht verträglichen Nahrungsmitteln aufzunehmen. Diese landen unverdaut im Dickdarm und führen dort zu Bauchschmerzen. Ein weiterer Grund für Schmerzen im Abdomen kann eine Magenschleimhautentzündung, auch Gastritis genannt, sein. Diese kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden und führt zu einem Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit, und Appetitlosigkeit. Diese Beschwerden werden nach dem Essen oft stärker.

Die Gastritis kann zu Magenblutungen und Geschwüren führen. Auch hierbei sind Bauchschmerzen ein Symptom, welche sich nach der Aufnahme von Nahrung häufig verstärken. Ebenfalls zu Schmerzen im Abdomen können psychosomatische Beschwerden und Stress führen. In diesem Fall können die auftretenden Symptome individuell und von Person zu Person verschieden sein. Außerdem kann Stress ebenfalls zu Magengeschwüren führen, die wiederum Bauchschmerzen auslösen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Damit bei Bauchschmerzen auch die richtige Diagnose gestellt werden kann, ist eine gründliche Anamnese essenziell. Hierbei kommen verschiedene Untersuchungstechniken zum Einsatz. Zunächst einmal kann es hilfreich sein, ein Tagebuch zu führen. In dieses wird für etwa eine Woche jede Nahrungsaufnahme eingetragen. Dazu gehören auch Kleinigkeiten wie Kaugummis oder der Kaffee am Morgen. Außerdem wird der Zeitpunkt der Bauchschmerzen vermerkt, gemeinsam mit ihrer Stärke und dem ungefähren Ort ihres Auftretens.

Das Tagebuch kann dem Arzt helfen, mögliche Nahrungsmittelintoleranzen zu entdecken. Besteht der Verdacht auf eine Intoleranz, gibt es passende Atemtests für die jeweilige Unverträglichkeit, um die Diagnose zu bestätigen. Sollte es sich jedoch um eine Gastritis oder ein Magengeschwür handeln, kann nur eine Magenspiegelung genauere Erkenntnisse bringen. Bei dieser wird der Magen mittels eines Gastroskops untersucht. Dieses enthält eine kleine Kamera, mit der beispielsweise die Schleimhaut des Magens deutlich betrachtet werden kann.

Da die Symptomkonstellation von Bauchschmerzen bei Stress und psychischen Beschwerden sehr persönlich und vielfältig ist, müssen erst andere Ursachen ausgeschlossen werden. Lässt sich jedoch kein physischer Grund finden, sollte eine psychosomatische Diagnostik erfolgen. Im Gegensatz zu üblichen diagnostischen Methoden besteht diese eher aus Gesprächen und Entspannungsübungen.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung der Bauchschmerzen muss anhand ihres jeweiligen Auslösers erfolgen. Gegen Intoleranzen gibt es noch keine heilende Therapie. Liegt eine Unverträglichkeit vor, so ist nur der Verzicht auf das entsprechende Nahrungsmittel möglich. Ansonsten bleiben die Symptome bestehen. Liegt eine Magenschleimhautentzündung oder ein Geschwür vor, werden normalerweise Medikamente dagegen eingesetzt. Hierbei kommen sogenannte Protonenpumpenhemmer zum Einsatz. Diese gehören zu den Magensäureblockern und hemmen die Produktion der Magensäure.

Dadurch werden häufig die Bauchschmerzen gelindert und die Schleimhaut kann sich wieder erholen. Eine andere Möglichkeit sind Medikamente, welche die Magensäure neutralisieren. Dieser werden auch Antazida genannt und binden die Magensäure. Dadurch kann eine Besserung der Beschwerden eintreten. Allerdings verhindern diese Medikamente nicht die Bildung von neuer Säure. Um die Symptome der Gastritis zu lindern, kann auch eine bewusste Ernährung hilfreich sein. Dabei sollte auf den Körper geachtet werden, denn dieser weiß selbst am besten, welche Nahrungsmittel er nicht gut verträgt. Auch die Aufnahme von mehreren kleinen Mahlzeiten, anstatt weniger großer kann helfen. Führt die Entzündung jedoch zu Komplikationen wie einer Magenblutung, muss der Betroffene operiert werden.

Bei Magenschmerzen aufgrund von Stress gibt es eine Menge Methoden, durch die der Stress reduziert werden kann. Zum Beispiel können Entspannungsübungen helfen. Aber auch eine bessere Organisation des Alltags kann beim Stressabbau mitwirken. Die Möglichkeiten um Stress zu begegnen sind vielfältig und die geeignete Methode muss zum Betroffenen passen. Wenn der Betroffene jedoch selbst keinen Weg zur Reduktion des Stress´ findet, kann er auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Das Gleiche gilt für die Bauchschmerzen bei psychosomatischen Beschwerden. Diese werden oft gleichzeitig mit einer Therapie der psychischen Probleme geheilt.



Vorbeugung

Um Bauchschmerzen vorzubeugen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wichtig ist zum einen sich beim Essen Zeit zu nehmen und richtig zu kauen. Außerdem sollte auf bestimmte Lebensmittel verzichtet werden. Dazu zählen vor allem solche Nahrungsmittel, die den Magen reizen. Beispiele sind Alkohol, Kaffee, zu scharfes oder zu fettiges Essen. Auch das Rauchen hat eine negative Wirkung auf den Magen. Darüber hinaus gibt es bestimmte Medikamente, die den Magen schädigen können.

Bei diesen empfiehlt es sich, mit einem Arzt über Alternativen zu sprechen. Darüber hinaus kann ein stressreduzierter Alltag hilfreich sein. Stress kann die Bauchschmerzen sowohl direkt als auch indirekt durch Magengeschwüre herbeiführen. Deshalb ist es ratsam, Stress wenn möglich zu vermeiden. Hierfür gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, unter denen die individuell passende gefunden werden muss.

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