Basketball

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 3. Juli 2016
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Basketball zählt zu den großen Mannschaftssportspielen und ist weltweit ein sehr bedeutendes und beliebtes Freizeit- und Wettkampfspiel. Das Ziel jeder Mannschaft bei diesem vorwiegend in der Halle ausgeübten Sportspiel ist mehr Bälle im gegnerischen Korb unterzubringen, als der Gegner.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Basketball wurde von seinen Grundzügen her bereits 1891 von James Naismith, damals Sportlehrer an einem College in Springfield/USA, völlig neu erfunden. Von den Studenten dieses Colleges war nämlich dringend ein Spiel gefordert worden, dass zur kalten Winterzeit in der Halle gespielt werden konnte. Nach ersten Versuchen stellte Naismith in einer einzigen Nacht die ersten 13 Regeln dieses neuen Spiels auf, die in ihren Grundzügen bis heute Gültigkeit haben. Ab den 90er-Jahren bekam Basketball in Deutschland unter anderem durch das amerikanische „Dream-Team“ bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und einer nachfolgenden „Streetball-Welle“ einen großen Aufschwung.

Spielidee und Regelwerk

Unsere Sportwissenschaftler empfehlen:

Zwei Mannschaften, bestehend aus fünf Spielern, versuchen den größten Ball aller Ballsportarten in das kleinste und am höchsten angebrachte Ziel aller Ballsportarten zu werfen und die andere Mannschaft daran zu hindern, im Sinne dieser Regeln ihrerseits Körbe zu erzielen.

Dabei unterliegen beide Teams einem Regelwerk, welches eine Ausgewogenheit zwischen Angriff und Abwehr gewährleisten soll.

Gewinner ist, wer nach Ablauf der Spielzeit die meisten Punkte gesammelt hat. Je nach Entfernung zählt jeder Treffer in den Korb aus dem Spiel heraus zwei oder drei Punkte. Ein getroffener Freiwurf zählt einen Punkt.

Die wichtigsten Regeln sind die Dribbel- und Schrittregel sowie die Foulregel, welche das Basketballspiel als faires Spiel fördern. Das Spiel enthält pädagogische Aspekte und eignet sich zur Schulung von Körper- und Bewegungsbildung. So sind Ausdauer- und Schnelligkeit ebenso wie das Erlernen und situative Anwenden von Techniken Fähigkeits- und Fertigkeitsbereiche des Basketballs.

Das Spielfeld

In dem rechteckigen Spielfeld müssen die Abmessungen 28m (Seitenlinie) x 15m (Grundlinie) betragen. Die Ringhöhe des Korbes beträgt in allen Altersklassen 3,05m. Alle Linien des Feldes sind 5cm breit und in derselben Farbe. Die durchgezogene Drei-Punkte-Linie (Halbkreis) ist exakt 6,25m vom Korb entfernt. Die parallel zur Grundlinie verlaufende Freiwurflinie ist genau 5,60m vom Korb entfernt.

Der Ball

Der Basketball besteht aus einem Verbund von synthetischem Kunststoff, Leder und Nylon (Composite-Leder). Der bei offiziellen Wettkämpfen eingesetzte Spielball im Herrenbereich entspricht der Größe 7, mit einem Umfang von ca. 760 mm. Das Gewicht beträgt rund 600 g.Der offizielle Spielball der Damen entspricht der genormten Größe 6. Der Umfang beträgt ca. 730 mm, das Gewicht in etwa 540 g.

Grundfertigkeiten im Basketball

Das Spiel erfordert in der Ausführung viele Grundfertigkeiten. Darunter sind elementare und sportspielübergreifende Fertigkeiten, wie das ‘‘Dribbeln‘‘, ‘‘Passen‘‘ und ‘‘Fangen‘‘, welche im Basketball bestimmte Variationen in der Technik aufweisen. Weitere Techniken sind ‘‘Korbwurf, Korbleger, Rebound, Stoppschritt‘‘ sowie ‘‘Sternschritt‘‘. In der vorgestellten Stunde werden die Grundtechniken Dribbeln, Passen und Fangen sowie der Stern- und Stoppschritt geordert. Aus diesem Grund werden diese Techniken nun genauer beschrieben.

Dribbeln

Unter Dribbeln versteht man das ein- oder mehrmalige Aufprellen des Balles mit einer Hand im stand oder in der Bewegung.

Das Dribbeln ist vor allem für Anfänger sehr motivierend, da sich die Spieler selbstständig mit dem Ball beschäftigen können und somit ihre eigenen Verhaltensmöglichkeiten ausprobieren können. Häufig denken junge Spieler beim Basketball an eine Sportart, in der man selbst den Ball hat und weniger die Mitspieler.

Die Bewegungsausführung erfolgt durch einen schulterbreiten, parallelen und leicht gebeugten Stand, in der die Dribbelhand etwas vorangesetzt ist. Der Kopf ist erhoben und nach Möglichkeit nicht auf dem Ball.

