Basilikum - richtig pflegen und gesund anwenden

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 24. März 2016
Gesundpedia.deRatgeber Basilikum - richtig pflegen und gesund anwenden

Pizza, Tomatensoße oder Pesto – ohne Basilikum wären diese Gerichte einfach nicht dasselbe. Längst ist das Gewürz ein unverzichtbarer und liebgewonnener Bestandteil unseres Kochens geworden. Doch nicht nur unseren Mahlzeiten gibt die Pflanze das gewisse Etwas, auch unser Körper und Geist kann von ihr profitieren. Daher ist es wichtig, Basilikum richtig zu pflegen und gesund anzuwenden

Inhaltsverzeichnis

Was ist Basilikum?

Umtopfen und richtige Pflege verlängern die Lebensdauer von Supermarkt-Basilikum deutlich.

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Indien. Seit dem 12. Jahrhundert ist sie auch in Mitteleuropa verbreitet. Heute ist sie fast auf jedem Kontinent zu finden. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler. Zur Gattung der Basilikumpflanzen zählen mehr als 60 Arten. In unserem Sprachgebrauch ist meist von der Sorte „Ocimum basilicum“ die Rede. Die Pflanze ist in der Küche wegen seines aromatischen Geschmacks sehr beliebt. In Deutschland wurde sie aber bereits im Mittelalter auch als Heilmittel eingesetzt.

Anwendung und Wirkung

Basilikum wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Es enthält dieselben Enzyme, die in schmerzlindernden Medikamenten wie Ibuprofen vorkommen. Es besitzt zahlreiche ätherische Öle, die uns vor Belastungen der Umwelt schützen und sogar unser Krebsrisiko senken können. Die Pflanzenstoffe können gegen psychische Leiden wie Schlaflosigkeit, Migräne und depressive Verstimmung helfen. Auch bei Verdauungsproblemen wie Magenverstimmungen, Blähungen oder Verstopfung wird dem Kraut eine positive Wirkung zugesprochen. Darüber hinaus wirkt es appetitanregend und bringt die Fettverdauung in Schwung.

Neben der Anwendung als Gewürz in Speisen eignet sich Basilikum auch als Tee. Dazu eine Handvoll frischer Blätter zerkleinern und kurz mit einem Liter Wasser aufkochen. Danach durchseihen und mit Honig süßen. Der Tee bessert die Laune und wirkt verdauungsfördernd. Meiden Sie jedoch übermäßigen Genuss und trinken Sie täglich maximal zwei Tassen Basilikum-Tee.

Der Aufguss kann auch als ein Handbad verwendet werden. Auf diese Weise hilft er im Winter bei rissigen Händen und kann sogar Übelkeit lindern.

Fördert Basilikum Krebs?

Nach Tierversuchen, bei denen nach dem Verzehr von Basilikum Krebszellen gefunden worden waren, riet das Bundesinstitut für Risikobewertung Verbrauchern die Pflanze nur in geringen Mengen zu verzehren. Eine krebserregende Wirkung wurde beim Menschen jedoch nie bewiesen. Trotzdem sollte Basilikum nicht über einen längeren Zeitraum in größeren Mengen eingenommen werden, sondern nur zum Würzen genutzt werden.

Pflege der Topfpflanze

Viele von uns greifen gern nach den frischen Kräutertöpfen im Supermarkt. Doch schon wenige Tage später wandert die ehemals grüne Pflanze meist als verdorrter Strauch in den Mülleimer. Dass sie eingeht, liegt aber nicht an einem fehlenden grünen Daumen, sondern ist in die Produktion eingerechnet. Denn die Kräuter sind für den schnellen Verzehr gedacht und nicht auf Langlebigkeit ausgelegt. Mit ein paar simplen Tricks lässt sich der Supermarkt-Basilikum dennoch am Leben erhalten.

  • 1. Umtopfen

Meist werden die Kräuter in zu kleinen Töpfen und mit nährstoffarmer Erde verkauft. Das schadet auf Dauer der Pflanze. Topfen Sie den Basilikum daher nach dem Kauf um. Halbieren Sie hierfür mit einem Messer die gesamte Pflanze samt Wurzel und verteilen Sie diese auf zwei Töpfe, die mit nährstoffreicher Blumenerde gefüllt sind. Am besten eignet sich hier ein Tontopf mit einem Loch an der Unterseite, der auf einer Unterschale steht. Dadurch kann das Wasser ablaufen, Staunässe und somit Schimmelbildung vermieden werden.

  • 2. Nach draußen stellen

Basilikum ist sehr kälteempfindlich und bevorzugt Wärme und Sonnenlicht. Es empfiehlt sich daher, das Kraut ab Mitte Mai – nach den Eisheiligen – nach draußen zu stellen. Wichtig ist hierbei ein Platz im Halbschatten, da die Pflanze sonst schnell Bitterstoffe produziert. Am besten gedeiht Basilikum bei einer Temperatur um die 20 Grad, sie sollte jedoch nicht unter 10 Grad fallen. Ist es draußen noch kalt oder kommt es zu Nachtfrost, eignet sich ein heller Fensterplatz.

  • 3. Richtige Ernte

Damit der Stiel weiter wächst, sollten nur die zwei unteren Blätter von einem Stängel abgezupft oder mit der Kräuterschere über der ersten Blattachse ganze Stängel abgeknipst und bräunliche Blätter entfernt werden. Da es sich bei Basilikum um eine einjährige Pflanze handelt, dient das regelmäßige Ernten auch dazu, die Blütenbildung zu unterbinden. Denn mit der Blüte stellt sich das Wachstum ein und das Aroma der Blätter verschlechtert sich.

  • 4. Schädlinge tilgen

Oft sind die Supermarktpflanzen sehr anfällig für Ungeziefer. Besonders Blattläuse siedeln sich gern auf Basilikum an. Zu erkennen sind sie an einem klebrigen Belag, der sich auf oder unter der Pflanze ansammelt. Ist sie nur leicht befallen, reicht es, sie mit einem kalten, kräftigen Wasserstrahl abzuspülen und abzureiben. Bedecken Sie die Blumenerde bei dem Vorgang mit Folie. Ist der Befall bereits fortgeschritten, hilft Brennnesselbrühe. Diese können Sie ganz einfach selbst herstellen: Dazu einen Eimer mit frischen Brennnesseln füllen, mit kochendem Wasser übergießen und einen Tag ziehen lassen. Anschließend filtern Sie die Brühe ab und sprühen sie auf den Basilikum. Wiederholen Sie dies mehrere Tage, bis der Befall fort ist.

Bücher über Basilikum

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Basilikum - richtig pflegen und gesund anwenden?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?