Der Ball wird beim Dribbeln seitlich neben dem Körper mit einem lockeren Handgelenk nach unten gedrückt. Dabei bleiben die Schultern ruhig – die Bewegung erfolgt aus dem Arm und dem Handgelenk. Der zurückspringende Ball wird möglichst frühzeitig erst mit den Fingerspitzen, dann mit der Hand, aufgenommen. Der Unterarm gibt schließlich nach und der Ball wird bis auf Hüfthöhe zurückgeführt.

Je nach Situation wird das Dribbling eher hoch oder möglichst flach über dem Boden stattfinden. Das oben beschriebene offensive hohe Dribbling wird im schnellen Lauf, das defensive tiefe Dribbling wird in enger Manndeckung zur Anwendung kommen.

Passen und Fangen

Unter Fangen versteht man das Annehmen des bewegten Balls mit den Händen. Unter Passen versteht man das Zuspielen des Balles mit einer oder beiden Händen zum Mitspieler. Das Fangen und auch das Passen erfolgen aufgrund einer besseren Ballkontrolle mit beiden Händen.

Das Passen ist neben dem Dribbeln das wichtigste Grundelement im Basketball. Es kann als Brustpass, Überkopfpass aber auch als Einhandpass erfolgen. Da das Passen und Fangen als Grundformen bereits im Kindesalter erlernt werden, soll in diesem Zuge nicht näher auf die genaue Ausführung eingegangen werden.

Abstoppen / Stoppschritt

Unter Abstoppen versteht man das Beendigen einer Geh- oder Laufbewegung mit Ball in maximal zwei Bodenkontakten. Dabei werden zum einen der Eintaktstop sowie der Zeitaktstopp unterschieden.

Beim Zweitaktstopp setzt der Stopp nach dem Dribbeln durch einen flachen Schrittsprung ein und endet mit zwei Schritten. Dabei senkt sich der Körperschwerpunkt bereits beim ersten Schritt durch Beugen des Beins ab um die Laufgeschwindigkeit abzubremsen.

Der zweite Schritt soll möglichst schnell nach dem ersten erfolgen. Beim Zweitaktstopp ist das hintere Bein bereits als Standbein festgelegt.

Der Eintaktstopp kann aus dem Dribbling erfolgen, kommt jedoch zumeist nach dem Anspiel des Spielers zur Anwendung.

Auf einen Schrittsprung mit beidhändigem Fangen des Balles folgt die Landung mit parallelem Fußaufsatz. Er kann nur aus vergleichsweise langsamen Bewegungen heraus erfolgen, da er ein hohes Maß an Gleichgewichtsfähigkeit erfordert. Im Gegensatz zum Zweitaktstopp kann nach dem Eintaktstopp das Standbein frei gewählt werden, was sich vor allem für die Folgehandlungen positiv auswirkt.

Sternschritt

Unter Sternschritt versteht man das ein- oder mehrmalige Aufsetzen des Spielbeins eines Spielers mit Ball in beliebige Richtung, während das Standbein auf dem Boden bleibt. Der Sternschritt wird erst spät erlernt. Er ist allerdings eine markante Grundform für das Basketballspiel, denn die Spieler können sich in nicht optimalen Spielsituationen mit dem Sternschritt Zeitdruck nehmen und sich neu orientieren. Er findet Anwendung bei jeglicher Richtungsänderung des Ballbesitzers im Stand und ist sowohl beim Sichern des Balles vor dem Gegenspieler als auch vor Offensivhandlungen.

Offensive- und defensive Mannschaftstaktiken

Die Mannschaftstaktiken können, vereinfacht, in offensive und defensive Taktiken unterteilt werden. In der Defensive kann ein Team in Mann-Mann- bzw. Zonenverteidigung handeln.

In der gibt es die jeweiligen Taktiken gegen diese Abwehrformationen. Des Weiteren kann für die Offensive in Fast-Break (Schnellangriff) und Set Play (Positionsangriff) unterschieden werden. Nachfolgend wird nur die Mann-Mann-Verteidigung ausgehend von der Defensive genauer beschrieben, da sie für die Unterrichtsstunde als Verteidigungsprinzip gelehrt wird.

Mann-Mann-Verteidigung

Die „Mann-Mann-Verteidigung“ ist ein Verteidigungsprinzip, bei dem jeder Verteidigungsspieler einen festen Angreifer zu decken hat, um diesen an Aktionen wie Ballannahme, Zuspiel, Korbwurf oder Dribbeln zu hindern. Erst in zweiter Linie wird – je nach Art der Mann-Mann-Verteidigung – der freie Raum abgeschirmt.

Diese Verteidigungsform ist vor allem für den Anfängerbereich geeignet, da sich die Spieler neben dem Ball nur auf einen speziellen Spieler konzentrieren müssen und sehr gute Angriffstaktiken gegen diese Abwehrformation im Anfängerbereich fehlen. Die Grundhaltung der Spieler, die Grundbewegung und Grundposition des Verteidigers richtet sich am Gegenspieler aus.

In der Offensive können grundlegende Fähigkeiten, wie das Freilaufen, das Stellen eines Blocks, das Fintieren ohne und mit Ball sowie das so genannte „Give-and-Go“ geübt werden. Es zeigt große Potentiale in der individuellen Förderung einzelner Spieler. Zudem eignet es sich zur Steuerung der Intensität im Lernprozess.

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